Verkehrsregeln - Erstbesprechung

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User 19329

Was ist das denn für ne kranke Straße? Sechsspurig und dann links abbiegen?
 
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User 15376

Mit Sinn und Verstand haben sie es nicht so in den USA. ;)

Gibt ja auch genügend Bundesstaaten, in denen rechts abbiegen bei rot erlaubt ist (ist dann wie an einem Stoppschild, d.h. anhalten ist Pflicht), obwohl es Studien dazu gibt, dass es zu signifikant mehr Verkehrstoten führt.

(Darf man aber nicht mit dem grünen Pfeil für Radfahrer gleichsetzen, da ist das Risiko wesentlich geringer.)
 
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User 656

Mit Sinn und Verstand haben sie es nicht so in den USA. ;)

Gibt ja auch genügend Bundesstaaten, in denen rechts abbiegen bei rot erlaubt ist (ist dann wie an einem Stoppschild, d.h. anhalten ist Pflicht), obwohl es Studien dazu gibt, dass es zu signifikant mehr Verkehrstoten führt.

(Darf man aber nicht mit dem grünen Pfeil für Radfahrer gleichsetzen, da ist das Risiko wesentlich geringer.)
Nein, man sollte es eher mit dem grünen Pfeil für Autos in DE gleichsetzen ;)
 
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User 15376

Klar, das ist natürlich die Entsprechung. Ist in Deutschland aber schon recht selten.

Ich hab das hauptsächlich erwähnt, da die grünen Pfeile spezifisch für Radfahrer halt an immer mehr Kreuzungen kommen (mir persönlich fallen spontan 3 Kreuzungen ein die in den letzten 2 Jahren damit ausgestattet wurden, und da rede ich nur von meinem Stadtviertel).
Ist aber eben nicht vergleichbar, da bei Autos Radfahrer und Fußgänger die hauptsächlich gefährdenden sind.
Bei Radfahrern eben entsprechend Fußgänger. Solche Unfälle gehen aber typischerweise glimpflich aus, bei Autos (und vor allem LKWs) ist das leider häufig nicht der Fall.
 
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User 656

Mich störte mehr die Formulierung
Mit Sinn und Verstand haben sie es nicht so in den USA. ;)

Gibt ja auch genügend Bundesstaaten, in denen rechts abbiegen bei rot erlaubt ist

in Verbindung mit dem gleichzusetzen mit grünem Pfeil für Radfahrer. Vielleicht nur sprachliche Korinthenkackerei, aber sinnhaft ist es halt eine schon Tatsachen verzerrende Aussage.
Wenn ich mir Dashcam Videos aus den USA anschaue, kommen da Zwischenfälle an ebensolchen Kreuzungen gern vor. Aber:
1. In den Kommentaren gibt es häufiger Stimmen, die das Fahrschulsystem in den USA kritisieren. Das ist nämlich gegen DE ein Witz.
2. Führt es auch extrem oft zu Verwirrung, wenn da ein winziges Schild an der Ampel hängt: "No right turn at red light!" - quasi der durchgestrichene grüne Pfeil. Scheint aber eher die Ausnahme der Regel zu sein und dann knallt es halt mit höherer Wahrscheinlichkeit.

Quintessenz: Der grüne Pfeil und das Turn Right at Red Light für Autos ist prinzipiell ein gutes System. Aber wenn man es falsch anwendet (z.B. nicht stoppt und guckt) ist es halt scheiße ;)

PS: First Come- First Go an gleichrangigen Kreuzungen mit 4 Stopschildern im Vergleich zu rechts vor links... Ich wäre als Europäer glaub ich maximal verwirrt. Wobei da ein STOP-Schild steht und das wohl eher zum Anhalten anregt, als KEIN Schild bei RvL :D
 
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User 2823

Was würde Pater Nüsschen sagen..?
hmm wahrscheinlich so etwas wie:

"Mein Sohn, ich habe in der Prophezeiung der alten Schrift gelesen und dort steht geschrieben: Jenem der von rechts gefahren kommt, ist Vorrang zu gewähren, wer hingegen von links einfährt ist wartepflichtig. Und die heidnischen Banausen, welche sich nicht daran halten, sollen für ewig in der Hölle schmoren"

