Sim-Motion-Erfahrungs-Liste (Vor- und Nachteile sowie pers. Erfahrungen von vsp)

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User 12473

Thema Motion Drehpunkte und deren Immersion


Im Zusammenhang mit dem TL-Drehpunkt für das Monocoque, habe ich über das Wochenende ein wenig testen können.

Es ist auch noch für mich erstaunlich, welche Auswirkung bzw. gefühlte Wirkung

eine Veränderung des jeweiligen Drehpunktes mit sich bringt.


Mit so deutlichen Unterschieden hatte ich im Zusammenhang mit TL nicht wirklich gerechnet !


Zum Beispiel:

Setze ich den Drehpunkt des TL sehr weit nach vorne, so fühlt sich der TL Input smooth an, ist aber dennoch wahrnehmbar

Setze ich den Drehpunkt des TL sehr weit nach hinten, so fühlt sich das Ganze deutlich knackiger an.


Bei ersten fühle ich mehr den zunehmenden Driftwinkel, kann aber diesen schwer unter der VR-Brille detektieren,

da mir offensichtlich ein außen liegender Bezugspunkt fehlt. Mit dem Monitor gelingt das mir schon deutlich besser !


Bei zweiten fühle ich mehr das "Lose werdende Heck" also in Form von kurzer Drehbeschleunigung.

Diese Beobachtung bzw. Erkenntnis passt sehr gut zu meiner Theorie:


Beschleunigung nehme ich unter der VR-Brille besser wahr

Bewegungen bzw. Verfahrwege kann ich auf Grund der Außen liegenden Bezugspunkte besser mit dem Monitor wahr nehmen.




Zur Zeit weiß ich noch nicht wirklich, was mir lieber ist, bzw. dass bessere Gefühl vermittelt,

denn ich benutze seit bald zwei Jahren mein Sitz-Dreh-Teller-TL mit VR-Brille und bin sehr wahrscheinlich genau auf diesen

antriggernden Output kalibriert !



Für welche Variante ich mich schlussendlich für das Monocoque-TL entscheiden werde,

möchte ich aus diesen Gründen noch ein wenig validieren.



Jedes System hat offensichtlich seine Vor und Nachteile !

Zusammengefasst:

TL-Drehpunkt sehr Sitz nahe eignet sich für Antriggern und deswegen ins besonders für VR-Brille

TL-Drehpunkt weit weg vom Sitzmittelpunkt eignet sich eher für das aufzeigen von Verfahrwegen und somit ist es vielleicht eine bessere Wahl für Monitorbenutzer und Driftkünstlern


Vielleicht muss ich mich auf festlegen für welche Fahrzeugtype ich das TL mechanisch auslege, Rallye oder Formel.





Auch das verschieben der Aktuatoren in Längsrichtung der Plattform,

beschert mir immer wieder ein neues Motion-Gefühl im Detail.

Nicht nur, dass sich der Vorderbau der Plattform differenziert anfühlt,

sondern auch das Hinterachsgefühl ist je nach Aktuatoren-Positionierung für mich und meine Wahrnehmung ein Anderes.

Auch die Sitzneigung hat auf das Ganze einen Einfluss.


Also doch, mein Gleichgewichtssinn ist Dreh und Angelpunkt der Motion-Simulation


Es gibt mehrere Parameter

die doch einen erheblichen Einfluss auf meine Gefühlswelt im Zusammenhang mit Motion mit sich bringen.


Wie immer gilt:


Es ist alles persönliche Geschmacksache und Versuch macht Klug


Wie ich was Wahrnehme hängt also von mehreren Parametern ab wie z.B.

- Mechanik bzw. Kinematik

- Software

- persönliche Erfahrung und Vorlieben



in diesem Sinne


Keep SimRacing ...in motion
 
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User 12473

Wir ihr alle wisst, beschäftige ich mit dem Thema Rennsimulator-Entwicklung


Mein Ziel hierbei war und ist es:


Einen Rennsimulator als tägliches Trainingsgerät für aktive & passive Rennfahrer und Renn-Fans zu entwickeln.


