Simucube 2 Pro vs. Fanatec DD1 - mein persönliches Fazit

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User 30598

Servus zusammen,

nach 2 Jahren Fanatec DD1 PS4 Wheelbase bin ich vor einer Woche auf die Simucube 2 Pro umgestiegen und möchte Euch gerne meinen direkten Vergleich mitgeben, so lange die Eindrücke noch frisch sind.
Vielleicht hilft es jemandem bei der Entscheidungsfindung.

Disclaimer:
Alles, was hier nachfolgend steht, sind meine persönlichen und vor allem subjektiven Eindrücke.
Es geht hier weder darum, Simucube zu hypen oder Fanatec schlecht zu reden (oder anders herum). Ich hatte meine Gründe für den Umstieg (siehe unten...) und habe nicht mal eben 1.500,- € zum Spaß ausgegeben, um hier das eine oder andere System mies machen zu können. Daher könnt Ihr Euch das Fanatec- und/oder Simucube-Fanboy-Gehabe auch sparen...
Und entschuldigt bitte ggf. die erhöhte Anzahl Anglizismen, ich kann es leider nicht besser.

Mein System (der Wheelbase-relevante Teil) als Referenz:
- Rig Simlab P1-X
- Pedale Racewerk S1
- Lenkrad Cube Controls GT ZERO / Cube Controls GT PRO / The French Simracer GTR3-R - alle per SRM Fanatec Wheel Emulator angebunden
- Sim iRacing - ausschließlich GT-Fahrzeuge - im Durchschnitt 15 Stunden/Woche

Gründe für den Umstieg:
Meine persönlichen Gründe für den Umstieg sind schnell aufgezählt:
- Pedal-Anbindung --> kein Fanatec-Problem
- Treiber bzw. Firmware --> Fanatec-Problem
Im Detail:
Die Racewerk-Pedale sind wirklich toll, "leiden" aber aus meiner Sicht ein bisschen unter dem optionalen USB-Controller und der zugehörigen, recht simplen Software.
Da gibt es auf der einen Seite die hoch-präzisen Sensoren in Automotive-Qualität, die mit 16 bit/1000 Hz auflösen und dann hängt am USB-Kabel ein Controller, der nur 12 bit kann und gefühlt eine ordentliche Latenz mitbringt. Dazu dann eine Treiber-Software, in der die Einstellung von min/max-Werten per ungerastertem Schieberegler zur Glücksache wird. Zugegeben, kein Fanatec-Thema an sich, jedoch lassen sich die Pedale auch direkt an eine SC-Wheelbase anschließen, dann entsprechend mit 16 bit, ultra low latency und einer Justage/Kalibrierung per +/- Taste bzw. Direkteingabe von Werten.
12 zu 16 bit macht vieleicht oberflächlich betrachtet keinen großen Unterschied. Speziell auf dem Gaspedal hatte ich aber im Vergleich zu meinen vorherigen HE Ultimate Plus immer das Gefühl, ein ordentliches Paket Präzision gegen Latenz getauscht zu haben.

Die Firmware der DD1 ist da schon eine andere Hausnummer. An dieser Stelle möchte ich jetzt bewusst nicht auf das Thema Jolts und nicht-Nutzbarkeit des integrierten Displays eingehen. Ich hatte schon länger keine Jolts mehr und habe das Display auch nie genutzt, da es von Anfang an vom meinem Dashboard verdeckt war.
Den finalen Ausschlag hat tatsächlich die neue Treiber-Version 439 bzw. 440 gegeben.
Bis dato war das Force Feedback für mich eigentlich zufriedenstellend, vorausgesetzt die Motor-Kalibrierung wurde gelöscht.
Mit diesen neuen Treibern sollte das Löschen entfallen können und die Kalibrierung wie gewünscht funktionieren. Leider hat diese Änderung für mich zu einem teigigen Gefühl in der Mittellage geführt, egal ob mit oder ohne Kalibrierung und natürlcih im direkten Vergleich zum Vorgänger. Irgendwie ist das Gefühl für das Auto verloren gegangen, ohne dass ich das an einem bestimmten Gefühl festmachen könnte. Die letzten iRacing-Updates hatten da aber bestimmt auch ihren Anteil dran. Zurückgehen auf eine ältere Treiber-Version wollte ich aber auch nicht, da in den Treibern auch für mich wichtige Aktualisierungen enthalten waren (siehe unten).