:D
 
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User 15376

Quintessenz: Der grüne Pfeil und das Turn Right at Red Light für Autos ist prinzipiell ein gutes System. Aber wenn man es falsch anwendet (z.B. nicht stoppt und guckt) ist es halt scheiße ;)
Man muss halt leider im Straßenverkehr immer davon ausgehen, dass die Leute es falsch anwenden.
Und wenn ich mich so umschaue, dann ist diese Annahme auch absolut berechtigt.
Selbst wenn es Regeln gibt werden sie ja ignoriert.
Wurde gestern erst fast wieder über den Haufen gefahren, weil (ich auf dem MTB) mich einer überholt hat wo einfach kein Platz war und dabei fast mit dem rechten Außenspiegel meinen Lenker touchiert hat. Da waren evtl. noch 5-10cm Platz.
Nur um dann 40 m später in seine Einfahrt abzubiegen. Was für eine schwachsinnige Heraufbeschwörung von Gefahr …:rolleyes2:
PS: First Come- First Go an gleichrangigen Kreuzungen mit 4 Stopschildern im Vergleich zu rechts vor links... Ich wäre als Europäer glaub ich maximal verwirrt. Wobei da ein STOP-Schild steht und das wohl eher zum Anhalten anregt, als KEIN Schild bei RvL :D
Leider ist unser "Rechts vor Links" auch nicht arg viel besser.
Übrigens gibt es in NZ trotz Linksverkehr auch "Rechts vor Links". Ich hab damals aber in 6 Wochen Autofahrt durch NZ keine einzige Kreuzung gesehen an der kein Vorfahrt achten Schild in einer Richtung war. Evtl. haben die sich ja auch was dabei gedacht. ;)
(Und nein, ich glaube nicht, dass es ein Komplott der Schilderindustrie war. :D)

Aber lass uns evtl. mal zum eigentlichen Thema zurückkommen und da ging es ja um E-Autos. ;)
 
U

User 19329

Übrigens gibt es in NZ trotz Linksverkehr auch "Rechts vor Links".
Ist natürlich ein bisschen behämmert. Das schöne ist ja, dass man beim RvL rechts abbiegen kann, ohne sich große Sorgen um die Vorfahrt zu machen.
Aufpassen muss man natürlich trotzdem, bei uns im Dorf gibts so 2, 3 Ecken, da siehst du den von rechts kommenden erst im letzten Augenblick, manche Leute (die da wohnen!) ziehen trotzdem ohne bremsen stumpf raus, absoluter Wahnsinn. Im Recht sein != Recht haben.
 
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User 656

hmm wahrscheinlich so etwas wie:

"Mein Sohn, ich habe in der Prophezeiung der alten Schrift gelesen und dort steht geschrieben: Jenem der von rechts gefahren kommt, ist Vorrang zu gewähren, wer hingegen von links einfährt ist wartepflichtig. Und die heidnischen Banausen, welche sich nicht daran halten, sollen für ewig in der Hölle schmoren"

:D
Ich weiß, wir sind OT, aber: Zeit für ein Comeback, find ich :D
 
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User 15376

Ist natürlich ein bisschen behämmert. Das schöne ist ja, dass man beim RvL rechts abbiegen kann, ohne sich große Sorgen um die Vorfahrt zu machen.
Aufpassen muss man natürlich trotzdem, bei uns im Dorf gibts so 2, 3 Ecken, da siehst du den von rechts kommenden erst im letzten Augenblick, manche Leute (die da wohnen!) ziehen trotzdem ohne bremsen stumpf raus, absoluter Wahnsinn. Im Recht sein != Recht haben.
Das wesentliche Problem ist eigentlich eher, dass es in vielen Fällen nicht klar ist, ob an einer Stelle Rechts vor Links gilt oder nicht, z.B. weil nicht klar ist, ob die Seitenstraße eine gleichberechtigte Straße ist oder nicht.
Da kenne ich so einige Leute die das falsch interpretieren und das führt dann immer wieder zu Missverständnissen.
 
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User 19329

Das wesentliche Problem ist eigentlich eher, dass es in vielen Fällen nicht klar ist, ob an einer Stelle Rechts vor Links gilt oder nicht, z.B. weil nicht klar ist, ob die Seitenstraße eine gleichberechtigte Straße ist oder nicht.
Da kenne ich so einige Leute die das falsch interpretieren und das führt dann immer wieder zu Missverständnissen.
Ist bei uns aber der Fall. Früher war da 50, jetzt ist fast das ganze Dorf 30. Die angesprochenen Straßen sind aber relativ zugebaut und die Zufahrt ist nicht rechtwinklig sondern ein bisschen schräg, was das reinschauen nochmal massiv erschwert.

Die Leute haben da Vorfahrt, es ist nur völlig dumm, darauf zu pochen, weil das voraussetzt, dass der Vorfahrtgebende sich mich Schrittgeschwindigkeit auf die Kreuzung vortastet, auf einer Straße, die mal für 50km/h ausgelegt war.
 
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User 10763

USA da schießt man sich auch den Weg frei
Man muss halt leider im Straßenverkehr immer davon ausgehen, dass die Leute es falsch anwenden.
Und wenn ich mich so umschaue, dann ist diese Annahme auch absolut berechtigt.
Selbst wenn es Regeln gibt werden sie ja ignoriert.
Wurde gestern erst fast wieder über den Haufen gefahren, weil (ich auf dem MTB) mich einer überholt hat wo einfach kein Platz war und dabei fast mit dem rechten Außenspiegel meinen Lenker touchiert hat. Da waren evtl. noch 5-10cm Platz.
Nur um dann 40 m später in seine Einfahrt abzubiegen. Was für eine schwachsinnige Heraufbeschwörung von Gefahr …:rolleyes2:

Und deshalb bin ich dafür dass der größte Risikofaktor im Straßenverkehr, der Mensch, hoffentlich bald der Vergangenheit angehört. Oder zumindest die Leute erstmal die auffallen und andere in Gefahr bringen.
 