Vor vier Jahren begann ich mit diesem Projekt, was nach wie vor erst am Anfang seiner Möglichkeiten im Sinne von SimRacing with motion steht.

Vom 2-Dof über den Seat-Mover (Three-Moton) hin zum Plattform-Mover mit Zusatzmodule wie:

GT oder Formel Traction-Loss,

Längsverfahrschlitten mit integrierte 4 Punkt Gurtstraffung

Air-G-Force

Untersteuermodul


und …




Auf diesem Wege habe ich Gleichgesinnte kennen und schätzen lernen dürfen wie z.B. unter anderem

Henning, Hans, Jochen, Martin und Saxxon.


All diese Persönlichkeiten sind für mich jeweils auf ihre weise geniale Tüftler und Entwickler rund um das Thema SimRacing ...with motion,

mit denen ich mich sehr gerne über dieses Thema unterhalte.


Bei meinem ersten Besuch auf der letztjährigen SimExpo habe ich vieles gesehen und auch vieles ausprobieren können,

dennoch hat mich nur ein Aussteller wirklich begeistern können !


JCL mit seinem Motion-Simulator, der offensichtlich vom Rennfahrer für Rennfahrer entwickelt wurde.


Ich habe mich rein gesetzt und auf Anhieb zu recht gefunden !


Mag wohl daran liegen, das ich zu diesem Zeitpunkt eine ähnliche Design-Philosophie wie JCL zu Hause umgesetzt hatte.


Aber genau darum geht es, reinsetzen eine Runde fahren und sich zu Hause fühlen.


Genau diesen Ansatz verfolge ich mit all meinen Bemühungen.


Dagegen steht die Grundaussage (ich habe diese vom Henning zum ersten male vor ca. 5 Jahren gehört)


" Es ist Gehirnverarschung "

Der Verdacht der Gehirnverarschung liegt nahe, denn es bedarf mal mehr oder weniger eine Eingewöhnungs- bzw. Lernphase.

In diesem Zusammenhang fällt mir sofort das Thema Motionsickness ein, dass bei dem einem oder anderem VR-Brillenbenutzer

und auch Motionanwender am Anfang auftreten kann.


Ja unser Gehirn wird über unsere VR-Brille und Motion zunächst einmal mit neuer Information mal mehr und mal weniger befeuert

und bei dem einen oder anderen führt das zu eine Überlastung und in Folge zu Unwohl sein.


Ich versuche die Motion-Bewegung so [FONT=Verdana,Arial,Tahoma,Calibri,Geneva,sans-serif]intuitiv [/FONT]wie möglich zu Gestallten.

Grundvoraussetzung sind hierbei für mich eine ausgeklügelte Motion-Kinematik samt Software !

Dieses sind für mich elementar verantwortlich für eine effektiven Anlernprozess,

so dass der Anlernprozess aufgrund von gewohnten Verhaltensmuster so kurz wie möglich ausfällt !

Somit ist für mich ein effektiver Renn-Simulator als Trainingstool erst sinvoll und zielführend.

Wichtig hierbei ist mir, das meine Sinnesorgane wie unter anderem das Gleichgewichtsorgan oder der eine oder andere Muskel

im Bezug zu meiner Körpergröße und der daraus resultierende Sitzposition möglichst auf den Punkt gebracht und zeitnah angesprochen wird

Deshalb sind mir so Themen bei der Konstruktion und der daraus resultierenden Kinematik so wichtig wie z.B.

Drehpunkte, Ansprechverhalten und Performance der Antriebe sowie die Motion- Software


Saxxon hat eine Motion-Sofware designt, die für mich zur Zeit Benchmarkt ist !

Er begeister mich immer wider, mit seiner kontinuirlichen Weiterentwicklung und Performancverbesserung.

Z.B. das von ihm individuell berechnete Traction-Loss findet sofort Gefallen bei den aktiven Fahrern.

In naher Zukunft wird man mit dieser Software auch noch weitere Zusatzmodule aus seiner Software heraus

einfach und effektive ansteuern und individuell einstellen können.




