Umstieg auf Linux

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User 163

Sicher gab es so einen Fred schonmal. Aber da meine Suche nicht das brachte was ich finden wollte und sich ja auch ständig neue Entwicklu8ngen ergeben, frag ich nochmal neu:

Ich habe einen älteren Laptop auf dem ich gerne mal Linux installieren möchte um das ganze mal kennenzulernen.
Auf meinem Haupt-PC könnte das dann später mal Einzug halten, wenn ich gut damit zurecht komme und ich keine Nachteile sehe.

Für meine Rennsimulation (rFactor) baue ich mir einen separaten Rechner, da man hier Win XP benötigt. Ansonsten spiele ich nix. Wenn das natürlich auch unter Linux zum Laufen zu bringen wäre, wär das natürlich super.

Ansonsten verwende ich bereits seit einem Jahr Open Office für Windows als Ersatz für Microsoft Office (kann ich sehr empfehlen)
Für die Bildbearbeitung wollte ich eh grad zu GIMP umsteigen, wovon es ja auch eine Linux-Version gibt. Mein Webseiten Editor (ich verwende NVU) läuft auch unter Linux.

Ansonsten sind meine Anforderungen recht gering...die normalen Sachen halt....Email und Internet...WLAN etc.
Die browsergesteuerten Sachen wie Youtube etc. sollten ja mit einem Linuxbrowser ganz normal laufen. Auch die Pflege meiner geschäftlichen Webseite die über ein CMS läuft sollte ja mit einem Linuxbrowser ganz normal funktionieren.

Nun meine Frage: Da es ja verschiedene Distributionen und Bedieneroberflächen gibt, weiß ich nicht wie die sich im wesentlichen unterscheiden und was ich da nehmen sollte. Grafische, deutsche Bedieneroberfläche wäre mir schon wichtig.


Auf was sollte ich achten? Was verwendet ihr? Was könnt Ihr empfehlen?
 
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User 3116

Es gibt da mehrere Linux-Distributionen die du verwenden könntest und die sich wohl auch nicht sehr viel nehmen. Wobei diese sich meist hauptsächlich im "Backend" unterscheiden und es für die verschiedenen Versionen die gleichen grafischen Benutzeroberflächen gibt. Die bekanntesten sind wohl KDE, gnome und Xfce (Ressourcensparend), welche nun die "beste" ist, ist wohl Geschmackssache. Ich tendiere zu KDE.

Als Desktop-Distribution in Frage kommen würden sicherlich Fedora, openSuse oder ubuntu, wobei ich dir ubuntu empfehlen würde, da es sehr viele Gerätetreiber mitbringt und so die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es auch sauber auf deinem Laptop läuft. ubuntu hat auch einen guten Paketmanager der die (De)Installation von Software wesentlich komfortabler macht und sich diese ggf. selbst aus dem Inet herunter lädt und dann installiert. Bei opensuse und Fedora bin ich mir da nicht so sicher, ob deren Paketmanager das auch kann, aber das wird sicherlich der Eine oder andere hier im Forum besser wissen.

Ich würde dir eine ubuntu Live-CD empfehlen, mit der kannst du das Laptop einfach mal booten und es ausprobieren ohne es gleich installieren zu müssen. Gefällt es dir gut und du willst es behalten, dann gibt es da auf dem Desktop eine Verknüpfung mit der du die Installation auf die Festplatte durchführen kannst, während du nebenbei was anderes machst. Ziemlich komfortabel eigentlich.

ubuntuusers.de
Downloads ? Wiki ? ubuntuusers.de
Bei den Downloads dann entweder die ubuntu 8.10 (mit gnome) oder kubuntu 8.10 (mit kde) DVD herunterladen, du kannst gnome oder kde zum ausprobieren auch noch nachträglich installieren und parallel drauf haben. Bem Einloggen kannst du dann entscheiden welche Oberfläche du haben möchtest. Die DVD ist gleichzeitig eine Live-DVD mit der du das System starten kannst ohne es installieren zu müssen.

rFactor wirst du wahrscheinlich nicht zufriedenstellend auf Linux zum laufen kriegen. Mit Cedega oder WineX könntest du das ausprobieren, unmöglich ist es sicherlich nicht, aber da ist sicherlich rumgefrickel angesagt bis es läuft und die Frage ist dann wie es läuft. Cedega unterstützt viele Windows Spiele ist allerdings kostenpflichtig und die Unterstützung von rFactor ist nicht zertifiziert.
 
