WTCC 2009

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User 755

Bei BMW darf kein Diesel gewinnen.
Imo hat ein Diesel nix im Motorsport verloren. Da merkt man nie, ob da nur ein Servicefahrzeuge mit 50 km/h an einem vorbei fährt oder ob das ein Rennwagen sein soll.

Oder würdest du wollen, dass man sich zukünftig an der Strecke miteinander unterhalten kann, wenn eine Vette oder eine Viper vorbei säuselt? ;)
 
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User 561

Bei BMW darf kein Diesel gewinnen.
BMW fährt im Marketing im Moment voll auf der Dieselschiene. Jede Radio und Fernsehwerbung zielt auf die besondere Leistung der BMW-Diesel und den niedrigen Verbrauch ab. Insofern ist das Argument "bei BMW darf kein Diesel gewinnen" obsolet. Ich erinnere zudem an den 320d-Gesamtsieg beim 24h-Rennen am Nürburgring vor wenigen Jahren.

Bei BMW wurde vor einiger Zeit eine sehr interessante Begründung genannt, die ich persönlich für schlüssig halte: BMW hatte - selbstverständlich - sofort nach Ankündigung der SEAT-Dieseloffensive einen Versuchsträger entwickelt um die Konkurrenzfähigkeit zu evaluieren. Es wurde festgestellt, dass dieser Diesel über alle Maßen überlegen gegenüber der gesamten benzingetriebenen Konkurrenz war. Dies hätte unweigerlich zu einem der drei folgenden Szenarios geführt:

  1. Das Bemühen der FIA, das Auto leistungsmäßig der Konkurrenz anzupassen, hätte zu endlosen Konflikten zwischen BMW, den Konkurrenzmarken und der FIA geführt. Nicht zuletzt deshalb, weil BMW dieser - bereits beim Versuchsträger überlegenen - Technik enormes Entwicklungspotential zuschreibt und die Einstufung immer nur kurzfristige Gültigkeit gehabt hätte, bevor ein großer Entwicklungssprung die Kräfteverhältnisse erneut deutlich verschoben hätte.
  2. Ebendiese Hatz zwischen Einbremsen durch die FIA und extreme Weiterentwicklung durch BMW hätte eine enorme Kostenspirale in Gang gesetzt, die man seitens BMW nicht zu tragen gewillt war.
    Darüber hinaus ließ man zwischen den Zeilen durchsickern, dass man davon ausgehe, dass auch der Seat Diesel weitaus leistungsfähiger sei und sein Potential gegenwärtig immer nur soweit ausschöpfe, wie dies zum Erreichen der gesteckten Ziele unbedingt nötig sei.
  3. Würde BMW mit einem Diesel einsteigen, würde sich - zunächst zwischen BMW und Seat - ein extremes Wettrüsten in Gang setzen, da letztgenannte nun genötigt sein würden, die technischen Grenzen auszuloten.
    In Folge dessen würden sich die Diesel leistungsmäßig endgültig von den Benzinern abheben. Andere Hersteller wären gezwungen, entweder den extrem kostspieligen Weg der Diesel-Neuentwicklung mitzugehen oder würden mangels Erfolg aus der Serie aussteigen.
    Privatiers wären mit Benzinern endgültig chancenlos, die Dieselfahrzeuge wären für sie schlichtweg nicht privat finanzierbar. Ein Aussterben der Privatfahrerwertung würde folgen.
 
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User 4030

naja die Diesel-Diskussion sollte ja mit der neuen Gewichtsregelung ein Ende finden :) Es gibt ja keinen "Success Ballast" mehr, sondern eine "Car Compensation"-Regelung... wie die genau funktioniert, kann man hier nachlesen: Saison 2009 - Neue Regel in der Tourenwagen-WM - Yahoo! Eurosport

in meinen Augen ne sinnvolle Sache, so sind Diesel und Benziner wieder auf einem Niveau! Wahrscheinlich werden einige Privatiers sogar Achtungserfolge erzielen können, weil die Werksteams nicht ihr volles Potential ausschöpfen, um Kilos aus dem Weg zu gehen. Wie ich finde sind das wirklich rosige Aussichten für die WTCC!
 