Also vom SimRacer für Race

oder in meinem Fall vom Race zum SimRacer ... in motion
 
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User 21787

Hallo Florentin

Es ist immer wieder interessant deine Testberichte zu lesen. Kannst du uns dein neues TL System ein wenig näher bringen in punkto Bilder und theoretischer Erklärung oder ist das geheim. Ich habe das Bild deines neuen größeren Rigs gesehen, aber wirklich Details konnte ich nicht erkennen.
Auf prosimu.com habe eine P5MP Plattform entdeckt mit 5 Motoren. Des weiteren wird eine P7MP angekündigt mit den Eigenschaften:

6 degrees of freedom reproduced: [Surge, Sway, Heave, Yaw, Roll, Pitch] - + Rear and Front traction loss. Not based on a stewart or hexapod platform.
[too slow and interdependent degree of freedom]

Die haben sich mit der Ansteuerung von 7 Antrieben ganz schön was vorgenommen, auch wie sie es bewerkstelligen wollen ist vermutlich Neuland.

Unabhängig davon stelle ich mir seit geraumer Zeit die Frage, ob es möglich bzw. Sinn macht die Sway und Surge Bewegungen über separate Antriebe zu steuern. Im positiven Fall könnte es z.B. Brems- und Beschleunigungseffekte verstärken, im negativen Fall könnten Effektüberschneidungen zu unrealen Fahrverhalten führen. Was für mich Sinn machen würde, wäre dass die Bewegungen wie im richtigen Fahrzeug von statten gehen und nicht nur über Gehirnmanipulation. Im DIY Bereich ist das natürlich aufwändig und schwer umzusetzen. Vielleicht hast du schon deine Erfahrungen mit dieser Problematik gemacht.
Anfangs dachte ich, wenn ich deine Berichte gelesen habe, das ist ein Rastloser, ein Getriebener. Jetzt weiß ich, das ist ein Virus, der auch über Datenleitungen verbreitet werden kann. Morgen habe ich einen Termin beim Arzt. :)

Gruß René

 
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User 12473

Thema Motion Drehpunkte und deren Immersion


Im Zusammenhang mit dem TL-Drehpunkt für das Monocoque, habe ich über das Wochenende ein wenig testen können.

Es ist auch noch für mich erstaunlich, welche Auswirkung bzw. gefühlte Wirkung

eine Veränderung des jeweiligen Drehpunktes mit sich bringt.


Mit so deutlichen Unterschieden hatte ich im Zusammenhang mit TL nicht wirklich gerechnet !


Zum Beispiel:

Setze ich den Drehpunkt des TL sehr weit nach vorne, so fühlt sich der TL Input smooth an, ist aber dennoch wahrnehmbar

Setze ich den Drehpunkt des TL sehr weit nach hinten, so fühlt sich das Ganze deutlich knackiger an.


Bei ersten fühle ich mehr den zunehmenden Driftwinkel, kann aber diesen schwer unter der VR-Brille detektieren,

da mir offensichtlich ein außen liegender Bezugspunkt fehlt. Mit dem Monitor gelingt das mir schon deutlich besser !


Bei zweiten fühle ich mehr das "Lose werdende Heck" also in Form von kurzer Drehbeschleunigung.

Diese Beobachtung bzw. Erkenntnis passt sehr gut zu meiner Theorie:


Beschleunigung nehme ich unter der VR-Brille besser wahr

Bewegungen bzw. Verfahrwege kann ich auf Grund der Außen liegenden Bezugspunkte besser mit dem Monitor wahr nehmen.




Zur Zeit weiß ich noch nicht wirklich, was mir lieber ist, bzw. dass bessere Gefühl vermittelt,

denn ich benutze seit bald zwei Jahren mein Sitz-Dreh-Teller-TL mit VR-Brille und bin sehr wahrscheinlich genau auf diesen

antriggernden Output kalibriert !



Für welche Variante ich mich schlussendlich für das Monocoque-TL entscheiden werde,

möchte ich aus diesen Gründen noch ein wenig validieren.



Jedes System hat offensichtlich seine Vor und Nachteile !

