Wo beginnt für euch Simracing?

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User 24613

Vorab:
Der Beitrag soll nicht dazu dienen dass A und B sich die Köpfe einhauen und man am Ende innerhalb des Forums eine Einigung findet was für uns Simracing ist. Mir geht es eher darum mal die verschiedenen Ansichten darüber zu sehen und zu sammeln, da ich letztens eine ähnliche Diskussion hatte.

Hintergrund:
Ich saß letztens mit einigen Slotcar Enthusiasten zusammen und das Gespräch kam dann zuerst darauf ab wann man von Slotracing reden kann. Für Manche heißt das bereits eine Carrerabahn zu haben die mit einer Landschaft versehen ist, Autos aber OOTB sind und mit Magneten gefahren werden, auch digital. Für Andere bedeutet slotten NUR analog, Autos auf maximale für die jeweilige Strecke getuned und natürlich niemals Autos von Carrera zu benutzen. Da wir in unserem Grüppchen auch jemand haben der Just 4 Fun R3E fährt zu Hause kam dann auch die Frage auf:
Ey, wo beginnt für dich eigentlich Simracing, wenn das was O. macht eher keines ist?


Für mich selbst bedeutet Simracing nicht dass man Software A, B oder C nutzt, oder nur am PC fährt usw usw. Simracing fängt für mich da an wenn man sich innerhalb einer Liga kompetitiv beteiligt, versucht das Beste aus seinem Setup innerhalb der eigenen Fähigkeiten herauszuholen und auch mal einige Stunden Training auf sich nimmt um seine Linie zu verbessern. Völlig unabhängig ist für mich dabei welches Equipment man benutzt, ich finde man kann auch ein Simracer sein wenn man das billige 50€ Lenkrad von XYZ kauft, insofern man ansonsten versucht das Beste daraus zu machen. Aber nur weil man ein 10.000€ Rig zu Hause hat, oder weil man nur iRacing fährt macht einen das in meinen Augen nicht zu einem Simracer.
 
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User 11065

Ich denke, das hängt wie immer vom Professionalitätslevel ab. Ich würde sagen, bei halbwegs brauchbaren Equipment und einer anständigen Simulation, die abseits von FFB auch weitere Telemetrie ausgeben kann.

Für viele beginnt es aber auch schon, sobald der Bildschirm an ist, also Playstation/XBox/PC und dann mit einem Controller oder einem 150€ Lenkrad durch die Gegend zu fahren, wie bei Gran Turismo.

Ich kann aber auch Simracing ohne Liga betreiben und wie z.b. in iRacing auf öffentlichen Servern fahren, gegen andere, die vielleicht nicht Class D sind und gerade angefangen haben. Von der Qualität der Ausrüstung empfinde ich ein festes Gestell, mit min. T500RS und LC Pedalen als "angemessen". Aber wie schon gesagt wurde, ist das für jeden anders. Ein Simracer hat zumindestens auch den Anspruch kein Crashkid zu sein und auch den Sieg gedanken im Kopf zu haben, das kann aber auch gegen Freunde mal sein, die vielleicht nicht so prof. fahren.

Der Anspruch an einem selber steigt aber auch, wenn man halt entsprechend teures Zeug hat. Man gibt ja nicht 10000€ aus, um andere ständig mit Absicht abzuräumen oder sich nur einen Spass draus zu machen.
 
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User 21934

Ich würde sagen Simracing beginnt wenn man ein Lenkrad besitzt und eine der bekannten Simulationen fährt. Eigentlich auch unabhängig ob online oder offline. Sobald man anfäng den realen Motorsport zu simulieren ist das für mich Simracing.
 
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User 10905

Da kann ich Christian nur zustimmen.
Da Simracing zuallerst Hobby ist, ist es egal wie professionell man das betreibt.
 
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User

Für mich selbst bedeutet Simracing nicht dass man Software A, B oder C nutzt, oder nur am PC fährt usw usw. Simracing fängt für mich da an wenn man sich innerhalb einer Liga kompetitiv beteiligt, versucht das Beste aus seinem Setup innerhalb der eigenen Fähigkeiten herauszuholen und auch mal einige Stunden Training auf sich nimmt um seine Linie zu verbessern.

Ich denke du verwechselst da etwas: Die Definition eines Begriffes und das, was es für dich bedeutet, und was du persönlich rein steckst, weil es für dich ein ernsthaftes Hobby ist. "Simracing" bedeutet eigentlich nur Rennen fahren in einer Simulation. Wobei selbst Simulation zur Debatte steht, wenn man sich Simcade-Sachen wie PCars oder sowas wie Forza Horizon anschaut. Insofern ist das auch kein feststehender Begriff, genauso wenig wie irgendetwas anderes, mit dem man ein Hobby umschreibt. Du kannst auch Briefmarken sammeln, rein für dich und allein zu Hause. Oder du stellst deine Sammlung bei Messen aus, oder betreibst Handel. Es ist aber alles nur Briefmarken sammeln.