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User 4030

SEAT setzt auf die selbe Fahrerbesetzung wie 2008: Saison 2009 - SEAT baut auf Sieger-Team - Yahoo! Eurosport

aus internen Kreisen ist außerdem zu hören, dass sie den "Winner Drive" aus dem SEAT Leon Eurocup, den sonst der Sunred-Rennstall machte, an den Exagon-Rennstall delegieren. Dieser hat das Auto von Pierre-Yves Corthals in der Independents' Trophy eingesetzt. Die Zukunft von Sunred ist deshalb nicht wirklich gesichert, nachdem Tom Coronel Budget-Probleme plagen und er nach wie vor mit einem Abgang in die weitaus günstigere BTCC liebäugelt...
 
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User 4030

ja sehr geil!! "The Always Entertaining Tom", wie ein gewisser ehemaliger Konkurrent aus der WTCC über ihn zu sagen pflegt *g*

was aber irgendwie auch abzusehen, dass SEAT ihn nicht hängen lässt, er ist einfach ein Typ, den die WTCC braucht!
 
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User 455

Nicht vergessen, morgen Abend gehts los mit dem Qualifying in Curitiba ... 23:15 auf Eurosport. :)
 
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User 734

Gab es das schon immer oder ist es mir nur gerade aufgefallen?
Bei der Übersicht der Veranstaltungs/Übertragungszeiten gibt es die Funktion "Convert in my local time" WTCC - Fia World Touring Car Championship

Das ist ja mal sinnvoll :)


Mal sehen wie der Start in die Saison wird.
 
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User 797

[ACHTUNG SPOILER]





































:D

Paukenschlag zum Saisonauftakt: Yvan Muller führte die SEAT-Armada in Curitiba zur fünffach-Pole - BMW und Chevrolet abgeschlagen auf den Plätzen
(Quelle)

01. Yvan Muller (SEAT)
02. Jordi Gené (SEAT)
03. Gabriele Tarquini (SEAT)
04. Tiago Monteiro (SEAT)
05. Rickard Rydell (SEAT)
06. Jörg Müller (BMW)
07. Augusto Farfus (BMW)
08. Alain Menu (Chevrolet)
09. Nicola Larini (Chevrolet)
10. Andy Priaulx (BMW)

Hatte die FIA die TDI's nicht über den Winter noch mehr Kastriert? Wird BMW sich wieder aufregen, aber selbst schuld wenn sie keinen Diesel einsetzen. ;)
 
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User 1916

naja ich weiss nicht, die Diesel waren viel zu schnell,

wenn BMW nen Diesel einsetzen würde gäbs vielleicht irgendwann ne Diesel-Serie, an der Strecke wär das so öde, weil kaum Sound, deshalb gehören die verboten
 
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User 2640

an der Strecke wär das so öde, weil kaum Sound, deshalb gehören die verboten

richtich passiert aber nich.
Ja haben den lufteinlaß von 35 auf 34 erniedriegt und den ladedruck auf 2,5bar 8o begrenzt.
Allerdings glaub ich das der Windschatten nich zu vernachlässigen war und da pennt BMW leider immer wieder, vor allem nur eine Rd zu fahren wo die Seats es schaffen im Pulk 2 Stints zu gurken is schon ärmlich....
 
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User 709

Hi
zudem haben die Turbos in großer Höhe einfach weniger Probleme. Daher sollte man den Vorsprung in diesem Rennen erstmal nicht überbewerten.
 
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User 797

Aber der Turbo bekommt doch auch nicht so "gute" Luft auf den Höhenmetern wie hier in Brasilien!?
Korrekiert mich wenn ich falsch liege, aber ich dachte das wäre so. ?(
 
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User 217

In größerer Höhe ist die Luftdichte geringer, und um genau das zu ändern benutzt man einen Verdichter, wie jenen der die eine Hälfte eines Turboladers ausmacht. :D Durch die Regeln wird lediglich der Druck hinter dem Verdichter begrenzt, und somit ist selbigem bei entsprechender Auslegung recht egal, ob der Druck vor dem Verdichter 10% höher oder niedriger ist als üblich. Damit die Turbine (die andere Hälfte des Turboladers, die den Verdichter antreibt) die benötigte Leitung für das höhere Druckverhältnis liefert, muss man halt die Leitschaufeln der VTG etwas weiter schließen und so den Abgasgegendruck etwas erhöhen, aber die dadurch kleiner werdende Ladungswechselarbeit hat nur einen geringen Einfluss auf die Motorleistung, da sie gegenüber der bei Volllast in der Hochdruckschleife geleisteten Arbeit ohnehin klein ist.