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User 3205

Linux auf nem Laptop ist immer so´ne Sache...

Aber Dir sei mal zu Mandriva oder am besten Suse geraten...Wenn Du Dich für (K)Ubuntu entscheidest udn später was anderes haben willst, hast Du dann imemr die Probleme, dass die Bash-Befhele komplett anders sind.

Ausserdem kann man anstatt Ubutunu auch gleich WinXP nehmen. In der Linux Welt wird das nicht gern von den Liebhabern gehört, aber Ubuntu ist sowas wie das Windows unter den Distributionen (War es zumindest in der Edgy Version mal..Ob das heute auch ncoh so schlim mist,w eiss ich nicht, aber denke, da wird sich ncith allzuviel verändert haben.)
Achja: Mit Yast als System/Paket Manager unter SuSe ist man bestens gerüstet. Unter (K)ubuntu ist das ganze ein wenig anders, und so wie ich es kenne, auch ein wenig komplizierter...

Fazit: OpenSuSe verwende ich seit Version 8.2 und war immer damit zufrieden. Rock Solid halt :)

Mandriva hat nie meine Soundkarte (10€ Billig-Teil erkannt, lief sonst aber auch Rock-Solid)

Aber wie es damit auf nem Laptop aussieht...kA
 
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User 3205

Nein, von den Scheunentoren her...in einer Linux Zeitschrift (Linux intern?) War mal ein Test...ist aber bestimmt schon 1,5 Jahre her...Haben das halt auf Herz und Nieren geprüft und da kam raus, das es halt fast das selbe wie Windows nur im anderen "Mantel" ist...

Wenn ich die Zeitschrift finde kann ich den Bericht ja mal einscannen...bei Interesse...

Aber wie gesagt, beruht alles auf einer alten Version !! Wie es heute ist weiss ih nicht...!!

EDIT: Also leider finde ich die Zeitschrift jetzt nicht mehr..müsste da erst länger suchen...
 
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User 3605

Am besten einfach mal ein paar Distributionen runterladen und ausprobieren was am besten gefällt. Für den Einstieg ist Ubuntu sicherlich gut geeignet, da in der Handhabung nicht so kompliziert.
Ich habe hier ebenfalls einen XP-Rechner für mein ganzes Simzeugs und einen Laptop zum arbeiten, surfen usw.
Ich benutze hier Fedora, in drei Tagen kommt die neue Version raus, von daher wäre es ein günstiger Zeitpunkt einzusteigen ;)
Davor hatte ich Ubuntu drauf, allerdings immer mit einigen Problemen (der Laptop hing sich z.B. mind. einmal pro Woche auf). Mit Fedora läuft hier alles rund, und was mir auch sehr gefällt ist, dass neue Programmversionen sehr schnell in den Paketen auftauchen. Bei Ubuntu läuft man da immer hinterher.
 
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User 3116

:lol: Ricardo... Ja genau, ich empfehle jemanden der als Einsteiger auf Linux umrüsten will gleich Slackware oder gentoo, so dass er tagelang sein ganz persönliches 1337 System kompilieren kann. :daumen: Das macht echt Sinn! Also ob (open)Suse bei deinen sog. "Liebhabern" beliebter wäre, sowas blödsinniges hab ich ja schon lange nicht mehr gehört. :lol:

Schön davon mal gehört, dass ubuntu auf debian basiert und es eines der beliebtesten freien Linux Distributionen ist? Sorry Ricardo, aber kann ich dir so nicht zustimmen, auch wenn ich mich schon länger nicht mehr mit dem Thema Linux beschäftige und mein Wissen etwas angestaubt ist. :wall: Kenne jetzt keine Untersuchungen zum Thema Sicherheit/Scheunentor bei ubuntu, aber da kannst du mir sicherlich weiterhelfen oder wie hast du dir deine Meinung darüber gebildet?