Zusammengefasst:

TL-Drehpunkt sehr Sitz nahe eignet sich für Antriggern und deswegen ins besonders für VR-Brille

TL-Drehpunkt weit weg vom Sitzmittelpunkt eignet sich eher für das aufzeigen von Verfahrwegen und somit ist es vielleicht eine bessere Wahl für Monitorbenutzer und Driftkünstlern


Vielleicht muss ich mich auf festlegen für welche Fahrzeugtype ich das TL mechanisch auslege, Rallye oder Formel.





Auch das verschieben der Aktuatoren in Längsrichtung der Plattform,

beschert mir immer wieder ein neues Motion-Gefühl im Detail.

Nicht nur, dass sich der Vorderbau der Plattform differenziert anfühlt,

sondern auch das Hinterachsgefühl ist je nach Aktuatoren-Positionierung für mich und meine Wahrnehmung ein Anderes.

Auch die Sitzneigung hat auf das Ganze einen Einfluss.


Also doch, mein Gleichgewichtssinn ist Dreh und Angelpunkt der Motion-Simulation


Es gibt mehrere Parameter

die doch einen erheblichen Einfluss auf meine Gefühlswelt im Zusammenhang mit Motion mit sich bringen.


Wie immer gilt:


Es ist alles persönliche Geschmacksache und Versuch macht Klug


Wie ich was Wahrnehme hängt also von mehreren Parametern ab wie z.B.

- Mechanik bzw. Kinematik

- Software

- persönliche Erfahrung und Vorlieben



in diesem Sinne


Keep SimRacing ...in motion





Die neue MultiController Motion Software, durfte ich schon seit einem Jahr als Betateste in meinem Motion-Rigg mit Zusatzmodule verwenden.

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Saxxon !




Die Controller Software hat mir die Möglichkeit gegeben, mich vom Dualbetrieb mit den HyperAxis Linearantrieben verabschieden zu können.

Leichtere und effizientere Bedienung meiner Zusatzmodule von Gurtstraffung, Air-GForce und vor allem Traction Loss



Willkommender Nebeneffekt, ein optimierter SlipAngel für das Traction Loss.

Nach dem diese SlipAngel Berechnung Fahrzeugradstand berücksichtigt, ist eine Softwareseitige Optimierung des so für mich ausschlaggebenden mechanischen Drehpunktes und deren Immersionsmöglichkeiten wünschenswert. Durch softwareseitige Veränderung des Radstandes, erhoffe ich mir eine Fahrzeugspezifische Traction Loss Einstellung, die den jeweilige Fahrzeugtypus und sein Driftverhalten im Detail besser gerecht wird.

Wünschenswert wäre hierbei eine direkte Einstellmöglichkeit des Radstandes über die SimFeedback Oberfläche


Die MultiControllerfunktion ermöglich noch andere Zusatzmodule, wie z.B. das Untersteuermodul.
Die Mechanik hierfür habe ich schon umgesetzt, aber es hapert momentan bei mir an der Softwareprogrammierung.



Neben dem Plattform-Mover ist das Traction Loss für mich das wichtigste und nützlichste Motion-Modul,
wenn es um Renn- und Flugsimulation mit Motion geht !




Im obigen Beitrag habe ich meine jüngsten Erfahrungen schon ein wenig skizziert.

Rückblickend habe ich in den letzten drei Jahren acht verschiedene Motion-Rigg Varianten mit unterschiedlichen Traction Loss-
Systemen für mich gebaut und ausprobiert.

Vom 2-Dof über den Tri-Motion bis zum Plattform-Mover mit den unterschiedlichsten Dreh- und Aufhängungspunkten.


Meine derzeitigen Erfahrungen Zusammengefasst:

Der mechanische Drehpunkt, sowie die Auslegung bzw. Berechnung des SlipAngels in der Software

sind neben dem Benutzeranspruch wie z.B. VR-Brille, Monitor, Formel- oder Rallye Typ,

die wichtigsten Kriterien für die erfolgreiche Umsetzung von Traction Loss !


