REKO Bericht VRGT3 – Mid Ohio

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User 29559

Die REKO hatte diesmal einige Regelverstöße zu bearbeiten, es wurden 3 Proteste eingereicht.

Einführungsrunde:

Attila D. und Robert W.
Attila und Robert ziehen beide schon vor der Startlinie nach rechts, Robert berührt dabei den neben ihm fahrenden Jens.
Da bei Attila noch mehr als eine Wagenbreite Platz war und Jens scheinbar kein Momentum verloren hat, sieht die REKO von einer Bestrafung ab.

Strafe:
Attila D. - keine
Robert W. - keine

Startsichtung bis Ausgang T9

Jonas H. - Martin P.
Martin wird bereits in T5 auf der Innenbahn durch den vorherfahrenden Verkehr komprimiert, wodurch sich Jonas auf der Außenbahn einen leichten Vorteil erarbeiten kann und eine geringe Überlappung herstellt. Diese Überlappung bleibt von Ausgang T5 bis zur Bremszone zu T6 nahezu unverändert bestehen. Beim Anbremsen auf T6 wird Martin wieder durch den vorherfahrenden Verkehr komprimiert und muss etwas früher und vorsichtiger auf die Bremse. Jonas hat diesmal die Innenbahn und niemanden vor sich, kann folglich später bremsen und ist am Scheitelpunkt mit der kompletten Fahrzeuglänge neben Martin. Hierbei kommt es zu einem leichten Kontakt, wodurch Martins Corvette etwas in Untersteuern gerät und Jonas' Audi etwas besser um die Kurve rotiert. Folglich ist Jonas am Kurvenausgang in einer besseren Position, kann Martin ausbeschleunigen und die Position gewinnen.

Überholen (§5.3.5)
- mittleres Vergehen wenn man nicht ausreichen Platz lässt und es zu einem Kontakt mit Platzverlust für den Geschädigten kommt


Die REKO bewertet dies als sauberes Manöver, welches aber hart an der Grenze war. Beim Ausbremsen sollte man am Bremspunkt bereits eine Überlappung haben und darf den Gegner nicht ungebührlich aus der Kurve schieben. In diesem individuellen Fall sieht die REKO von einer Bestrafung ab.

Strafe:
Jonas H. - keine

Anton M. - Carsten D.
Anton rollt in T7 leicht auf Carsten auf, dreht sich dabei allerdings nur selbst. Die REKO sieht mangels Konsequenzen von einer Bestrafung ab.

Auffahrunfälle (§5.3.6)
- straffrei wenn die Berührung ohne Konsequenzen bleibt


Strafe:
Anton M. - keine

Protest:
Protestierender: Martin Petermann
Protestgegner: Jonas Häntzschel
Event: Mid-Ohio
Grid: 1
Zeitstempel / Runde: 22
Streckenabschnitt: Gegengerade

Grund: Jan kommt schlecht aus T2, direkt dahinter folgen Jonas und ich. In T3 (der Knick auf der Geraden) entscheidet sich Jonas nach links aus dem Windschatten zu ziehen und Jan anzugreifen. Jan ist in diesem Moment bei 234, Jonas und ich bei 237km/h. Ein Stück weiter ist Jan bei 246, Jonas nur bei 245 und ich im Windschatten von Jan bereits bei 250km/h. Als Jonas bemerkt, dass ich näher komme und er Jan nicht überholen kann, versucht er zurück in den Windschatten zu ziehen, wo aber ich mich bereits befinde. Zu diesem Zeitpunkt: Jan 250, Jonas 247, ich 254 km/h. Durch seinen Kontakt hat er mich auf 251 eingebremst und selbst einen boost von 247 auf 252 bekommen. Jonas hatte sich bereits für die Außenbahn entschieden und hätte nicht zurückziehen dürfen um mich zu verlangsamen.

Die REKO hat sich entschieden hier eine eindringliche Ermahnung an Jonas auszusprechen. In dem Moment, wo Jonas den Überholvorgang abbricht und sich wieder hinter Jan eingliedern möchte, muss er den rückwärtigen Verkehr besser im Auge behalten. Die REKO sieht, dass Jonas seinen Fehler sofort bemerkt und nach dem Kontakt mit Martin gleich wieder zurück lenkt. Außerdem ist der Nachteil für Martin nicht zweifelsfrei festzustellen. Martin verliert zwar unbestritten Momentum, ob es aber ohne Kontakt zu einem erfolgreichen Überholmanöver in T4 gekommen wäre ist nicht gesichert.