Was aus meiner Sicht aber überhaupt nicht geht ist, dass regelmäßig eines meiner Lenkräder nicht korrekt erkannt wurde und ich nur mit LowTorque unterwegs sein durfte. Manchmal half ein Neustart der Base, manchmal PC und Base, oder Lenkrad an- und abstecken. Bei drei völlig identischen Hubs ist es mal bei dem einen oder einem anderen passiert, ohne System und wahllos. Unterm Strich ist es auch überhaupt nicht spaßig, drei Minuten vor einem Rennen Hubs von einem auf ein anderes Lenkrad umzuschrauben, wenn ausgerechnet das eine Lenkrad mit Kupplungs-Paddles nicht erkannt wird.
Eigentlich sollte das Thema mit den neueren Treiber/Firmware-Versionen gelöst worden sein, ist es aber zumindest für mich nicht... Eine Reklamation bzw. Support-Ticket scheiterte entsprechend an der Verwendung der SRM-Hubs anstelle eines originalen Podium Hubs.

On top kommt generell das Thema Quick Release. Mein QR-Schaft der DD1 war leider eher auf der kleinen Seite, ohne die Schraube auf der Unterseite war Fahren eigentlich nicht möglich. Alleine das Klappern beim Einschalten der Base ging gar nicht. Da hat auch der Umbau auf einen Z-Ring nicht viel gebracht.
Dagegen ist der Schwalbenschwanz der Simucube-Base ein Panzer, absolut spielfrei und auch akzeptabel leicht zu bedienen. Wie es sich auf Dauer auswirkt, muss sich zeigen.

Software (und Force Feedback):
Das Fanalab ist wirklich eine tolle Sache, klares Plus für Fanatec an dieser Stelle.
Die TrueDrive-Software ist auch nicht falsch und der direkte Zugang zu den Online-Profilen wirklich prima. Im direkten Vergleich ist für mich Fanalab aber doch etwas übersichtlicher, leichter zu bedienen und irgendwie "hübscher". Für mich war es am Anfang dazu schwer zu verstehen, was sich hinter SC's Reconstruction Filter, Torque Bandwith Filter und ULL Mode versteckt bzw. wie sich diese auf das Force Feedback auswirken. Selbst Granite Device/Simucube gibt da ja nur etwas kryptische Erklärungen.
Im Fanalab habe ich über die zwei Jahre immer die Profile von Maurice genutzt und nur die FFB-Stärke an die DD1 sowie minimal an meine Anforderung angepasst, alle Dämpfungseinstellungen habe ich unverändert gelassen. Damit bin ich dauerhaft gut gefahren und hatte ein gutes FFB-Gefühl.
Entsprechend habe ich TrueDrive auch angefangen, auf Basis der Paddock Online-Profile für jedes Fahrzeug ein eigenes Profil zu bauen, womit sich die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen vermutlich zum Teil größer anfühlten, als sie es wirklich sind.
Mittlerweile bin ich beim Profil "Realist FFB by TTOne" gelandet, das ich nur minimal verändert habe. Das passt tatsächlich für ALLE Autos gleichermaßen, mit Anpassung der FFB-Stärke über die iRacing Options.
Das wiederum ist ein großer Vorteil für Simucube, denn leider wechselt Fanalab die Fahrzeug-Profile nicht automatisch basierend auf den Telemetrie-Daten.

