Wie werde ich schneller?

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User 10763

Was man zu ACC Hotlaps-Videos im Netz noch sagen sollte, hier sieht es so aus, dass die Bremspunkt näher an der Kurve liegen.
Zumindest ist es bei mir so, dass wenn ich so spät bremse, ich deutlich zu schnell bin.
Oder seht ihr das anders?

Trailbraking in Perfektion ist was ACC soweit ich gesehen habe sehr belohnt und wenn man damit bis tief in den Scheitelpunkt dosiert verzögert verlagert man damit quasi den Bereich wo der Bremsvorgang beginnt und endet im Vergleich aber auch sicher leicht verkürzt da wenn man Trail Braking beherrscht man einfach optimaler bremst =einfache Rechnung theoretisch. Praktisch habe ich bei mir beim Versuch der Umsetzung jedenfalls festgestellt dass Loadcell nicht alles ist und es mir an einer Bremse mangelt die einem heftig Gegendruck liefert sodaß man im Eifer des Gefechts am Wheel auch merkt was man da unten macht und wie nötig dosieren kann. Ich galube jedenfalls dass mir diese mehr bringen würde als ein DD Wheel.

In welchen winzigen Nuancen man sich auf der Bremse durch fehlendes Feingefühl einfach mal alles ruinieren kann zeigt z.B. das Video sehr deutlich >

Am Ende des Tages gehts halt einfach um die perfekte Nutzung und vor allem Verteilung der verfügbaren Haftung der Reifen für den jeweilligen Moment /Kurve auf dem Kurs und somit zwischen Längst und Seitenführungskräften > Kammscher Kreis. Also wenn man beim bremsen auf der Geraden schon den Reifengrip 100% nutzt wird keine Richtungsänderung passieren wenn man am Wheel kurbelt weil mehr wie 100% geht nicht, somit muss man die Bremse langsam lösen um sagen wird nur noch 70% in Längstrichtung zu nutzen aber somit 30% Grip zur Verfügung hat für Seitenführungskräfte also Einleitung einer Richtungsänderung.

Aber man kann sich die ganze Sache auch zu Tode theorisieren und detaillieren oder sich damit abschrecken/unnötig verrückt machen was auch nix bringt da würde wohl einfach mehr Seattime zu erlangen das beste sein :D

Grundlegend theoretisch habe ich das glaube verstanden aber ich bin doch sehr weit entfernt von praktischer Umsetzung dessen das is auch Fakt :ROFLMAO:
 
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User 11852

Ich forsche auch ständig nach dem " schneller werden". In iracing bekomme ich es besser hin als in ACC, in ACC muss man noch präzieser fahren, habe ich das Gefühl.
Man muss Bremspunkte präzise treffen, immer und immer wieder. Trailbraking......gaaanz wichtig! in jeder Kurve musst Du anders bremsen um schnell zu sein. Ich bekomme das so auch nicht hin, fahre auch mit max. 5 Stunden die Woche zu wenig.
Eine Coachingstunde wäre mal sinnvoll, auch bei mir.
Vielleicht bieten die schnellen Jungs hier mal was an ;-) gegen Paypalbier- oder Kaffee oder so.......

Ich kann mich noch an Dave Cams Worte erinnern.......5 years of learning...
 
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User 22474

Ich werd mal meinen Senf mit dazugeben. Ich bin jetzt seit gut 1,5 Jahren bei Raceroom unterwegs. Inzwischen mit minimal besserem Equip. Der wirkliche Renneinstieg kam bei mir letztes Jahr mit der VRGT3 Sprint. Obwohl das eher der Einsteiger-Cup ist, gab es auch den ein oder anderen Erfahrenen. Ich als absolut unwissender "Forza-Fahrer" gegen renomierte R3E GT3 Fahrer wie Jens Fiedler und Martin Petermann.
Ich hab angefangen mit dem Gedanken gut zu sein. Nach den ersten 3 Rennen nur letzter sein mit 1-2x Überrundet werden, hab ich angefangen nachzudenken was falsch läuft. Ich sags vorweg, richtig viel. Teilweise 7-10s offpace mit allem Drum und Dran. Also fahren fahren fahren. Das hat zumindest ein bisschen Konstanz gebracht. Trotz überrundet werden, bin ich jedes Rennen zuende gefahren um die Kilometer mitzunehmen.
Nach einigem Gelaber im TS mit den anderen Fahrern, war ich dann mit Jens Fiedler im Discord Anruf. Der hat sich meine Runden angeschaut und dann mir gezeigt wie ich die Strecke mit dem Fahrzeug am Besten fahren sollte. Das hat mir tatsächlich richtig gut geholfen. Ebenso die anderen Fahrer aus dem Raceroom Bereich fahren regelmäßig zusammen im Teamspeak und geben Tipps usw. Mir hat am meisten geholfen mit dem Leaderboard zu fahren. Geist lenkt mich selber ab. Aber die Ideallinie der herrausgeforderten Gegner hilft schon echt richtig dolle. Da siehst du einfach am besten, wie der schnellste Fahrer, wo bremst.

