Wedge

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User

Wedge ist also laut dem Setup-Guide "Überkreuzgewicht" und es werden die diagonal gegenüber liegenden Räder, bzw. Stossdämpfer vorgespannt, richtig?

Aber welche? Das finde ich bisher nirgendwo.

Wenn ich weniger Wedge wähle (Regler nach links schiebe, bzw. Minus-Wedge einstelle), welche Federn werden dann vorgespannt? Links vorne und rechts hinten?
 
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User 191

Gute Frage, das. Ich bin mir noch nichtmal sicher, ob ich überhaupt begreife, was Wedge eigentlich ist, macht oder wo es herkommt. Mal mein Erklärungsversuch:

Man nehme einen Tisch mit 4 Beinen und säge an einem dieser Beine ein Stück ab. Legt man jetzt auf eine Ecke des Tisches ein Gewicht, dann bewegt sich die gegenüberliegende Ecke. Das Gleiche müsste doch jetzt auch bei einem Stockcar funktionieren. Man kürzt einfach ein "Bein" und dieses Bein würde dann etwas mehr Gewicht aufnehmen, während die diagonal gegenüberliegende Seite entlastet wird.

Ich hab davon auch irgendwo mal ein Bild gesehen: Über der Feder sitzt horizontal so ne Art Teller, und in diesen Teller ist eine Stange eingelassen, die die Aufhängung mit dem Rest des Wagens verbindet. Die Stange ist wohl drehbar und mit jeder Drehung kann man den Druck des "Tellers" auf die Feder erhöhen. Je härter dieser Druck, desto stärker ist die Feder vorgespannt und desto kürzer ist das entsprechende "Bein".

Äh, wie war nochmal die Frage? :D Aja. Hmm, das müssten LF und RR sein. Stimmt.

Aber kann man überhaupt die Vorspannung an allen 4 Rädern einstellen, oder macht man nur die Stangen bei RF und LR länger und kürzer? :gruebel:.

OK, ich geb zu, dass ich von sowas eh keinen Schimmer hab. Vermutlich hab ich gerade eine dolle Beschreibung zur Funktionsweise des "Casters" abgegeben...
 
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User 388

Was mich dazu dann ans grübeln bringt ist wie die das beim echten Nascar während ihres Boxenstops einstellen ...

Die sagen zwar immer das die das machen aber ich hab noch nicht erkannt wo :)

Daniel
 
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User 57

Die haben in der Heckscheibe 'nen Loch, wo die mal eben mit 'ner Kurbel ein paar Umdrehungen mehr oder weniger einstellen können. Kann aber auch sein, daß das die Einstellung für die Trackbar ist.
 
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User 191

Nö, stimmt schon. Wedge kann man an der hinteren Seite direkt durch eine passende Öffnung mit einer Kurbel einstellen. An die Einstellungen für die vordere(n) Feder(n) kommt man allerdings nur, wenn man die Motorhaube abnimmt.

Aber wird beim Pitstop nur die Vorspannung für LR eingestellt, oder geht das auch am RR? Wenn ja, dann müsste man ja richtig "krumme" Setups fahren können.
 
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User 217

Original von Bernard
Die haben in der Heckscheibe 'nen Loch, wo die mal eben mit 'ner Kurbel ein paar Umdrehungen mehr oder weniger einstellen können. Kann aber auch sein, daß das die Einstellung für die Trackbar ist.
In der Heckscheibe sind 2 Löcher, eins für TB, eins für Wedge.
 
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User 35

Original von Stefan Rodert
Wedge ist also laut dem Setup-Guide "Überkreuzgewicht" und es werden die diagonal gegenüber liegenden Räder, bzw. Stossdämpfer vorgespannt, richtig?

Aber welche? Das finde ich bisher nirgendwo.

Wenn ich weniger Wedge wähle (Regler nach links schiebe, bzw. Minus-Wedge einstelle), welche Federn werden dann vorgespannt? Links vorne und rechts hinten?

Mach mal einen export von Deinem Setup. Auf der dadurch erzeugten *.htm Seite, die Du in Deinem Export Verzeichnis finden wirst, kannst Du die Wedge sehr gut erkennen.
 
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User

Also bin ich soweit bestätigt. Danke. Ich experimentiere damit, wollte aber wissen, ob ich das richtig mache.

Falls jemand noch mehr über Wedge weiss, immer her damit. z.B. interessiert es mich, ob ich damit einen gleichmässigeren Reifenverbrauch hinkriege, oder ob ich dadurch die Reifentemperaturen stark beeinflussen kann.

Wie wirkt sich das Wedge auf einen fast leeren Tank aus? Wirkt es schlimmer, oder kann man dem leichter werdenden Heck damit entgegenwirken?

Ach ja: Im Export des Setups sehe ich bei mir nichts, was mir helfen würde.
 
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User

Der Link ist gut, danke. Aber dort steht es nur noch mal in Englisch :"Wedge is the total weight of the RF & LR corners divided by the cars total weight."

Hier im Setup-Guide scheint es übersetzt zu sein: "Wedge ist das Gesamtgewicht von Rechts Vorne + Links Hinten geteilt durch Gesamtgewicht des Autos." Das sagt mir übrigens garnichts.

Beim Fachenglisch sicherlich eine Erleichterung für mich, aber leider ebenfalls nicht verständlich. Wenigstens nicht für mich.
 
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User 57

Naja, ist ja eigentlich egal, solange man die Auswirkungen kennt. Oder willst Du Dir nen echten Boliden aufbauen? ;)
 
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User

Das Ändern des Setups bringt immer irgendetwas Gutes verbunden mit etwas Schlechtem. Ich will verstehen, was ich einstelle, damit ich das Schlechte vielleicht umgehen kann.