Finally, das Force Feedback-Gefühl:
Für mich sind die Unterschiede zwischen den beiden Wheelbases wirklich gering, wenn man den höheren Max.Torque der SC2 Pro mal ausklammert.
Das, was aus meiner Sicht am ehesten heraussticht und tatsächlich ein großer Vorteil der SC2 Pro ist, ist die Reaktions-Geschwindigkeit und Detailtiefe. Gefühlt wird jeder Kiesel unterm Reifen dargestellt und das auch sofort.
Im Gegensatz dazu scheint die DD1-Base etwas stärker bei hohen Dauer-Haltekräften zu sein, hier fühlt sich die Base minimal konstanter an.

Um einen vernünftigen, nachvollziehbaren Vergleich zu haben, bin ich mit beiden Bases in Folge den 992 Cup in Monza bei identischen Bedingungen gefahren.
Zur Vorbereitung für ein Liga-Rennen bin ich diese Kombi im März über 300 Runden gefahren, kenne also jeden Stein im Kiesbett persönlich.
Tatsächlich war mir zu Beginn im Vergleich die SC2 Pro in der langen und schlecht asphaltierten Curva Grande viel zu nervös, eine höhere Dämpfung dafür beim schnellen Umsetzen in den drei Schikanen hinderlich. Auf der anderen Seite war Übersteuern in den Lesmos sowie der Parabolica mit der SC2 viel ausgeprägter und früher zu spüren.
Rein subjektives Gefühl ist das eine, auf der Fakten-Seite hatte ich am Ende mit der SC2 Pro gut 5 Zehntel Vorsprung je Runde, mehrfach in Folge. Einfach, weil ich auf der SC2 Pro viel näher an das Grip-Limit gehen und es spüren konnte, während ich es von der DD1 gewohnt war, das Limit anderweitig erkennen zu müssen.
Nicht vergessen, ein Teil des Speed-Gewinns geht bestimmt auch auf die Pedale.

Fazit:
Die Unterschiede zwischen beiden Systemen sind genauso gering wie der Preisunterschied (alles andere wäre auch ein Show Stopper für eins von beiden...).
Das komplette Öko-System spricht für Fanatec, wenn man es denn nutzen möchte. Mich hätte tatsächlich nur das M4 GT3-Lenkrad gereizt.
Mit Distanz betrachtet würde ich jetzt behaupten, das beide Firmen eine leicht unterschiedliche Zielgruppe anvisieren:
- Fanatec für den enthusiastischen "Normal-Gamer" - "simpel" und komplett, es fehlen aber die letzten 1-2 % (nicht mehr!)
- Simucube für den ambitionierten Profi-Simracer - nicht ganz so poliert, sondern eher zweckmäßig, das aber mit Macht

So, das war's im Großen und Ganzen, sorry für die wall of text....
Und jetzt "Feuer frei!".... nicht ;)
 

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User 27811

Das war ein sehr guter detaillierte Vergleich, den du sehr galant formuliert hast. Den Unterschied, den du so ausführlich beschrieben hast, hatte ich damals auch so wahrgenommen, wobei der Simucube tatsächlich in Iracing ganz besonders mehr liefern zu sein scheint.
Ich hatte damals immer gehofft, dass Fanatec den Quickrelease upgradet, aber da wartet man ja bis heute noch drauf.
Der Spiel im Quickrelease hatte mich damals echt wahnsinnig gestört.
 
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User 26065

Vielen Dank, schöner Bericht!

Für mich war hauptsächlich die berichteten Quickrelease Probleme, die damals IMHO noch nicht ganz ausgereifte Firmware und die teilweise recht "interessanten" Berichte im Umgang mit dem Support (die ich persönlich so nicht nachvollziehen konnte) die Hauptgründe, von meiner CSL Elite auf die SC2Pro anstatt auf ein DD zu gehen, obwohl ich schon 3 Fanatec Lenkräder hatte.

Dass sich die beiden von der Qualität her nicht allzuviel nehmen würden, hatte ich vermutet und darum meine Kaufentscheidung aufgrund der obigen Überlegungen getroffen.

NO REGRETS, bisher :)
Ich hab jetzt nicht ganz 40 Jahre mit Computern/-Equipment zu tun, aber so ein unproblematisches Stück Hardware hatte ich wahrscheinlich zuletzt mit dem C64 in den Händen ;).
 