Inzwischen bin ich fahrerisch zumindest nicht mehr ganz sooo schlecht. nurnoch 1-3s offpace. Der Rest ist meine Faulheit was Training angeht. (Zuviele andere Games 😅 )

An User 28491 :
Du kannst auch mal spaßenshalber bei der VROS mitfahren. Ist aktuell der kleine GT4 Sommercup. Da meldet man sich nur für die einzelnen Rennen an und nicht die Serie. Einfach mal reinschnuppern. Vielleicht lernst du was. Dort kann man auch mit aktivierter Ideallinie fahren, wenns hilft. Und wenn man dort im Forum oder TS lieb nach Hilfe fragt, wird eigentlich immer geholfen.
 
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User 15376

Also so schlimm wie hier teilweise getan wird sind +7s auf die besten Rundenzeiten in Spa auch wieder nicht.
Wenn man sich mal bei RSR LiveTiming von Assetto Corsa umschaut, dann ist +7s in etwa Durchschnitt, also das was die Mehrheit der Fahrer fährt.
In einer Community wie hier befindet man sich natürlich in einer Bubble in der praktisch alle überdurchschnittlich viel fahren und damit auch überdurchschnittlich schnell sind.
Das soll aber nicht heißen, dass man da nicht verbessern kann. ;)

Von dem was ich immer bei Anfängern sehe mal 2 Tipps von mir. Die gelten natürlich nicht für alle Kurven/Kurvenkombinationen, aber doch für viele:
Weniger auf das Bremsen konzentrieren sondern mehr darauf ab wo du voll beschleunigen kannst. Ziel ist es diesen Zeitpunkt immer weiter nach vorne in der Kurve zu legen. Zu viel ist es, wenn man merkt, dass man beim Rausbeschleunigen wieder deutlich vom Gas gehen muss.

Sehr viele Leute tendieren dazu Untersteuern (also Rutschen über die Vorderachse) mit mehr Lenkeinschlag zu korrigieren. Das funktioniert aber praktisch nie und ist sogar kontraproduktiv, da man den Reifen so die Gelegenheit nimmt wieder richtig in Rollreibung zu kommen statt nur Gleitreibung.
Untersteuern korrigiert man besser mit weniger Gas oder Bremsen, je nach Situation. Und natürlich generell einer besseren Kurvengeschwindigkeit/Linie.

Wenn man die Sachen und die Linienwahl richtig drin hat, dann kann man sich langsam darauf konzentrieren auch die Bremspunkte mehr und mehr zu perfektionieren.
Und wenn das dann auch noch klappt, dann kommen (meiner Meinung nach) erst so Dinge wie Setupoptimierungen und ggf. auch Hardware.

Ich kann übrigens auch sehr empfehlen z.B. in Assetto Corsa eine große Bandbreite an Autos auszuprobieren und zu versuchen mit jedem davon auf einer Strecke die man gut kennt gute Rundenzeiten zu setzen.
Da kann man extrem viel zur Fahrzeugbeherrschung lernen, was dann später auch wieder bei der Fahrzeugbeherrschung deiner bevorzugten Fahrzeuge hilft. Ist aber auch eher etwas für den Zeitpunkt, wenn man die Grundlagen schon gut beherrscht. Sonst kann es auch sehr schnell frustrierend werden, da besonders viele der älteren Fahrzeuge schon deutlich schwerer zu fahren sind.
 
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User 33832

Ich kann übrigens auch sehr empfehlen z.B. in Assetto Corsa eine große Bandbreite an Autos auszuprobieren und zu versuchen mit jedem davon auf einer Strecke die man gut kennt gute Rundenzeiten zu setzen.
Da kann man extrem viel zur Fahrzeugbeherrschung lernen, was dann später auch wieder bei der Fahrzeugbeherrschung deiner bevorzugten Fahrzeuge hilft. Ist aber auch eher etwas für den Zeitpunkt, wenn man die Grundlagen schon gut beherrscht. Sonst kann es auch sehr schnell frustrierend werden, da besonders viele der älteren Fahrzeuge schon deutlich schwerer zu fahren sind.
Die Aussage finde ich als Anfänger interessant: Was ich immer wieder lese ist, auf keinen Fall zu oft die Autos wechseln, das wäre kontraproduktiv. Vor allem am Anfang, wenn man noch mehr mit dem Fahren lernen beschäftigt ist.
 