Mehr Wedge bringt stabileres Fahren, aber auch höheren Reifenverschleiss, aber nicht für alle Reifen, glaube ich.

Zu wenig Wedge ist wohl ähnlich, oder?

Ich will auch verstehen, was passiert, wenn ich an einer Schraube drehe.
 
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User 57

Also mal abgesehen von den streckentypischen Verschleißerscheinungen, hat man ja grob gesagt erhöhten Verschleiß vorne bei push, und erhöhten Verschleiß hinten bei loose condition. Das zeigt sich primär (wenn man nicht gerade für jede Einstellung 'nen Longrun hinlegen möchte) an den Reifentemperaturen. Je heißer desto mehr Arbeit erledigt ein Reifen. Also kann man beim Setupbasteln immer die Ecke des Wagens entlasten, die zu heiß ist, bzw. die Ecke belasten, die nicht auf Temperatur kommt. Dabei ist zu achten in welcher Phase der Kurve die Belastungen entstehen: Einlenken, Mitte, Ausfahrt.

Rod gibt in seinem Setupguide Anhaltswerte für die Reifentemperaturverteilung an, wie sie im Idealfall sein sollte. Allerdings sind diese auch je nach Fahrstil und gewählter Linie unterschiedlich. Außerdem gibt er für die unterschiedlichen Kurvenphasen an, welche Einstellungen man ändern kann, um einen bestimmten Effekt zu bekommen.

Sinnvollerweise fängt man mit dem Fahrzeugverhalten beim Einlenken an, und arbeitet sich dann durch die Kurve durch, wobei man je nach Fahrverhalten die Einstellungen ändert, die entweder nur die eine Phase betreffen, oder auf das komplette Kurvenverhalten Auswirkungen haben.

Jetzt kommt noch das veränderte Fahrverhalten bei leerem Tank und abgefahrenen Reifen dazu: je leerer der Tank, desto mehr push bekommt man. Also, wieder grob gesagt, möchte man am Anfang eher loose fahren, um gegen Ende des Runs ein neutraleres Fahrverhalten zu bekommen. Jetzt hat man nur noch das Problem auf kalten Reifen dann leicht abzufliegen. Da hilft dann vorsichtiges Fahren in den ersten Runden. Zudem wird das zu Anfang eingestellte Fahrverhalten schlimmer, je mehr die Reifen verschleißen, wenn man es mit den Einstellungen übertreibt. Also kann ein übersteuerndes Auto trotz leerem Tank gegen Ende noch mehr übersteuern, weil man im Run seine Hinterräder zu sehr beansprucht hat. Da gilt es dann den richtigen Punkt zu treffen.

All diese Überlegungen sind natürlich hinfällig, wenn man davon ausgeht, daß man mehr als 60% des Rennens unter Gelb rumgurkt. Dann baut man sich am besten gleich ein Sprintsetup zusammen ;).

Bernard
 
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User

Dieses Verlassen auf die Aussage eines "Rod" ist eben die eine Seite. Er kann ja ein Profi sein, aber ich möchte gerne verstehen, was ich mache.

Ein Beispiel: In Phönix hatte ich Montags im Training ein Setup, welches für mich schnell, aber auch kontrollierbar locker war. Locker sowohl mit vollem, wie auch mit leerem Tank, ob mit frischen Reifen, wie auch mit verbrauchten Reifen. Eigentlich ein sehr gutes Setup, doch beim Shoot-Out-Rennen zeigte sich ein Problem, ich konnte nicht gut genug reagieren, wenn ein unverhofftes Problem vor mir war. Daraufhin war ich für Dienstag gezwungen mein Setup zu versteifen. Damit war ich für unverhoffte Situationen besser gewappnet. Allerdings veränderte sich das Setup im Laufe des Rennens, vor allem mit leerem Tank, zum Schlechten. Es wurde zickig, plötzliches Heckausbrechen, Schieben über die Vorderräder, usw.

Da ich das 1. Setup gleichmässiger fand, will ich jetzt wissen, was welche Einstellung genau bewirkt. Nur dann kann ich die richtigen Einstellungen ändern.
 
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User 57

Klingt mehr nach: ich hab reagiert, aber das Auto fuhr einfach geradeaus weiter ;).
 
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User

Danke auch für den Link, Arndt. Leider geht man dort auch nicht auf die Details ein. Nur Problemlösung ohne Begründungen und Erklärungen. Aber Danke trotzdem.

Ja, Andy, alleine auf der Strecke kann man wunderbar mit dosierter Bremse sich in die Kurve hineinlegen. Wenn dann ein Fahrer vor mir z. B. etwas langsamer war, musste ich mehr bremsen (bzw. vom Gas gehen) und schon ändert sich die Gewichtsverteilung zu plötzlich, hinten bricht der Wagen weg und dann war es "böse" für beide. Nur die Bremsbalance nach vorne zu schieben brachte nicht die Lösung.
 
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User 25

ich steige bei sowas imma dosiert auf Gas und Bremse, das hält das Auto immer gerade.
 
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User

Diesen Tip werde ich am Montag mal ausprobieren. Dann könnte ich mein ursprüngliches Setup nutzen. Das wäre eine gute Lösung.

Aber trotzdem ist es gut zu wissen, was man mit den Setup-Einstellungen bewirkt. Jetzt passt mir das Ganze schon gut in den Plan.

Ich glaube, dass man nicht nur während dem Rennen nur hinten rechts die Federvorspannung verändern kann.

Dieses Bild fand ich im Internet:
 

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