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User 561

User 30598: Du bestätigst einmal mehr, was inzwischen glaube ich als allgemeiner Konsens angesehen werden kann: die Unterschiede zwischen allen DDs sind vergleichsweise gering. Vorhanden ja, aber nicht groß und im Großen und Ganzen nur bei direkten Vergleichen wirklich offensichtlich. Ich habe bis auf die CSL DD und die zuletzt erschienenen China-DDs alle gängigen Modelle durchgetestet und alle waren relativ nah aneinander. Manche etwas besser, manche etwas schlechter, aber letztendlich in Nuancen. Jede einzelne davon ist z. B. ein Riesenschritt, von einer CSW kommend. Ich würde vermuten, auch die besagten China-DDs sind nicht entscheidend anders bzw. entscheidend schlechter. Bei allen von mir getesteten ist am Ende dann aber doch der SC2 vorn; nicht meilenweit, aber doch.

Mit all der Testerfahrung würde ich aber dennoch sagen: für eine Kaufentscheidung ist die FF-Qualität eher zweitrangig. Wirklich den Unterschied machen andere Dinge. Für mich persönlich sprach am Ende einiges deutlich gegen Fanatec: die im Vergleich zu 3rd-Party-Wheels Spielzeugqualität der Rims, die im Vergleich zu allen anderen riesigen Maße der Base, die mich beim Rigbau massiv behindert hat, die Nutzlosigkeit des Base-Displays, die immer wieder mal problematische Zuverlässigkeit und der unterirdische Support. Der Simucube funktioniert halt einfach jederzeit perfekt.
 
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User 19771

Ich bin ja nach rund 2 Jahren von der DD2 zum SC2 Pro gewechselt. Ich hatte davor bereits eine CSW 2.5 und war bereits entsprechend im Fanatec Ökosystem unterwegs mit mehreren Lenkrädern, Pedalen, Shifter etc. Teils habe ich aus den selben Gründen gewechselt, teils aus anderen. Würde aber im großen und ganzen dem Bericht durchaus zustimmen (y)
Ich habe es auch nie bereut gewechselt zu haben, auch jetzt nach rund 'nem 3/4 Jahr nicht. Was das reine FFB angeht finde ich aber auch, es sind eher Nuancen zwischen den beiden Wheelbases. Da sind die Dinge drum herum viel entscheidender.

Fanalab vs TrueDrive ist ein spannendes Thema. Die Profile von Maurice hatte ich immer nur genommen, um die LED-Settings zu haben und sie nicht selbst einstellen zu müssen. Das FFB selbst fand ich bei seinen Profilen immer, sagen wir mal suboptimal. Ich hab nie so richtig verstanden, was die Leute an diesen Einstellungen finden. Ist aber absolut nichts gegen ihn. Ich finde es großartig, wenn sich Leute solche Mühe machen und das dann auch anderen zur Verfügung stellen. Und wie viele seine Profile einsetzen zeigt ja, dass der Bedarf da ist. Nur für mich waren diese Settings nie was. Es zeigt aber einfach auch einmal mehr, dass auch das FFB ein sehr subjektives Ding ist und jeder da seine eigene Meinung dazu bzw. sein eigenes Gefühl dabei hat.
Der größte Vorteil von Fanalab gegenüber TrueDrive bestand bzw. besteht für mich aber darin, dass man mit Fanalab automatisch Profile je nach gestarteter Simulation laden lassen kann. Bei TrueDrive kann man nur ein Standard Profil angegeben, dass automatisch geladen wird und muss dann ggf. selber per Hand wechseln, wenn man die Simulation wechselt. Ist zwar kein Beinbruch, aber durchaus eine Konfort-Funktion, die ich an Fanalab immer sehr geschätzt habe.
 
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User 2446

Interessant wäre natürlich gewesen, was bei einem Vergleich DD1 gegen SC2 Sport oder DD2 gegen SC2 Pro raus kommt. Die unterschiedliche Kraft kann durchaus dazu führen, dass Du beim SC2 Pro mehr Details spüren kannst.
Man sieht aber sehr gut, dass es kein "A ist besser als B" Vergleich sein soll und wer den Bericht unvoreingenommen liest, wird erkennen, dass nicht die direkten Konkurrenzprodukte einander gegenüber stehen. Das hast Du sehr gut gelöst.

