RACE 07 - Setup-Nachhilfe für Honda Accord

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User 2256

Setupguru's für die Frontkratzer an die Front.

Mit viel Herumgebastel und hasse nich gesehen habe ich mir ein Setup für die Prequalifikation für den Honda zusammengesteckt, mit dem ich einigermaßen schnell um den Hockenheim-Kurs gekommen bin. Ich bin einigermaßen demoralisiert, wenn ich solche Dinge lese wie "nach ein paar mal Rumgeklicke ging dann ne 1:48:0". Ich schaffe mit viel Übung ne 1:48:3, eine 1:47 ist unerreichbar.

Nach Konsultation der verschiedensten Setup-Guides bin ich nach wie vor weit entfernt, da ne Linie reinzubekommen. Ab abgesehen davon, daß ich selbst ne lahme Pfanne bin, wie soll ich am besten vorgehen, um das Set zusammenzustecken.

Hier mal mein "Workflow" für mein Race-Set

- Standard-Set laden
- Getriebeabstufung anpassen
- Nachlauf weitestgehend reduzieren (wg. Topspeed)
- Flügel hinten auf "2"
- Sturz verringern wg. Grip in den Kurven (Startwert ca. -4,0), bis Temp innen / außen ca. 8-10° Unterschied
- Reifendruck optimieren wg. Grip
- Vorspur -0,35 als Startwert
- Differential-Vorspannung so hoch wie möglich
- Federn vorn weich, Stabi weich, um Traktion reinzubekommen.
- Federn hinten etwas härter, um neutrales bis leicht übersteuerndes Fahrverhalten zu erzielen

Völlig schwierig ist für mich die Abstimmung der Dämpfer, weil ich kein Gefühl dafür habe, was nun passiert. Auch durch die Wechselwirkung mit anderen Faktoren habe ich für so nen Frontkratzer keinen Plan.

Ich hangel mich da so an der Setup-Matrix entlang

Hat jemand eine Idee oder ein paar Richtwerte parat, wo man anfangen sollte für Hockenheim
 
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User 455

Der Nachlauf hat nix mit dem Topspeed zu tun, den kann man ruhig hoch machen. Bildlich gesprochen lehnen sich dann die Räder in die Kurve rein beim Lenken. Bei vielen langsamen Kurven ist es evtl. besser ihn runterzustellen. Im Normalfall ist die Einstellung aber eher hoch.

Sturz und Druck stellt man halt so ein, dass sich die Reifentemperatur optimal verteilt (6-8° ziwschen innen- und außentemp.)

Die differentialvorspannung hochzustellen bewirkt, dass der Übergang zwischen Last und Leerlaufbetrieb sehr schnell geht. Würde das also eher runterstellen, bzw. in der Mitte anfangen.

Das wichtigste ist aber ein Gefühl für das Auto/die Fahrdynamik zu haben. Wann passiert was. Wie kann ich mit Gas und Bremse bestimmte Fahrzeugbewegungen provozieren. Das kriegt man halt nur mit Rundenabspulen.
 
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User 784

Hast du mal probiert, statt ein Standart Setup für die Strecke ein Setup was dir sehr gut lag von einer ähnlichen Strecke am besten zu laden und dann das auf die Strecke anzupassen? Als Hilfe kannst du ja das Standart mit dem anderen vergleichen. Dann weißt du schon mal grob wo du am meisten rumdrehen kannst.
Der Vorteil wäre, das du von der Basis eines dir gut liegenden Setups wahrscheinlich einfacher weiterarbeiten kannst, geht zumindest mir so, als wenn man immer von 0 anfängt.

Ansonsten lädt man halt ein fertiges für das Fahrzeug runter und werkelt sich dann da weiter bezüglich Strecke und Fahrstil.

Wenn es nur um den Fahrzeugtyp geht, guck doch mal ob du für die Fronttriebler ein schnelles, empfohlenes Setup auftreiben kannst. Das kann dann nicht so falsch sein und wird wohl sich nicht so sehr für andere Frontriebler unterscheiden.
 