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User 24406

Autos wechseln find ich als Anfänger eher anstrengend. Wenn was Neues rauskommt muss man es natürlich testen:)
Ich fahr normalerweise den BMW M4 GT3. Nun wurde bei iracing der neue AMG veröffentlicht. Mir gefällt er sehr gut, lässt sich einfach fahren - im Blindtest würde ich sagen es IST der BMW:)
Jedoch ist mir nach ein paar Runden aufgefallen, dass der AMG manchmal Zicken macht die ich vom BMW nicht kenne. Somit bleib ich dann lieber bei einem Auto und versuche micht auf mehreren Strecken zu verbessern und dabei das Auto besser kennenzulernen.
 
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User 28831

Meine Meinung dazu:

Ich bin jetzt etwas mehr als ein Jahr in iRacing aktiv und das (hin und her) Wechseln des Fahrzeugs macht meiner Erfahrung nach dann Sinn, wenn der eigene Progress stagniert. Unterschiedliche Fahrzeuge/Rennserien fordern/fördern verschiedene Aspekte des eigenen Könnens und so erkennt man auch plötzlich Defizite, die einem vorher nicht alzu bewusst waren.

Beispielsweise bin ich nach einigen Monaten F3 mal für einige Wochen ausschließlich GT3 (konkret VRS Sprint, also 40min Rennen) gefahren und danach ging auch im Formel-Fahrzeug wieder was voran. Einerseits haben mir die längeren Rennen bzgl. Konzentration geholfen und gerade der GT3 "lehrt" einem viel über Linie und aufrecht erhalten des Momentums.

Aktuell switche ich zwischen F3, LMP2 und dem Radical und auch hier finde ich nicht nur in den zwei für mich neuen Klassen langsam zu Tempo, sondern finde noch ein paar Zehntel im F3 bzw. fühlt sich dessen "Grenzbereich" plötzlich weit größer und beherrschbarer an, was wiederum sicherere aber doch flotte Runden im Rennen ermöglicht.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der meiner Ansicht nach nie erwähnt wird (auch wenns vielleicht blöd klingt) ist "Hirn einschalten". Ich habe bei mir gemerkt, dass ich mich häufig beim Trainieren auf gewisse Dogmen versteift bzw. versucht habe, gewisse Techniken (Apex treffen, Trailbraken, ...) quasi zum Selbstzweck anzuwenden. Wenn man aber mal beginnt zu überlegen, was man auf welchem Teil der Strecke warum macht (und was physikalisch passiert), geht weit mehr voran bzw. kommt man nur so von der bei vielen verbreiteten Methode des "Nachfahrens" (spricht Kopieren der Runde eines anderen) weg.

mfg

Stephan
 
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User 15376

Die Aussage finde ich als Anfänger interessant: Was ich immer wieder lese ist, auf keinen Fall zu oft die Autos wechseln, das wäre kontraproduktiv. Vor allem am Anfang, wenn man noch mehr mit dem Fahren lernen beschäftigt ist.
Ganz am Anfang würde ich das auch nicht machen, deshalb schrieb ich ja auch, dass dafür die Grundlagen schon gelegt sein sollten.
Generell sollte es ohnehin auch Spaß machen. Man hat eigentlich nie etwas davon, wenn man sich mit einem Auto/einer Strecke einfach nur quält.
 
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User 33638

Computer KI auf so hart und aggressiv es nur geht einstellen und dann versuchen dran zu bleiben ;) Als erster starten und sich von 24 anderen überholen lassen, wenn’s sein muss. Rennen auf ne Stunde oder so einstellen und Strecke sowie Auto kennen(lernen).
 
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User 482

Habe vor 9 Monaten nach langer Abstinenz wieder angefangen zu racen und war natürlich schrecklich langsam. Was mir geholfen hat sind Youtube-Videos, in welchen Fehler und Abhilfe erklärt wurden. U.a. wurde ich hier fündig: https://www.youtube.com/channel/UC9gwAVw2ZoPrUc2CdXHMsDw/videos

Natürlich ist es vor allem üben üben üben und nochmals üben.

Am Anfang bin ich bewußt zuerst den Formel Vee gefahren. Man lernt damit einfach sauber und rund zu fahren. Das zweite was ich jetzt wirklich beherzige ist: Slow in, fast out. Soll heißen, lieber etwas zu früh bremsen aber dafür früh (aber eben nicht zu früh) und gleichmässig beschleunigen.

Das ist mir bei dem Video speziell aufgefallen, es fehlt komplett die Rollphase in der Kurve.

Zum Abschluß: was hilft, ist sich etwas mit Physik zu beschäftigen oder zumindest zu verstehen was Bremsen und Gasgeben hinsichtlich Lastverteilung verwirken. Oder was der Kamm'sche Kreis bedeutet https://de.wikipedia.org/wiki/Kammscher_Kreis

P.S. Es ist nie zu spät zum lernen, man muß es nur wollen. Ich war beim meinem Wiedereinstieg 61 Jahre alt.
 
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