Als ich auf Direct Drive gewechselt habe, bin ich auch weg von Fanatec. Die Gründe sind gar nicht unähnlich. Ich wollte sowieso früher oder später andere Pedale anschaffen und damit war der Vorteil, alles an die Base anzuschließen und weniger Kabel zu haben, vom Tisch. Und während ich weder bei Software, noch beim QR etwas zu beanstanden hatte, kann es doch etwas abschreckend sein, wie lange Dinge wie die erwähnten Jolts ungelöst bleiben, oder der QR2 auf sich warten lässt.
Am Ende war's bei mir eine Bauch-Entscheidung und ich bin nach wie vor überzeugt, dass in diesem Segment die individuellen Einstellungen einen größeren Unterschied ausmachen, als die gewählte Wheelbase und man ohne direkten Vergleich unmöglich sagen kann, welche Base man in welcher Situation besser findet. Da reiht sich auch Dein Vergleich gut ins Gesamtbild ein.
 
U

User 30598

Danke Euch.
Ich stimme Euch auch im Wesentlichen zu allen genannten Punkten zu.
Im Gegensatz zu Euren Gründen bin ich seinerzeit sowohl beim Einstieg mit der CSL Elite Base wie auch später bei der DD1 aufgrund der Konsolen-Tauglichkeit bei Fanatec gelandet. Dies gibt es in der Art auch nur dort und bestätigt damit auch ein Stück meine Zielgruppen-Behauptung oben...

Hinsichtlich der Spielzeug-Lenkräder: Das sehe ich nur bedingt so. Mit den Podium-Versionen gibt es schon ordentliche Qualität, die nichts mit Spielzeug zu tun hat. Da finde ich ein paar der "professionellen" 3D-Druck-Eigenbauten deutlich schlimmer, aber auch in diesem Bereich gibt es natürlich deutliche Unterschiede. Das TheFrenchSimracer-Lenkrad ist da z.B. ein positives Beispiel.
Was mir bei Fanatec aber fehlt, ist ein vernünftiges GT-Lenkrad mit 300 mm Durchmesser. Also in der Art einer Consumer-Variante des M4 GT3-Lenkrads. Das einzige wirklich hochwertige "normale" Lenkrad wäre das Podium GT3R, ist mit dem runden 320er Rim aber irgendwie oldschool...

Bezüglich Fanalab und TrueDrive: Für mich persönlich ist der automatische Profil-Wechsel im Fanalab nicht von Belang. Einerseits fahre ich nur in iRacing und zum anderen braucht es meiner Meinung nach im Fanalab Fahrzeug-spezifische Profile wie die von Maurice. Genau die werden aber nicht automatisch gewechselt. Leider bin ich schon zu oft mit einem falschen Profil unterwegs gewesen, weil schlicht vergessen zu wechseln. Und am Ende wundert man sich, warum man nicht auf Speed kommt und sich das Auto komisch anfühlt.
Das es in TrueDrive nur ein Default-Profil gibt, egal welche Sim, ist mir noch gar nicht aufgefallen. Eben, weil ich nur in iRacing unterwegs bin....
 
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User 30598

Und by-the-way: In der Zwischenzeit ist auch die SC2 adäquat foliert, im Vergleich zur DD aber deutlich aktualisiert....
 

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User 12088

die immer wieder mal problematische Zuverlässigkeit und der unterirdische Support. Der Simucube funktioniert halt einfach jederzeit perfekt.
Kann ich nur bestätigen. Was man vor allem bezüglich der Zuverlässigkeit von Fanatec hört ist wirklich unterirdisch. Und der "Support" gibt dann sein bestes um diesen Eindruck zu bestätigen. Schade.
 