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User 2586

Wenn es nur um den Fahrzeugtyp geht, guck doch mal ob du für die Fronttriebler ein schnelles, empfohlenes Setup auftreiben kannst. Das kann dann nicht so falsch sein und wird wohl sich nicht so sehr für andere Frontriebler unterscheiden.

Nix für Ungut Daniel, aber du weißt selbst das Setups sehr Fahrstilabhängig sind, und darüber hinaus auch das Equipment eine Rolle spielt.

Ich habe früher oft von Martin setups bekommen, mit denen ich nicht mal annähernd an seine Zeiten rankam. Seltenst konnte ich ein Wert in mein Setup integrieren. Ich habe daher immer selber was gebastelt, bis es halt für mein bescheidenes Können gepasst hat.

Übung macht den Meister, um ein gutes Setup zu bekommen, muss man fahren fahren und nochmal fahren.

Das ist zumindest meine Meinung.

Gruß Peter
 
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User 2256

Danke für's Feedback Mädels.

Ist ja nun nicht so, daß ich völlig unbefleckt bin. Auch haben sich die Rundenzeiten auf einem (für mich viel zu hohen) Niveau im Renntrimm auf 1:49:0 eingependelt, was ich beliebig wiederholen kann ohne signifikanten Fortschritt. Abweichung +/- 2/10...

Bisher habe ich mich setup-technisch immer durchgeschnorrt, speziell Elmar war immer eine gute Quelle, kam mit seinen Setups hervorragend zurecht und war auf Anhieb relativ fix.

Nun ist in mir der Ehrgeiz erwacht, mir das selbst zu erarbeiten, wobei ich eben an meine Grenzen stosse.

Zum Thema Topspeed. Hab mich da etwa nebulös ausgedrückt. Die Räder stehen ja mehr oder weniger im "X", d.h. vorne in der Spur negativ und hinten positiv. Nach meinen Eindrücken ist es schon so, wenn hinten nur sehr wenig positiv oder gar neutral ist die Topspeed am höchsten.

Hat die Höhe des Wagens bei Race einen Einfluss auf die Topspeed ?
 
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User 455

Die Spur ist was anderes als der Nachlauf.

Der Nachlauf beschreibt die Neigung der Achse um die sich die Vorderräder beim Lenken drehen.

Nachlauf 0 = Lenkachse senkrecht -> keine Sturzänderung beim Einschlagen
Nachlauf 15 = Lenkachse nach hinten geneigt -> Räder lehnen sich in die Kurve rein. kurvenäußeres Rad kriegt mehr negativen Sturz, kurveninneres mehr positiven Sturz.
 
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User 179

ich hätte da mal ne frage:
race pro kommt ja bald für die xbox360 raus. kann man die setups von race 07 irgendwie als textform o. ä. exportieren damit ich dann auch mal welche nutzen könnte?
 
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User 4552

Beim Honda habe ich auch immer das Problem, dass die hinteren Reifen und Bremsen so wenig belastet werden, dass diese einfach zu kalt werden im Laufe des Rennens.

Gibt es einen Trick, wie man die hinteren Reifen mehr belasten kann (am besten ohne den Flügel hochzuschrauben wg TopSpeed)?
 
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User 784

Ich würde die Bremsbalance etwas weiter nach hinten setzten.
Oder insgesammt das Heck looser einstellen:
- Dämpfer (am besten die schnellen) hinten härter (Zugstufe wirkt beim bremsen, Druckstufe beim Gasgeben)
- Federn ein wenig härter hinten (Bei Unebenheiten wird das Heck unruhig bzw mehr unruhiger als die Front)
- Stabi härter hinten (wirkt in der Kurve wie ein Dämpfer)

Im Gegenzug kannst du genau das Gegenteil für die Vorderachse einstellen.

Das Problem ist, das der Wagen etwas mehr mit dem Heck kommt, was die Reifen stärker verschleißt aber auf Temperatur hält. Mit der Bremsbalance kannst du das am besten verändern und wenn du links bremst natürlich während der Fahrt dann ausbalancieren. Nur sollte der Wagen so abgestimmt sein das er ausbalanciert fährt. D.h. wegen den Temp Prob vielleicht nur ein wenig mehr übersteuernd, was du dann zu Beginn des Rennens mit mehr Gas beim bremsen ausgleichst.