TL-Drehpunkt sehr Sitz nahe eignet sich für mich am besten im Zusammenhang mit der VR-Brille, wegen des Antriggern

TL-Drehpunkt weit weg vom Sitzmittelpunkt eignet sich eher für das aufzeigen von Verfahrwegen

und somit ist es vielleicht eine bessere Wahl für Monitorbenutzer und Driftkünstlern.

Vielleicht sollte man auch noch in Betracht ziehen, bin ich eher der Formel oder Rallyefahrer-Typ.


Auch sollte in Betracht gezogen werden die horizontale TL-System Platzierung.

Unter der Plattform oder oben drauf gesetzt.

Auch hierbei gilt die veränderten Drehpunkte rund um den Sitzmittelpunkt bzw. unserem Wahrnehmungszentrum

(z.B. Gleichgewichtsorgan) mit in die Überlegung einfließen zu lassen.



Für diejenigen, die sich noch nicht wirklich fest legen wollen, empfehle ich ein Test-Rigg mit variablen Drehpunkt.


Versuch macht Klug


Keep SimRacing ...in Motion
 
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User 12473

Das Thema Traction Loss ist nicht so einfach umzusetzen !

Denn jeder von uns verfügt über unterschiedliche Erfahrungen und Vorstellungen.

Ich selber durfte Erfahrungen im Rallye-Sport sowie auf der Rundstrecke sammeln.

Ursprünglich hatte ich das Traction Loss als Rallye-Fahrer geplant und umgesetzt.

Offensichtlich ist mir bei meiner Traction Loss Konstruktion mit der Platzierung des Drehpunktes sowie der Abstimmung

ein ganz gut nachvollziehbares TL gelungen, dass viel Lob von den realen Formelfahrern bekommt.



Aber nicht jeder von uns hat Erfahrungen mit realem Drift.

Daher meine Empfehlung, erst im realen Erfahrungen sammeln, auf was es im Einzelnen für eine persönlich ankommt.

Losreismoment, bzw. das lose werdende Heck oder der ganze Verfahrweg eines kompletten Drifts

Erst wenn man diese Erfahrung hat, kann man sich vom ganzen Herzen für ein System bzw. Drehpunkt entscheiden.

Aber auch hier würde ich wie schon geschrieben nach dem Motto verfahren,

Versuch macht Klug,

Anhang anzeigen 76082

also ein Test Rigg mit variablen Drehpunkt zunächst ein mal bauen und Testen bzw. Erfahren.



Wie schon gesagt ich bin Fan vom Sitz-Traction Loss und dem Antriggern bzw. das Gefühl wann wird das Heck lose.


Alle die bis jetzt mein System getestet haben, hat es überzeugt !

Nicht nur der Bau, sondern ins besonders das Abstimmen bedeutet aber jede Menge Arbeit !


Ich erinnere mich noch sehr gut, wie Stefan das erste mal bei mir war und das TL mit den Querverfahrschlitten getestet hatte.



14 Tage später war er wieder bei mir und testete das Sitz-Drehteller Teaction Loss mit AsettoCorsa und war überhaupt nicht glücklich damit.




4 Wochen später testete er es noch mal und er fand es deutlich besser als das TL mit den Querverfahrschlitten.


Es lag an der Einstellung und Abstimmung !


Damals hatte ich noch SCN Linearantriebe mit SimmTools verwendet und war bei den Einstellmöglichkeiten sehr eingeschränkt


Mit der SFX Software und seiner Kurvendarstellung, sowie die Beeinflussbarkeit der Motoren in Punkto Geschwindigkeit und Beschleunigung

geht da schon einiges mehr in Punkto Traction Loss und Ansprechverhalten und Verfahrverlauf.


Mit der Beeinflussung des SlipAngel innerhalb der Berechnung über den Parametern Radstand geht da noch viel mehr,

was das abstimmen auf einzelne Fahrzeuge anbelangt !


Keep SimRacing ...in motion
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User 21060

Das ist sehr interessant was du da berichtest, Florentin. Ich lese immer gerne mit was du schreibst.
 