U

User 2602

Das wesentliche Problem ist eigentlich eher, dass es in vielen Fällen nicht klar ist, ob an einer Stelle Rechts vor Links gilt oder nicht, z.B. weil nicht klar ist, ob die Seitenstraße eine gleichberechtigte Straße ist oder nicht.
Da kenne ich so einige Leute die das falsch interpretieren und das führt dann immer wieder zu Missverständnissen.
Also ich hatte in der Fahrschule gelernt (muss zur Zeit der Dinosaurier gewesen sein), das diese Sachen klar geregelt sind.
Entweder wird durch Schilder angezeigt wer vorfahrt- und wer warteberechtigt ist, oder durch bauliche Maßnahmen, (abgesenkter Bordstein) und sollte nichts davon vorhanden sein, dann gilt Rechts vor Links.

Greetz
Karsten
 
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User 19329

Also ich hatte in der Fahrschule gelernt (muss zur Zeit der Dinosaurier gewesen sein), das diese Sachen klar geregelt sind.
Entweder wird durch Schilder angezeigt wer vorfahrt- und wer warteberechtigt ist, oder durch bauliche Maßnahmen, (abgesenkter Bordstein) und sollte nichts davon vorhanden sein, dann gilt Rechts vor Links.

Greetz
Karsten
Beispiel aus unserem Dorf: Eine Zufahrtsstraße hat einen abgesenkten Bordstein. Davor wurde aber vor ein paar Jahren ein Pflasterstreifen zur Fahrbahnverengung angelegt.
Man hat also prinzipiell noch einen abgesenkten Bordstein und somit Nachfahrt, als Ortsunkundiger sieht man das aber nicht dass man Vorfahrt hat, weil die Bordsteinkante von Hecken verdeckt ist. In dem speziellen Falle besteht natürlich keine Unfallgefahr dadurch, nur Missverständnisse.
 
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User 15376

Also ich hatte in der Fahrschule gelernt (muss zur Zeit der Dinosaurier gewesen sein), das diese Sachen klar geregelt sind.
Entweder wird durch Schilder angezeigt wer vorfahrt- und wer warteberechtigt ist, oder durch bauliche Maßnahmen, (abgesenkter Bordstein) und sollte nichts davon vorhanden sein, dann gilt Rechts vor Links.

Greetz
Karsten
Ja, so lernt man das. Aber erstens könnte ich darauf wetten, dass 2/3 der Fahrer das nicht mehr wissen (darauf lässt jedenfalls das Verhalten hindeuten) und zweitens kenne ich genügend Stellen in denen die dritte oder vierte Zufahrt eine Kreuzung so zweideutig gebaut ist, dass man es eben als absenkten Bordstein interpretieren kann, oder halt auch nicht.
Die eine Stelle wurde inzwischen zum Glück entschärft, ist jetzt eine sogenannte Fahrradstraße mit beschilderter Vorfahrt.
So ist für jeden klar, was Sache ist.

Genau das wollte ich auch mit meinem NZ Beispiel andeuten. Klar, es erscheint irgendwo unnötig an jeder Kreuzung Schilder aufzustellen. Letztendlich ist das aber leider die einzige wirklich eindeutige Variante die jeder versteht, selbst diejenigen die die halbe Theorie schon vergessen haben.

Noch besser wäre natürlich eine verpflichtende Wiederholung der theoretischen Fahrprüfung (und des Sehtests!) alle 5 oder 10 Jahre.
Wenn ich mir anschaue wie häufig ich Sicherheitsunterweisungen im wissenschaftlichen und/oder technischen Betrieb wiederholen muss (Hint: jährlich, selbst für sowas ungefährliches wie ein Mikroskop) ist es sowieso ein Witz, dass man nach einmal bestandener Prüfung diese Kisten ein Leben lang ohne regelmäßige Prüfung bewegen darf.
Aber wenn man die Debatte in Deutschland nur andeutet, dass gibt es ja nur einen großen Aufschrei …

Im Endeffekt bin ich daher bei Andy. Früher oder später muss der Faktor Mensch im Verkehr reduziert werden, dann passieren weniger Fehler.
Daher ist auch gut, dass das jetzt mit den E-Autos (um mal wieder den Bogen zurück zum Thema zu nehmen :D) verstärkt untersucht wird.
Aktuell sind selbstfahrende Autos natürlich noch klar im Versuchsstadium und es passieren immer wieder Fehler, aber es ist eben die Zukunft und je früher wir das auf ein exzellentes Niveau bringen, desto besser, letztendlich für alle.
 
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