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User 27811

Ich wusste gar nicht, dass der Support so schlecht geworden ist, hatte selber damals mit denen zu tun, da wurde mir immer schnell geantwortet und sich um mich gekümmert, aber das liegt jetzt auch schon zwei Jahre zurück.
Wusstet ihr, dass eine PlayStation Lizenz gut 500.000 Euro pro Region kosten solle :rolleyes:
Das könnte erklären, warum man bei Fanatec vielleicht nicht mehr hinter her kommt, mit Support anfragen und man bei Simucube diesen Weg nicht gehen will.
 
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User 30598

Kann mir nicht vorstellen, dass das so teuer sein soll. Damit würde sich Sony ja auch ins eigene Fleisch schneiden und potentielle Anbieter grundsätzlich abschrecken. Es müsste doch in deren Sinn sein, dass zusätzliche Hardware (die sie selber nicht anbieten!) verfügbar ist, weil damit unterm Strich auch zusätzliche Kunden für das PS-System gewonnen werden können...

Zum Thema Fanatec-Support: Hinsichtlich Bearbeitungs- und Antwort-Zeit kann ich mich nicht beschweren, abgesehen vielleicht von den Aussetzern während des ersten Lock-Down, aber das war ja fast überall so. Jede (An-)Frage wurde innerhalb 24 Std. beantwortet, also absolut zeitnah.
Leider war die Qualität der Antworten nicht so positiv. Egal, warum es ging, die erste Antwort war immer eine Standard-Antwort nach dem Motto "Firmware-Update durchführen" oder Neustart, egal worum es ging und was man selbst in der Anfrage geschrieben hat (z.B. dass die aktuelle Firmware schon drauf ist...). Auch Ersatzteile konnte/wollte man nicht einmal verkaufen. Ich hätte schon gerne einen neuen Base-seitigen QR-Schaft gekauft (!!!), aber selbst das ging nicht. Stattdessen gab's halt die vorgefertigte Antwort, dass bei beweglichen Teilen wie dem QR immer ein bisschen Spiel vorhanden sein muss...
Prinzipiell ist das für mich aber kein entscheidendes Kriterium. Idealerweise sollte ein Produkt so sein, dass man den Support erst gar nicht braucht. Und das ist dann das grundlegende Kaufargument....
 
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User 30598

Ganz ehrlich? Wenn in einem öffentlich zugänglichen Forum etwas über interne Geschäftsmodelle zwischen zwei Welt-Konzernen steht, würde ich das prinzipiell mal nicht unbedingt als reale Tastache ansehen...
 
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User 27811

Tue ich nicht, deswegen hatte ich das geschrieben, das kam aber von Mika aus dem Forum.
Es kann gut sein, dass vielleicht nur eine Rechtfertigung dafür ist, das der Simucube eben nicht die Playstation Unterstützt
 
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User 2446

Den Support von Fanatec zu bewerten, ist nicht ganz einfach.

Schon die Behauptung von Qualitätsmängeln müsste erst einmal untermauert werden. Hier muss man berücksichtigen, von was für Stückzahlen man überhaupt redet. Da steht Fanatec einfach anders da, als andere Anbieter im vergleichbaren Preissegment. Wenn hier und dort bei 5% der produzierten Einheiten Probleme auftreten, entstehen da einfach gänzlich andere Zahlen.

Dass dann standardmäßig zuerst oft Firmware-Updates vorgeschlagen werden, sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität des Supports aus, sondern zunächst einiges über die Anfragen an den Support. so etwas entwickelt sich ja mit der Zeit und ein beträchtlicher Teil der Fälle wird vermutlich mit genau solchen Hinweisen bereits erledigt sein. Diese banalen Sachen, die leicht ohne Support zu lösen gewesen wären, finden aber natürlich auch ihren Weg in Foren, wo dann halt wieder von Problemen mit Fanatec-Produkten berichtet wird.

Der durchschnittliche Käufer eines SC2 wird sehr wahrscheinlich mehr über seine Hardware wissen, als ein großer Teil der Fanatec-Kundschaft. Die verkaufen eben auch an Leute, die genau aus dem Grund eine Konsole nutzen, weil sie nur einschalten und spielen wollen und nicht mehr.