Bei den Paketmanagern von (open)Suse und Fedora/Red Hat störte mich immer, dass man RPMs selbst suchen und herunterladen musste. Das finde ich bei debian und ubuntu eleganter gelöst, einfach die gewünschte Software in die Suchabfrage eingeben und dann automatisch herunterladen und installieren lassen. Bei nicht so geläufigen Programmen muss man dann halt mal zur Not ein Repository hinzufügen, aber dann flutscht es wieder. Das die Aktualität der Pakete unter ubuntu zu wünschen übrig lässt, kann ich jetzt ehrlich gesagt nicht beurteilen, hatte auch in der Hinsicht da nie Probleme gehabt.

Der Fragebogen ist gut. ^^
 
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User 3205

Wie gesagt, wenn ich den Artikel in der Zeitschrift wiederfinde, scanne ich den ein und stelle ihn hierrein...

Ich würde auch so nie jemanden Ubuntu empfehlen...mir soll´s egal sein, aber da kann er gleich bei Windows bleiben...
 
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User 3116

Geht es bei dir darum bloß nicht das zu nutzen was viele Leute nutzen und somit einer der wenigen Tollen zu sein oder geht es darum ein gutes System zu nutzen? Bei vielen Linuxusern habe ich das Gefühl das erstgenannte trifft zu. ^^
An dem Artikel wäre ich interessiert, wobei ich deine Argumentation nicht ganz nachvollziehen kann. Schließlich gehst du direkt ans Netz ohne einen NAT/Router dazwischen zu haben und DAS nenne ich ein mal Scheunentor. ;) :wall:
Edit: Sorry, das mit dem "viele Leute nutzen" war wohl etwas daneben, da habe ich nicht nachgedacht und nur an Mandriva gedacht, du hattest dich ja für openSuse ausgesprochen, was eine sehr große Nutzerzahl haben sollte.

Nichts desto trotz bist du einer der Wenigen die ich kenne die noch ohne Router surfen, um nochmal auf den Punkt Sicherheit zurück zu kommen. :D
 
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User 1245

Also Leutz....endlich mal wieder ein Thread um seine Systeme zu verteidigen.

Wegen des Laptops...erstens schreibt er ist ein älterer, d.h. für die grundlegenden Geräte sind
dann die Treiber eher zu finden. Was häufig Probleme bereitet (hat) sind die verschiedenen StromsparModi.

Am einfachsten wie schon erwähnt: Live CD's.
Eine bessere Möglichkeit zum Testen gibts doch gar nicht.

Ich persönlich tendiere eher zu Debian-basierenden Systemen oder RH usw.
Wer behauptet, daß der Paketmanager unter Ubuntu schlechter wäre, als YAST,
hat nicht wirklich beide intensiv benutzt. Yast war vor einigen Jahren
innovativer Vorreiter der GUI-basierenden Installation. Aber einfacher wir apt (bzw. aptitude) bei
Debian (und eben auch Ubuntu) gehts nicht mehr...wirklich.

Also Live-CD rein und eigene Meinung bilden.

gruß
jörg
 
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User 734

Jög, zu GIMP, das ist z.B in Ubuntu enthalten.
Um auf einem alten Laptop zu installieren braucht dieser auch Ressourcen. Ich musste feststellen, dass 256MB RAM bei meinem 1.5 Centrino zu wenig sind (Ubuntu 8.04).
Mit XP läuft der im Vergleich flott, leider. Dein Laptop sollte daher 512MB haben / bekommen.
Der Vorteil ist aber im rundumsorglopaket bei Linux ggü. MS. 30 Minuten und alles ist drauf und läuft.
 
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User 1245

Jög, zu GIMP, das ist z.B in Ubuntu enthalten.
??hab ich da was zu gesagt?
Und selbst wenn nicht --> kann man ja einfach nachinstallieren.