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User 18291

Ich bewundere deinen Enthusiasmus, den du an den Tag legst.
Es muss einem schon die viele Zeit wert sein. Und dass du dann die Ergebnisse mit uns anderen teilst, finde ich fabelhaft.
Mir fehlt die Zeit, alle Teile des SFX liegen hier rum und sind gedrückt. Daher kann ich das gut abschätzen, was du da leistest.
Vielleicht hast du irgendwann einen Stand für TL erreicht, den du dann als Nachbauanleitung mit uns teilen wirst. Wäre super, denn TL ist auch aus meiner Sicht ein wesentlicher Parameter, um länger an der Grenzschwelle fahren zu können und somit schneller zu sein.
Weiter so:racer::ziel::daumen:r
 
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User 12473

Danke Parodius für deine Lobende Worte.


Auch leider ist bei mir das private Budget auch endlich

und ein Sponsor oder sogar Investor für das Thema Motion-Simulation habe ich bis jetzt noch nicht finden können.
 
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User 12473

Hallo

Eine neue Idee im Zusammenhang mit dem SFX Motion und der Rallye-Simulation ist an mich heran getragen worden !



Ein ehemaliger aktiver Rallyefahrer hat mich vor 2 Monaten angesprochen bezüglich Sim-Motion
im Zusammenhang mit Trainingsmöglichkeiten für das reale Rallye-Fahren.

Er meinte nicht nur die real auftretenden klassichen Fahrsituationen, sondern auch das Zusammenspiel von Fahrer und Beifahrer.

Aus diesem Grunde fragte er mich auch, nach meiner Einschätzung von der Möglichkeit eines Doppelsitzer-Motion-Rigs.

Meine spontane Antwort:
Ja mit den SFX sollte es aus meiner Erfahrung funktionieren und das Mehrgewicht im warsten Sinnen gestemmt werden können.
Aber das Thema Winkelstellung, verursacht durch die doppelte Breite müsste man in diesem Fall konstruktiv nochmals überdenken.

Wie Ihr mich ja vielleicht mittlerweile kennt, finde ich genau solche Themen nicht nur faszinierend,
sondern deren praktischen Umsetzung und Erprobungen reizen mich extrem!

Frei nach dem Motto. Für jede Herausforderung gibt es eine Lösung.

Warum ein großes und vielleicht doch etwas in der Bewegung eingeschränktes Doppelsitzer-Rig,
es sollte doch auch mit zwei schlanken parallel Aufgestellten Motion-Rigs funktionieren.
Dank Saxoon`s Multi-Controller sollten ja die beiden Motion-Rigs parallel laufen !

Mittlerweile habe ich mein Monococ-Motion Versuchs-Rig vor rüber gehend demontiert und einen zweiten GT-Formel-Motion-Rig gebaut
und es dem vorhandenen Parallel daneben gestellt.

Gestern Abend habe ich die Einladung für Fahrer und Beifahrer ausgesprochen.
Diese beiden müssen nur noch ihren persönlichen Aufschrieb erstellen und zum ersten Test bei mir vorbei schauen.

Geplant ist, dass der Fahrer mit der VR-Brille und dem GT-Motion voll und ganz in die WP eintaucht und seine Tochter ( eine aktive Beifahrerin ) im zweiten GT-Motion den von ihnen erstellten Aufschrieb vorliest und sich am Motion-Output sowie an dem am Motion-Rig montierten 49" Samsung curved Monitor orientiert.


Jetzt muss ich nur noch raus finden, wie ich Kopfhöher mit Micro und die Fahrer-VR-Brille und dessen Sound so parallel schalte, dass Fahrer und Beifahrer gut miteinander Sprechen können. Dazu muss ich natürlich auch die Dirt Rallye2 Ansage irgendwie stumm schalten bzw. deaktivieren.


Ich bin richtig gespannt, in wie weit solch ein System für die Vorbereitung zu einer realen Rallye taugt.


- - - Aktualisiert - - -

@ vsp
Dein Projekt sehe ich als echt coole Aktion, jedoch verstehe ich ehrlich gesagt den Nutzen davon noch nicht wirklich. Was erwartest Du und der Pilot und Copilot von diesem Projekt?

