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Mein Einstieg - ein erster Bericht!

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User 29561

Hallo Zusammen,

nachdem ich Computer und Equipment nun endlich zusammen habe, möchte mich jetzt auch einmal vorstellen!

Ich komme aus Hannover und mein Weg zum Sim-Racing hatte seinen Auslöser - wie wahrscheinlich bei vielen Neueinsteigern - im COVID-Lockdown. Ich bin letztes Jahr im echten Leben vom Cayman 981 non-S auf einen 718 Cayman GT4 gewechselt. Bislang ohne Track-Erfahrung war für mich bereits nach 20 Minuten Track bei der Werksabholung in Leipzig klar, dass dieses Auto auf die Rennstrecke gehört. Ich hatte für dieses Jahr im April und Mai insgesamt 3 Trackdays bzw. Coachings gebucht, von denen zwei bereits abgesagt wurden und die letzte Veranstaltung Ende Mai ebenfalls noch auf der Kippe steht.

Wie ein trotziges Kind habe ich dann entschieden, die zurückerstatteten Nenngelder dafür zu nutzen, mir die Rennstrecken dieser Welt nach Hause zu holen. Meine Erfahrungen beschränken sich bisher auf Project Cars 3 (ja, ich weiß... :P) und GT Sport auf der PS4 - jeweils mit dem Controller. Nachdem ich letztes Wochenende endlich alles aufbauen und bereits mehrere Stunden fahren konnte, wollte ich gerne meine Eindrücke als blutiger Anfänger mit Euch teilen.

Equipment

Mein Setup sieht wie folgt aus:

be quiet! Pure Base 600 schwarz
AMD Ryzen 5 5600X
be quiet! Shadow Rock 3
MSI MPG B550 GAMING EDGE WIFI
16GB (2x8GB) G.Skill RipJaws V DDR4 3200MHz
1000GB Patriot P300 M.2 PCIe 3.0 x4 NVME
12GB AMD RX 6700XT
650W be quiet! Straight Power 11

Wheelbase Fanatec CSW V2.5
Wheel: Fanatec Clubsport BMW GT2
Pedals: CSL Elite Pedals inkl. Load Cell Kit
"Rig": Playseat Challenge

Gebrauchtkauf von Equipment


Pedals, Wheelbase und Wheel hatte ich gebraucht gekauft, weil die Verfügbarkeit bei Fanatec so schlecht war und ich mich gut genug kenne, um zu wissen, dass ich mit Logitech oder einem T300 nicht glücklich geworden wäre. Ich hatte darauf geachtet, dass überall noch Restgarantie vorhanden ist. Dennoch war ich überrascht, dass ich - bis auf wenige Gebrauchsspuren am Alcantara - keinen Unterschied zu Neuware feststellen konnte. Selbst alle Kartons waren vollständig intakt. Auch die Kontakte waren wirklich nett und unkompliziert, Daumen hoch für ebay Kleinanzeigen! (y)

Komplett-PC von Dubaro

Da faktisch keine tauglichen Grafikkarten unter € 950 zu bekommen sind, stellte sich ein Komplett-PC von Dubaro als günstigste Alternative heraus. Damit hatte ich allerdings einige Startschwierigkeiten, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Der Support hat sich jedoch super gekümmert, war konstruktiv und schnell. Ich würde dort wieder bestellen.

Die Performance ist gut bzw. auf dem Level, dass ich mit der Konfig (Ryzen 5 5600x, RX 6700XT). Ich fahre auf 3440x1440 und habe bis auf Spiegel und paar Kleinigkeiten bei Assetto Corsa Competizione (ACC) alles Auf Epic. Damit lande ich grundsätzlich (außer beim Start) bei 75 bis 85 FPS. Lohnt es sich aus Eurer Sicht, Details weiter runter runter zu drehen um konstant bei 100+ FPS zu spielen oder ist alles über 60 FPS eh gleich gut?

Lautstärke und Temperaturen bleiben dauerhaft niedrig, das Lauteste an meinem Setup ist tatsächlich der Lüfter der Wheelbase.

Playseat Challenge

Aus Platzgründen und der aktuellen Notwendigkeit, 2 Home-Office Arbeitsplätze in der Wohnung nachzuhalten (was eigentlich auch schon nicht geht), kam nur eine Lösung in Frage, die im Schrank verschwinden kann. Hier habe ich mir am meisten Sorgen gemacht, dass es Mist gekauft habe. Und das wurde nach dem Auspacken des Pakets nicht besser. Wie soll man darin stabil sitzen? Na ja, erstmal aufgebaut das Ding.