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Ich würde sagen Simracing beginnt wenn man ein Lenkrad besitzt und eine der bekannten Simulationen fährt. Eigentlich auch unabhängig ob online oder offline. Sobald man anfäng den realen Motorsport zu simulieren ist das für mich Simracing.

Exakt.
 
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User 2446

Das sind doch nur Begriffe und wer sich darüber zu viele Gedanken macht, verliert den Spaß an der Sache.

Völlig egal, ob man es "Simracing" oder "Rennspiele" nennt. Spaß muss es machen. Und eine Grenze ziehen ist eigentlich nicht möglich. Man kann noch nicht mal nach einem realen Vorbild gehen, oder realen Strecken. Was ist, wenn ich etwas Fiktives detaillierter, anspruchsvoller gestalte? Oder war unser AC-Raceday am Ende der Vorsaison kein Simracing mehr, weil im letzten Rennen Lego-Autos gefahren wurden?

Wer es braucht, soll für sich eine Grenze ziehen. Was er davon hat, weiß ich nicht. Die, die es interessiert und die wissen, worum es geht, werden schon beurteilen können, ob es "nur eine Spielerei" ist, oder doch anspruchsvoller, die anderen werden es belächeln und nicht ernst nehmen, egal wie man es nennt.
 
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User

Ich finde es schon OK die Welten Simracing und Rennspiele klar abzugrenzen. Immerhin zocken wir hier und anderswo kein Super Mario Kart. ABER, wie gesagt, es gilt den Begriff abzugrenzen, und das was er für mich persönlich bedeutet. Und das sehe ich im Originalpost nicht.
 
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User 948

Mein " Simracing " fing mit TOCA an.

Dann fand ich die VR mit dem Angebot NASCAR das war dann schon feiner
 
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User 24613

Ich denke du verwechselst da etwas: Die Definition eines Begriffes und das, was es für dich bedeutet, und was du persönlich rein steckst, weil es für dich ein ernsthaftes Hobby ist.

Ich habe nie gesagt dass ich den Begriff definiert haben will, wie du selbst sagst geht das nicht. Ich wollte nur mal sehen wo für die einzelnen Leute hier der Übergang ist vom Rennspiel zum Simracing, nicht mehr oder weniger.
 
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User 15038

Meines Erachtens hat das ganze zwei wichtige Aspekte.

Zum Einen die technische Seite. Dabei zählt für mich weniger die Qualität der Ausrüstung. Ich selbst besitze lediglich ein T150. Aber ich mache das bestmögliche im Sinne einer Simulation daraus (z. B. korrektes FoV, nur Cockpitansicht, etc.). Wo die Grenze zwischen Rennspiel und Simulation liegt, beurteilt ja jeder anders. Für meine Frau sind rFactor 2 und ACC auch nur Spiele.

Viel wichtiger noch finde ich die persönliche Einstellung. Für mich sollte ein Simracer einem gewissen Ethos folgen. In erster Linie gehört dazu sportliches, respektvolles Benehmen, ein Bewusstsein für die eigenen Grenzen und dementsprechendes Verhalten und ein Drang, seine Leistung (Zeiten wie auch Sicherheit) zu verbessern.

Kurzum: Ein SImracer ist für mich jemand, der mit seinen zur Verfügung stehenden Mitteln, den echten Motorsport so gut wie möglich abzubilden versucht.
 
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User 26642

Simracing bedeutet für mich etwas reales aus der echten Welt in die digitale Welt oder das Wohnzimmer so genau wie möglich zu portieren. Mir macht es dabei Freude wenn ich in meinen eigenen 4 Wänden Dinge tun kann die sonst nur schwer zu erreichen sind, wie z.B. einen echten Rennwagen fahren oder ein Flugzeug fliegen.
Es soll eben so realistisch wie möglich sein das ist für mich der große Anreiz und auch die Definition.

Edit: Ein Rennpiel wie Trackmania, MarioKart etc. ist für mich kein SimRacing sondern Arcade gezocke. Macht auch ne Menge Spass aber für mich ist dort eine klare Grenze.
 
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User

Ich denke du verwechselst da etwas: Die Definition eines Begriffes und das, was es für dich bedeutet, und was du persönlich rein steckst, weil es für dich ein ernsthaftes Hobby ist.

Ich habe nie gesagt dass ich den Begriff definiert haben will, wie du selbst sagst geht das nicht. Ich wollte nur mal sehen wo für die einzelnen Leute hier der Übergang ist vom Rennspiel zum Simracing, nicht mehr oder weniger.

Ganz einfach: Bei der Qualität der Simulation der realen Aspekte des Motorsports. :) Das betrifft für mich allerdings rein das Spiel selbst, nicht das was ich für mich mache.

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User 561

Mein persönlicher Anspruch an den Begriff Simracing:

Alles, was auf der virtuellen Rennstrecke passiert, wird so gut und detailliert wie aktuell technisch möglich dem realen Vorbild nachempfunden.