Um auf einem alten Laptop zu installieren braucht dieser auch Ressourcen. Ich musste feststellen, dass 256MB RAM bei meinem 1.5 Centrino zu wenig sind (Ubuntu 8.04).
Mit XP läuft der im Vergleich flott, leider. Dein Laptop sollte daher 512MB haben / bekommen.
Der Vorteil ist aber im rundumsorglopaket bei Linux ggü. MS. 30 Minuten und alles ist drauf und läuft.
Auch (und gerade) Win XP ist mit 256MB eine flügellahme Ente.
Im übrigen ist es wahr, daß Speicher wichtiger ist, wie fast alles andre. Je nach alter des Geräts ist das eh im Moment recht günstig
(wenns nicht uralte Dimms sind).
Gnome ist im übrigen etwas flotter.
 
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User 734

Ich meinte Jörg Unkelbach, sry für das Missverständnis :)
Und die heutigen Oberflächeb brauchen wohl alle etwas Dampf, sodass man nicht mehr direkt sagen kann das Linux auf einem "alten" Rechner flott läuft.
 
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User 3116

Man kann doch auch die grafischen Features runterdrehen und an die Rechnerleistung anpassen oder als Alternative auch Xfce nutzen, das ist wirklich minimalistisch. Man muss sich ja nicht beryl klickibunti installieren. ^^
 
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User 734

Genau diese Aussage, das XFCE sehr anspruchslos sein soll scheint nicht mehr zu stimmen. Bei Ubuntu steht da einiges zu.
 
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User 163

Das klingt bis hierhin schonmal alles recht aufschlussreich - danke! Auch wenn fast jeder eine andere Meinung hat. :) Aber das zeigt mir dann eher, daß wohl auch hier viele Wege nach Rom führen.

Die Köppe einschlagen muss man sich beim Diskutieren ja nicht unbedingt. ;)

Ich bin kein völliger PC-Noob, aber ich habe auch nicht die Zeit + Energie, tagelang an meinem System zu frickeln. Ich bin auf Linux gekommen, weil man mir mal sagte, daß das bei alten Rechnern eine gute Alternative wäre. Ich bin kein Microsoft-Hasser. Nur neuem gegenüber aufgeschlossen. Wenn Linux natürlich ähnlich viele Hardware-Ressourcen benötigt, isses sicher anders wie ich dachte. Aber mal sehen.

Zu Openoffice bin ich eigentlich gekommen, weil mir MS-Office zu teuer war und ich es nicht illegal irgendwo runterladen wollte.

Bei Gimp so ähnlich...bin Hobby-Fotograf. Aber die aktuellen Photoshop-Versionen kann ja keiner bezahlen. Komischerweise sind die kostenlosen Versionen nicht wirklich schlechter als das richtig teure Zeugs.

Daher kam mir der Gedanke, daß es ja beim Betriebssystem so ähnlich laufen könnte - auch wenn dieses Thema sicher ein wenig komplexer ist.

Ich hab mir heute mal von meinem Zeitungs-Dealer ein Linux-Magazin mitgebracht, welches verschiedene Test-CDs enthält.

Werde also entsprechend Euren Tipps mal verschiedene Live-CDs ausprobieren.
 
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User 2177

Ubuntu drauf und gut is..
Groesste Entwickler Community, bester Support und am meissten verbreitet.

Frickeln kannste nachher immer noch, wenn Du damit warmgeworden bist und dann geht fuer mich kein Weg an Gentoo vorbei.
 
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User 734

Ubuntu drauf und gut is..
Groesste Entwickler Community, bester Support und am meissten verbreitet.
Frickeln kannste nachher immer noch, wenn Du damit warmgeworden ....


Kann ich dir empfehlen Jörg.
Da ist OOo und GIMP drin.
Das mit den LiveCDs ist mühseslig und es klappt auch nicht immer.
Ich bin vor 2 Monaten am Laptop auf Linux umgestiegen und kann davon ein Lied singen. :rolleyes:

Hier nochmal der Link zum Schnellratgeber zur richtigen Distribution:
zegenie Studios Linux Distribution Chooser
 
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