Also es soll schon ein wenig mehr als ein Running Gage werden !

Mein pers. Aufwand wegen dem notwendigen zweiten Motion-Rig, hält sich in Grenzen,
da ich eh für weitere Motion-Evaluierung in den letzten drei Jahren immer ein zweites Modifikations-Motion-Rig am Start hatte.

Ich verspreche mir im Bereich Sim- Fahrer- & Beifahrer-Training & Coaching etwas davon.

Ins besonders für Diejenigen die als Anfänger in diesen Bereich des Motorsports reinschnuppern wollen.
Bei dieser Zielgruppe fehlt noch die Erfahrung vom zielgerichteten Dialog vom Beifahrer & Fahrer.

Ich erinnere mich auch noch sehr gut an meinen ersten Rallye-Tag bzw. Nacht bei der Vorderpfalz-Rallye.
Der Rhythmuss und das gegenseitige Verständnis hat bei uns erst wirklich nach drei Nächten ein wenig funktioniert
und die Beinnahabflüge wurden dadurch deutlich weniger.
Bei diesem Deutschen Meisterschaftslauf war eh jede Menge an Rallye lernpotential geboten.
Ich dachte damals, eine reine Asphalt-Rallye, würde die Sache leichter machen.
Regen, Abtrockende Strecke und jede Menge Dreck auf der Strecke, haben die Angleichung des Aufschriebes über die drei Nächte immer wieder gefordert.
Hätten wir so was vorher üben können, auf was es hierbei genau ankommt, wären wir noch schneller am Ziel gewesen.

Wie schon gesagt, meine Ziel beim Thema SimRacing ...with Motion, war und ist es, ein möglichst realistisches Trainingsgerät
für aktive Fahrer und Fahrerinnen auf die Motionbeine zu stellen.

Mit Sicherheit hat da jeder Aktive seine eigenen Erwartungen, aber unser SFX hat da schon den einen oder die Andere von der Chance überzeugt.
Also warum sollte man die Rallye-Beifahrer hier negieren.



Andreas, wenn Du noch als Aktiver Anregungen hast, immer gerne her damit !

Gibt es den für RB eventuell auch mehr aktuelle deutsche Rallyestrecken ?





Keep SimRacing ...with Rallye-Motion
 
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User 7916

Guck mal bei www.ly-racing.de Das ist die Seite der GVRC (German Virtual Racer Community)
Dort läuft unter anderem die virtuelle deutsche Rallymeisterschaft. Da findest du auch auf der linken Seite eine Einsteigerhilfe. Sowohl Andi als auch ich sind dort aktiv seit Jahren dabei, hoffentlich dann bald auch mit Sfx-100 :)

Gesendet von meinem LG-H870 mit Tapatalk
 
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User

Ein ehemaliger aktiver Rallyefahrer hat mich vor 2 Monaten angesprochen bezüglich Sim-Motion
im Zusammenhang mit Trainingsmöglichkeiten für das reale Rallye-Fahren.

Er meinte nicht nur die real auftretenden klassichen Fahrsituationen, sondern auch das Zusammenspiel von Fahrer und Beifahrer.

Aus diesem Grunde fragte er mich auch, nach meiner Einschätzung von der Möglichkeit eines Doppelsitzer-Motion-Rigs.

Meine spontane Antwort:
Ja mit den SFX sollte es aus meiner Erfahrung funktionieren und das Mehrgewicht im warsten Sinnen gestemmt werden können.
Aber das Thema Winkelstellung, verursacht durch die doppelte Breite müsste man in diesem Fall konstruktiv nochmals überdenken.


Die Idee an sich find ich gut, wäre bestimmt zu Vorführungszwecken auf Messen interessant ,:) aber ich würde das Rig einfach nur verbreitern,
da weniger Aufwand, garantiert keine Anpassungs bzw. Synchronisationsprobleme bzw. die veränderte Winkelstellung wird höchstens durch größere Wege die Trägheit erhöhen.
 