Wenn ich mir von einem IT-Mitarbeiter Vorschläge zur Behebung eines Problems anhören muss, bei denen ich mich frage, ob er mir überhaupt zugehört hat und den Eindruck bekommen, der hält mich für einen völlig ahnungslosen Volltrottel, dann ist das zunächst einmal ärgerlich. Aber tatsächlich bestehen wohl 90% seiner täglichen Arbeit aus Fällen, bei denen er eben genau solch einen ahnungslosen Volltrottel vor sich hat, der von selbst nicht auf die Idee kommt, einen Neustart durchzuführen. Klar rutscht der in eine Routine rein, bei der er im ersten Schritt mal die banalsten Lösungsversuche abklappert.

Wenn ich mal den Support von Fanatec brauchte, wurde mir jedenfalls immer kompetent und rasch geholfen. Wobei ich aber stets auch den telefonischen Kontakt gesucht habe. Und ich kann lobend hervorheben, dass die Bearbeitung dann nicht mit der Lösung meines Problems endete, sondern man mich danach auch noch um Bilder und weitere Auskünfte gebeten hat, um die Qualität insgesamt verbessern zu können.
Natürlich kann sich das geändert haben und selbstverständlich steht und fällt die Qualität der Bearbeitung immer mit dem jeweiligen Mitarbeiter, an den man gerät.
 
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User 4652

Stattdessen gab's halt die vorgefertigte Antwort, dass bei beweglichen Teilen wie dem QR immer ein bisschen Spiel vorhanden sein muss...
Alleine die Antwort das ein QR ein bewegliches Teil sein soll schiesst schon mal den Vogel ab, der Rest setzt dem ganzen noch die Krone auf :ROFLMAO:

Das zeigt sehr deutlich wie man dem Thema gegenübersteht, leider. Absoluter nonsens :sleep:
 
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User 30598

Den Support von Fanatec zu bewerten, ist nicht ganz einfach.

Schon die Behauptung von Qualitätsmängeln müsste erst einmal untermauert werden. Hier muss man berücksichtigen, von was für Stückzahlen man überhaupt redet. Da steht Fanatec einfach anders da, als andere Anbieter im vergleichbaren Preissegment. Wenn hier und dort bei 5% der produzierten Einheiten Probleme auftreten, entstehen da einfach gänzlich andere Zahlen.

Dass dann standardmäßig zuerst oft Firmware-Updates vorgeschlagen werden, sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität des Supports aus, sondern zunächst einiges über die Anfragen an den Support. so etwas entwickelt sich ja mit der Zeit und ein beträchtlicher Teil der Fälle wird vermutlich mit genau solchen Hinweisen bereits erledigt sein. Diese banalen Sachen, die leicht ohne Support zu lösen gewesen wären, finden aber natürlich auch ihren Weg in Foren, wo dann halt wieder von Problemen mit Fanatec-Produkten berichtet wird.

Der durchschnittliche Käufer eines SC2 wird sehr wahrscheinlich mehr über seine Hardware wissen, als ein großer Teil der Fanatec-Kundschaft. Die verkaufen eben auch an Leute, die genau aus dem Grund eine Konsole nutzen, weil sie nur einschalten und spielen wollen und nicht mehr.

Wenn ich mir von einem IT-Mitarbeiter Vorschläge zur Behebung eines Problems anhören muss, bei denen ich mich frage, ob er mir überhaupt zugehört hat und den Eindruck bekommen, der hält mich für einen völlig ahnungslosen Volltrottel, dann ist das zunächst einmal ärgerlich. Aber tatsächlich bestehen wohl 90% seiner täglichen Arbeit aus Fällen, bei denen er eben genau solch einen ahnungslosen Volltrottel vor sich hat, der von selbst nicht auf die Idee kommt, einen Neustart durchzuführen. Klar rutscht der in eine Routine rein, bei der er im ersten Schritt mal die banalsten Lösungsversuche abklappert.