Auch die Fahrweise ist entscheidend. Fährst du mehr über die Vorderräder, verschleißen die eher, bzw die Temp steigt an und der Wagen rutscht mehr über die Vorderräder. Du solltest die Vorderachse also nicht überfahren, das kann auch die Ursache für das Problem sein.
Also lieber einen Tick früher bremsen, etwas langsamer in die Kurve rein mit weniger Lenkeinschlag und dann früh aufs Gas. Umso mehr Lenkeinschlag umso mehr reiben die Vorderräder und je nach Sim werden die dann wärmer und verschleißen mehr.
 
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User 2256

Danke für die Tips.

Ich fahre eher reifenschonend um eine gleichmäßige Performance zu haben. Mit stark abgebauten Reifen komme ich nicht klar und schmeisse die Karre regelmäßig weg. Ich nehme also eher den Lenkeinschlag zurück - auch um Schlupf zu vermeiden. Auch bevorzuge ich ein eher leichtes Heck beim Frontkratzer, was ich mit kontrolliertem Gas/Bremse versuche bei Laune zu halten.

Wenn's eine andere Möglichkeit gibt, dem Honda das Untersteuern (außer bei Schlupf natürlich) abzugewöhnen....

Im Moment ist mein Sorgenkind die Doppelrechts im Motodrom auf Start/Ziel. Die fahre ich komplett im dritten Gang und ich habe immer das Gefühl, daß ich die Karre regelrecht in diese Kombination zwingen muss, weil das Auto eher geradeaus möchte.
 
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User 4552

Das liegt an den weichen Federn, glaube ich. Wenn man die härter macht, dann liegt das Auto besser in der Kurve (mehr Rollwiderstand). Dann müsste man halt die Dämpfung schneller machen (kleinerer Wert) und dabei zusehen, dass man nen guten Grip bei Beschleunigung und beim Bremsen behält. Man, hätte ich gern MoTeC i2 ;-)
 
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User 455

Probier mal die Kiste hinten richtig hart zu machen. Stabi, federn und dämpfer...
wenn dir das heck dann zu stark kommt beim gas wegnehmen machste das leerlauf diff hoch auf z.b. 35 ...

dass die hinterräder beim fwd nicht auf betriebstemperatur kommen ist völlig normal. 60-70 grad ist meist das maximum. die belastung liegt halt zum großteil auf der vorderachse.
 
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User 784

D.h. wegen den Temp Prob vielleicht nur ein wenig mehr übersteuernd, was du dann zu Beginn des Rennens mit mehr Gas beim bremsen ausgleichst.
Das stimmt natürlich so nicht bei Fronttrieblern. :titop:
Es ist genau andersherum, bzw so einfach ist es auch nicht.

Bei einem Hecktriebler stimmt man die Bremsbalance eher mehr loose ab, bei einem Fronttriebler weil der Antrieb vorne ist aber eher untersteuernd. Das hat den Sinn. Gibts du gas und bremst gleichzeitig verschiebt sich die Bremsbalance nach hinten. Um den Wagen zu retten bremst du nur oder nur mit ganz wenig gas, so das die Bremsbalance dem einstellten Wert mehr vorne entspricht.

D.h. beim reinbremsen in die Kurve bleibst du ein bischen auf dem Gas um das Heck kommen zu lassen (nicht wie beim Hecktriebler um es zu retten), dann am besten das Gas immer weiter durchdrücken und die Bremse beim rausbeschleunigen immer weiter wegnehmen. Der Motor dreht schön hoch und den Wagen zieht es wunderbar aus der Kurve.
Weiß nicht wie das mit den Race Wagen klappt. Aber mit dem Mini in GTL ging das sehr gut. :racer:
 
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User 2256

Vielen Dank für die Hilfe. Habe mein Setup auf Basis dieser Tips mal überarbeitet und war auf Anhieb ne halbe Sekunde schneller. Auf Anhieb heisst: Nach einer Woche nicht-fahren in der zweiten Runde auf 0,3 Sekunden an meine PB herangefahren.

Die 1:47 ist jetzt endlich erreichbar. Vielen Dank für die Tips.
 
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