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User

Neben dem Plattform-Mover ist das Traction Loss für mich das wichtigste und nützlichste Motion-Modul,
wenn es um Renn- und Flugsimulation mit Motion geht !
Von der Traction loss Wirkung bezüglich Simracing bin ich eher wenig überzeugt da bei einer kontrollierten Kurvenfahrt aus der Drehrichtungsänderung über den Sitz keine Kraft auf den Fahrer ausgeübt wird. Vielmehr spührt der Fahrer eine Kraft an der Kuvenäußeren Seite bzw. Rückhaltesystem die aus den unterschiedlichen Bewegungsrichtungen von Fahrzeug und Fahrer resultieren,wenn der Grippverlust eintritt das Fahrzeug der Richtung des Fahrers folgt sogar kurzzeitig kräftelos ist. Erst wenn das Fahrzeug in eine unkontrollierte Kurvenfahrt übergeht (Spinn) wird dieser vom Sitz mitgerissen.
Beim Flugsimulator kann man das Rollen nicht real in der Plattform abbilden da der echte Pilot diese nur optisch am realen bzw. künstlichen Horizont wahrnehmen kann.
Begründet ist das Fliehkraft und Schwerkraft sich geometrisch addieren und senkecht auf den Boden des Flugzeuges wie eine Gewichtszunahme wirken.
Wird hingegen eine Plattform gekippt, wird eine Druckkraft durch die Körperschwerkraft durch fehlen der Fliehkraft auf eine Körperhälfte (Schulter) ausgeübt.Ähnliches gilt beim Simracing in Steilwandkurven (Nascar).
 
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User

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie Stefan das erste mal bei mir war und das TL mit den Querverfahrschlitten getestet hatte.


wenn ich das richtig erkenne fährt der Schlitten beim Bremsen nach vorne,real bewegt (Verzögerung,negative Beschleunigung) sich ein Fahrzeug beim Bremsen relativ zum Fahrer nach hinten.Warum diese Bewegungsumkehr ?
 
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User 12473

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User 14359

VSP hat nicht gesagt, dass es richtig sei, er sagte :"Weil es sich so richtig und gut anfühlt ".
Kleiner aber wichtiger Unterschied....
 
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User 2446

Eine original Gast-Frage.

Der Sitz bewegt den Fahrer. Nimm das Lenkrad als Bezugspunkt und überlege, wohin sich der Fahrer tatsächlich in Relation zu diesem bewegt. Er kommt ihm etwas näher.

Wohin muss sich also der Sitz bewegen, damit es sich überzeugend, realistisch anfühlt?

Es ist doch wirklich nicht so schwer zu verstehen, aber wie bei vielen Dingen, kann man das nunmal nicht, wenn man sich zu sehr daran klammert, was in der Realität passiert und nicht darüber nachdenkt, wie man ein vergleichbares Gefühl erzeugen kann, indem man nur kleine Bewegungen nutzt.
 
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User 9911

Hallo zusammen,

Hier sind wir ja bei einem alten Thema, welches immer wieder polarisiert. Da TL nach aktueller Bauart ermöglicht es, das Ausbrechmoment an der Hinterachse zu simulieren und das tut es m. E. sehr gut und ist daher beim Abfangen der Autos hilfreich.

VG
Andreas
 
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User 4652

wenn ich das richtig erkenne fährt der Schlitten beim Bremsen nach vorne,real bewegt (Verzögerung,negative Beschleunigung) sich ein Fahrzeug beim Bremsen relativ zum Fahrer nach hinten.Warum diese Bewegungsumkehr ?


Warum sollte etwas richtig sein wenn es physikalisch inverse ist ?

Du solltest bedenken das im Sim schon gar nicht die korrekten physikalischen Vorraussetzungen für deinen Denkansatz gegeben sind.
Denn sonst müssten wir unser Rig mit realer Fahrtgeschwindigkeit durch die Wohnung bewegen, geht nicht.

Ich kann übrigens bestätigen das sich das richtig anfühlt, ich würde sogar sagen das es sich hervorragend anfühlt. Kann das nur bestätigen.
 
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