Schon eher limitierend könnte der Air Restriktor wirken. Bei 34 mm Durchmesser (Ich denke mal, sie haben nur einen Restriktor mit diesem Durchmesser, nicht zwei? Kenne mich mit den Regeln nicht aus, aber ansonsten wärs ziemlich witzlos...), 90 kPa Druck (ergibt sich nach barometrischer Höhenformel für Curitiba, das laut Wiki 1000 m ü.NN liegt) und 20°C Temperatur gehen da nämlich nur 330 g Luft pro Sekunde durch, dann strömt die Luft im Restriktor mit Schallgeschwindigkeit und zu mehr lässt sie sich nicht überreden, egal was für nen Unterdruck man zwischen Restriktor und Verdichter anliegen hat.
Einen Dieselmotor kann man nicht beliebig anfetten da er sonst rußt, wenn wir annehmen dass bei Lamba=1.3 Schluss ist, könnte man also 17 g Kraftstoff pro Sekunde einspritzen. Bei einem effektiven Wirkungsgrad von 35% käme man damit auf 350 PS. Sollte das etwas weniger sein als sonst zur Verfügung steht, wäre das aber auch nicht weiter schlimm, da diese Begrenzung des Luftmassenstroms erst bei hohen Drehzahlen ein Problem wird. Beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen steht hingegen das gewohnte Drehmoment zur Verfügung, während bei einem Saugmotor das Drehmoment an der Volllast über das gesamte Drehzahlband sinkt.
 
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User 4030

35% Wirkungsgrad über das gesamte Drehzahlband gesehen ist aber ziemlich optimistisch, oder?? vor allem weil Uwe Winter ja ca. 280 PS veranschlagt hat und 28% Wirkungsgrad ist IMO auch etwas realistischer :)

ansonsten ne klasse Vorstellung von SEAT, sie haben sich durch die Beschneidungen nicht unterkriegen lassen und ihre Hausaufgaben über den Winter wirklich gut gemacht! Daran, dass sie nur 1 Zehntelsekunde waren als der eigens aufgestellte Rundenrekord, erkennt man auch die Wirkung der Beschneidungen. Im vergangenen Jahr steckte der Leon TDI noch in en Kinderschuhen und wäre gestern, wenn er mit den damals bestehenden Regeln weiterentwickelt worden wäre, sicher ne tiefe 1:23 gefahren!

stark fand ich die Vorstellung von Alain Menu in Q1, der CRUZE scheint wirklich Potenzial zu haben :)

BMW wird ab Marrakesch vollauf konkurrenzfähig sein denke ich, denn dort haben sie die volle Leistung (in Curitiba schätzungsweise nur ca. 250 PS! in Puebla wird es sogar noch weniger) und vor allem haben sie ihr ausgetestetes Facelift-Auto zur Verfügung. Das wird noch ziemlich spannend über die gesamte Saison... und auch wenn ich Yvan Muller wieder die Daumen drücke, auch Jörg Müller hätte den Weltmeistertitel endlich verdient und den greift er nach eigener Aussage ja auch an! Dass er im Quali gestern schnellster BMW-Pilot war, lässt Hoffnung aufkeimen, dass das kein leeres Gerede war :)
 
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User 755

Hi
zudem haben die Turbos in großer Höhe einfach weniger Probleme. Daher sollte man den Vorsprung in diesem Rennen erstmal nicht überbewerten.
Und was soll man sonst damit machen? Braucht BMW demnächst in den ersten vier Läufen gar nicht antreten, da sie aus geografischen Gründen völlig unterlegen sind?

Erst mit dem TDI-Titel gab es zum Saisonende mehr als zwei Siege Punkteunterschied zwischen dem ersten und zweiten. Somit sollte irgendwie vielleicht auch die ersten vier Rennen wichtig sein. ;)

Ich finde es einfach schade, wie wenig man sich um ein ausgeglichenes Feld kümmert. Der TDI wird beschnitten, SEAT heult der FIA die Bude voll und ist dann dennoch unverändert vorne. Man sollte einfach mal den Privatfahrern den TDI in die Hand drücken. Dann müsste wohl auch mal die Werksmannschafft voll aufdrehen und nicht mit jeder Begrenzung nur einen kleinen Schritt näher ans Limit gehen. :D

Zudem finde ich es ebenfalls schade, dass man in den Höhenlagen den TDIs immernoch einen solchen Speed erlaubt. Die FIA müsste doch wohl langsam mal raffen, wo die Vorteile des Diesels liegen. Stattdessen bekommt man erneut das erwartete Bild zu sehen. Aber zum Glück gibt es ein neues Qualifying...meine Güte hat das Spannung reingebracht. :o
 
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