Wenn ich mal den Support von Fanatec brauchte, wurde mir jedenfalls immer kompetent und rasch geholfen. Wobei ich aber stets auch den telefonischen Kontakt gesucht habe. Und ich kann lobend hervorheben, dass die Bearbeitung dann nicht mit der Lösung meines Problems endete, sondern man mich danach auch noch um Bilder und weitere Auskünfte gebeten hat, um die Qualität insgesamt verbessern zu können.
Natürlich kann sich das geändert haben und selbstverständlich steht und fällt die Qualität der Bearbeitung immer mit dem jeweiligen Mitarbeiter, an den man gerät.
Absolut d'accord.
Allerdings hat das Support-Thema bei Fanatec noch eine andere Dimension.
Es scheint einen gewissen Schiefstand zwischen der Hardware- und Software-Entwicklung zu geben, die dann wiederum im Fall der Software zu einer höheren Support-Bedarf führt, woraus sich dann ein gewisser Teufelskreis ergibt.
Support im Hardware-Fall ist prizipiell auch einfach, ganz oberflächlich betrachtet gibt es nur die Fälle "kaputt - Tauschen" oder "kaputt - Reparieren".
Bei der Software kommen da ohne Ende Variabeln dazu, wie verwendetes Betriebssystem, Einflüsse der spezifischen Hardware, Wechselwirkung mit anderer Software, etc. Dass in diesem Umfeld dann die Anfangs wenig stabilen Firmware-Updater wenig hilfreich waren, ist wohl eindeutig...
Und ein Updater, der bei Fehlbedienung zu einem massiven Defekt samt erforderlichem Einsenden der Hardware führt, ist für mich ein No-Go!
 
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User 19968

Alleine die Antwort das ein QR ein bewegliches Teil sein soll schiesst schon mal den Vogel ab, der Rest setzt dem ganzen noch die Krone auf
Auch wenn es Dir nicht passt, ein QR ist ein bewegliches Teil, denn man zieht ihn ab und steckt ihn drauf.
Ein nicht bewegliches Teil wird verschraubt, verschweißt oder ähnliches.
Und auch das mit dem Spiel ist absolut richtig.
Wären die Maße von Welle und Öffnung auf den 1000tel identisch würde man das Teil nicht drauf oder abbekommen.
Von daher war die Antwort absolut korrekt, auch wenn man als Betroffener in so einem Fall nicht zufrieden ist.
Spiel haben und Spiel haben sind da leider 2 völlig unterschiedliche Dinge.
Wenn eben Teil 1 an der unteren und Teil 2 an der oberen Toleranzgrenze ist funktioniert es zwar, kann aber eben zu besagtem zu viel Spiel führen.
Die Wahrscheinlichkeit das man so eine Kombination ( bei unveränderten Tolerantgrenzen) bekommt ist wahnsinnig gering.
Aber selbst wenn sie bei 0,001% liegt und ich bin der Glückliche der sie bekommt, so sind das für mich leider eben 100%.
So etwas gibt es nun einmal in jedem Bereich und das massenhaft.
Ist ärgerlich aber nicht zu ändern. Man kann ja auch nicht verlangen das man jede Welle mit der QR vermisst bis man die perfekte Passung hat.
 
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User 4652

Auch wenn es Dir nicht passt...
Die Definition hat nichts mit meiner Ansicht zu tun, das ist ein technischer Begriff der hier keine Anwendung findet. Außer man baut das Ding so das es wackelt, was ja aber nicht Sinn und Zweck von einem QR ist. Jetzt könnte man natürlich sagen das es dazu unterschiedliche Ansichten geben kann, kommt halt immer drauf an auf welchem qualitativen Niveau man unterwegs ist. Aber für wen sowas bei dem Thema gewollt ist, der hat irgendwie den Sinn und Zweck nicht ganz verstanden.
 
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User 2446

Wir sind uns aber schon einig, dass der QR etwas ist, wovon Teile ihre Position im Verhältnis zum Lenkrad-Körper verändern können, oder?
Ich würde das beweglich nennen...
 
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