Strafe:
Jonas H. - keine, aber eindringliche Ermahnung

Anmerkung: wäre es in der Situation zu einem Platzverlust für Martin gekommen, wäre §5.3.5 (Überholen) - mittleres Vergehen wenn man nicht ausreichen Platz lässt und es zu einem Kontakt mit Platzverlust für den Geschädigten kommt - zur Anwendung gekommen

Protest:
Protestierender: Martin Petermann
Protestgegner: Jonas Häntzschel
Event: Mid-Ohio
Grid: 1
Zeitstempel / Runde: 72
Streckenabschnitt: T4

Grund: Ich schere nach T3 aus dem Windschatten aus um Jonas auf der Außenbahn zu überholen. Bereits zu diesem Zeitpunkt bewegt sich sein Auto nach links, wodurch ich bei der ersten Berührung 2 km/h verliere. Jonas setzt seinen Bremspunkt bei ca. 350m. Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits eine minimale Überlappung. Ich bremse bei 300m (also sogar noch ein bisschen früher als üblich) und befinde mich bei 200m minimal vor ihm. Bei etwa 110m berühren wir uns seitlich erneut und er lenkt trotz der Berührung in Richtung meines Autos. Zusätzlich LÖST er bei 80-90m seine Bremse komplett (die Bremslichter gehen aus), wodurch er mein Auto eindreht und einfach wegschiebt. Das ist für mich ein vorsätzliches herbeiführen eines Unfalls! Während der gesamten Zeit hat Jonas deutlich mehr als eine Fahrzeugbreite Platz neben sich. Erst kurz vor dem Kurvenscheitel geht Jonas (als er mich weit genug weggeschoben hat) wieder auf die Bremse, wodurch er natürlich viel zu schnell ist und ebenfalls von der Fahrbahn abkommt.
[...] gekürzt!

Die Bewertung dieses Vorfalls ist der REKO nicht leicht gefallen und es wurden lange Gespräche geführt. Die REKO sieht bei diesem Vorfall 2 Teilaspekte. #1 Überholen von Martin mit anschließendem Anlehnen an Jonas, #2 Öffnen der Bremse/Gas geben von Jonas wodurch die Linie nicht gehalten werden kann und beide abfliegen.
Die REKO sieht in diesem Fall keinen Hauptschuldigen. Beide hätten den Unfall verhindern können. Martin hatte genug Platz beim Überholen und sein frühzeitiges Reinziehen zum Scheitelpunkt und die dadurch entstehenden Kollision mit Jonas war unnötig und rücksichtlos. Jonas hätte durch weiteres Verzögern genug Momentum abbauen können, damit beide sicher durch die Kurve fahren können. Warum er von der Bremse geht und sogar kurz Gas gibt kann sich die REKO nicht erklären.

Überholen (§5.3.5)
- mittleres Vergehen wenn man nicht ausreichen Platz lässt und es zu einem Kontakt mit Platzverlust für den Geschädigten kommt
- mittleres Vergehen wenn man seine Spur auf der Innenbahn durch zu hohes Tempo nicht halten kann und es zu einem Kontakt mit Platzverlust für den Geschädigten kommt
- schweres Vergehen wenn es durch ein Fehlverhalten zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen oder zu mehreren Platzverlusten für einen Geschädigten kommt


Im Prinzip kommt hier §5.3.5 zur Anwendung, wobei sich beide Unfallgegner die Schuld teilen. Martin lässt nicht genug Platz und es kommt zu einem Kontakt. Jonas ist auf der Innenbahn zu schnell, wodurch beide abfliegen.
Da beide mehrere Positionen verlieren und keine Dritten benachteiligt werden, wertet die REKO den Vorfall als Rennunfall und sieht von einer dedizierten Bestrafung zu erzieherischen Zwecken ab.

Strafe:
Martin P. - keine
Jonas H. - keine

Protest:
Protestierender: Jonas Häntzschel
Protestgegner: Martin Petermann
Event: Mid-Ohio
Grid: 6
Zeitstempel / Runde: 72
Streckenabschnitt: T4

Grund: Auf der Geraden fährt Martin mir schon 2x ins Auto. Schön im Stream zu sehen. Eingang T4 bremst er etwas später und zieht direkt zum Scheitelpunkt quer in meine Linie rein. Leider war ich noch neben ihm und konnte nicht mehr ausweichen. Er hat mir keinen Platz gelassen. Nach dem Kontakt habe ich noch versucht das Fahrzeug ohne Erfolg auf der Strecke zu halten. Somit stand ich ebenfalls im Kies und habe 2 Plätze verloren.

Gleiche Situation wie oben, siehe Strafmaß oben.
 
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