Das schließt für mich jede veritable Sim ein, die grundsätzlich das Ziel verfolgt, in jedem Aspekt so realistisch wie irgend möglich zu sein. Dabei ist klar, dass die Entwickler unterschiedliche Ressourcen und Kompetenzen haben und sicherlich auch in der Entwicklung teils unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Aber grundsätzlich gilt: je näher jeder Teilaspekt der Sim am realen Motorsport ist, desto näher ist auch das Racing selbst am realen Motorsport.
 
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User 6431

Meines Erachtens hat das ganze zwei wichtige Aspekte.

Zum Einen die technische Seite. Dabei zählt für mich weniger die Qualität der Ausrüstung. Ich selbst besitze lediglich ein T150. Aber ich mache das bestmögliche im Sinne einer Simulation daraus (z. B. korrektes FoV, nur Cockpitansicht, etc.). Wo die Grenze zwischen Rennspiel und Simulation liegt, beurteilt ja jeder anders. Für meine Frau sind rFactor 2 und ACC auch nur Spiele.

Viel wichtiger noch finde ich die persönliche Einstellung. Für mich sollte ein Simracer einem gewissen Ethos folgen. In erster Linie gehört dazu sportliches, respektvolles Benehmen, ein Bewusstsein für die eigenen Grenzen und dementsprechendes Verhalten und ein Drang, seine Leistung (Zeiten wie auch Sicherheit) zu verbessern.

Kurzum: Ein SImracer ist für mich jemand, der mit seinen zur Verfügung stehenden Mitteln, den echten Motorsport so gut wie möglich abzubilden versucht.

Trifft es aus meiner sicht genau.
Und ob jemand, iracing, ACC oder rfactor bevorzugt ist dabei irrelavant. Jeder wird seine Gründe dafür haben warum er sich genau dem widmet. Erfahrung, finanzieller aspekt, optik oder was auch immer.
Und wie Tobias schon sagte, für aussenstehende sind das alles nur Computer Spiele, egal wie intensiv oder teuer das alles war :D
Leben und leben lassen, nur weil ich mich selbst nie mit RaceRoom beschäftigen würde, heisst es ja nicht das es für mich keine Sim ist. Selbst GT und pCars haben ihre daseins berechtigung... für irgendjemanden.

BTW. ich kann mich noch an Zeiten erinnern wo wir Simracer von realen Fahrern und Teams belächelt wurden.
Vor 10 Jahren waren Veranstaltungen wie dieses Jahr üblich sind, undenkbar.

@Sönke, TOCA war geil :D
 
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User 14733

Simracing ist für mich wenn man versucht besser zu werden (also schneller oder konstanter).
alles andere ist nur Rennen fahren.
klappt das? nein nicht immer. aber solange es noch spass macht passt alles soweit.
 
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User 13206

Für mich begann Simracing 1992 mit "Formula One Grand Prix" von Microprose auf dem Amiga. :)


Jetzt bin ich ein alter Sack und kann immer noch nicht loslassen :D
 
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User 12216

Das meinte der TE aber nicht

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User 13206

Das meinte der TE aber nicht

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Die Frage von TE war ja: Wo beginnt für euch Simracing?

Ich meinte damit dass für mich Simracing schon bereits 1992 angefangen hat. Unabhängig davon ob die Grafik Pixelig war, nur 10fps hatte oder ob ich mit ein Joystick gespielt habe. Es ging allein darum etwas (in diesem Fall die damalige Formel 1) zu simulieren. Unabhängig davon wie die Technik war.
Das mit Carrerabahn usw. das ist eher Modellbau-Rennen aber kein Simracing, da man die Autos nicht so steuern kann wie im Real und diese auf Schienen fahren. Die möglichst reale Steuerung von den Autos ist der Hauptkern jeder Simracing-Simulation und das ist mMn auch die Mindestvoraussetzung um es als Simracing zu bezeichnen. Der Rest ist nur Luxus...
 
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User 2446

Ich finde den Einwurf von Bordo sehr gelungen. Er zeigt doch wunderbar auf, wie sehr sich verändert hat, was man als Simulation wahrnimmt.

Der Realitätsgrad von "Formula One Grand Prix", oder noch zuvor "Indianapolis 500", "Grand Prix Circuit" und dergleichen, wäre heute nunmal zu belächeln. Aber seinerzeit waren das ordentliche Kaliber und man hatte den Eindruck, dass man nicht einfach nur spielt. Mehr war eben nicht möglich und es störte auch nicht, wenn man mit Tastatur oder im besseren Fall einem Joystick fuhr. Das war der Stand der Technik.

Vielleicht könnte man sagen, "Simulation" fängt da an, wo nicht versucht wird, bewusst Dinge einzubauen, die in echt nicht möglich wären und Verhalten, das in der Realität nachteilig wäre, bestraft wird.
 
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