Der Aufbau überraschend schnell. Ich habe allerdings etwas gebraucht, bis ich verstanden habe, dass ich die Plate für Wheelbase abbauen und auf andere Löcher versetzen muss, damit die Bohrungen für die CSW V2.5 genutzt werden können. Den Strap für die Pedals habe ich gleich wieder in die Verpackung gelegt und stattdessen mehrere heavy duty Kabelbinder für die Befestigung genutzt (hoch Lebe das Internet!).

Was soll ich sagen, funktioniert top! Als kleinen Kompromiss habe ich von vornherein die Bremse im Fanatec-Treiber auf 40% gestellt. (Ein bisschen) gewackelt hat es bisher auch bei starkem Bremsen nur ein Einziges mal, als mir jemand aus dem Nichts vor die Karre gefahren ist und ich eine "Reflex-Notbremsung" gemacht habe. Aber auch da ist nichts verrutscht und ich konnte problemlos weiter fahren. Die Wheelbase sitzt bombenfest, fahre 100% FFB im Treiber und 75% Gain in ACC. Habe auch 85% ausprobiert, das ist ebenfalls total stabil und es gibt kaum Clipping, ist mir aber zu viel bzw. zu anstrengend. :LOL: Ich habe echt keine Ahnung, wie die Leute an ihren Lenkrädern rumreißen, damit die Base auf dem Playseat wirklich spürbar wackelt.

Klar ist der Playseat ein Kompromiss, mehr Flexibilität bei der Sitzposition und vollständig fixierte Pedals wären natürlich besser. Aber dass er so gut funktioniert, hätte ich nicht erwartet. Der Auf- und Abbau dauert jeweils 5 Minuten und damit wohl kaum länger als die Montage eines Wheels am Schreibtisch. Einer Tischklemme und Pedalen auf dem Fußboden ist der Playseat m.E. um Welten überlegen. In Anbetracht der Platzverhältnisse und dem Umstand, dass es mein Einsteiger-Setup ist, bin ich daher super zufrieden.

CSW V2.5 + BMW GT2 Wheel

Verarbeitung des Wheels war für mich überraschend hochwertig. Geht schon in die Richtung eines echten Lenkrads Es wurden vom Verkäufer DIY Magnetic Shifter verbaut, Schalten fühlt sich damit gut an. Die LEDs und das Display sehe ich beim Fahren im Prinzip nicht, ist für mich (zumindest aktuell) überflüssig.

Viel mehr kann ich dazu -insb. zur Wheelbase - eigentlich gar nicht schreiben, weil ich keinen Vergleich habe. Es macht was es soll, keine technischen Probleme, Treiber laufen auch. Kraft ist für mich ausreichend da, ich muss das FFB unangenehm hoch stellen, um irgendwie Clipping zu provozieren und das Feedback ist schön differenziert. Als Einsteiger wüsste ich nicht, was ich mehr benötige bzw. was ein DD mir darüber hinaus geben könnte. Das mag sich ja in den nächsten Monaten ändern.

Erste Fahrten

Ich habe bisher ACC und RaceRoom "gekauft" (Bei RaceRoom Track Package Europe und GT4 Package). Bin sofort auf ACC hängen geblieben, weil es deutlich besser aussieht. :-D

Zunächst einmal WOW! Der Sprung von Gran Tourismo Sport mit dem Controller zu ACC mit Fanatec-Equipment ist noch viel krasser, als ich es erwartet hätte. Es fühlt sich einfach gut und "aufregend" an. Zudem bin ich überrascht, wie viel man von der Strecke und dem Auto über das Force Feedback spürt. Ich muss dazu sagen, dass ich auf der PS4 auch nie besonders viel gespielt habe und auch nie Online. Ich habe also im Prinzip gar keine Vorkenntnisse.

Ich habe mir zum Start den Cayman GT4 geschnappt, weil ich denke, dass die GT4 nicht nur langsamer, sondern auch insgesamt leichter zu beherrschen sein müssten. Ich habe für den Einstieg Brands Hatch gewählt, weil ich die Strecke von der PS4 kenne und sie schön kurz ist. Hatte mir fest vorgenommen, mich dem Limit von unten zu nähern. Das hat die ersten 30 Minuten gut geklappt, dann dachte ich, ich hätte das Prinzip verstanden und bin diverse ungültige Runden am Stück gefahren. :-( Also kurz geschüttelt und den Fokus einzig darauf gelegt, nicht abzufliegen. Die Rundenzeiten wurden dabei zu meiner Überraschung (hatte es Youtube nich glauben wollen) trotzdem immer besser.

Hat sich richtig gut angefühlt - bis ich fest gestellt habe, dass meine Wohlfühl-Pace mit 1:40 pro Runde dann doch über 9 Sekunden langsamer ist, als die Bestzeit mit dem Cayman. Also weiter geübt und die Wohlfühl-Pace im Laufe des Sonntags auf 1:37er-Zeiten reduziert. Als Bestzeit kam eine 1:36,3 raus. Auf dieser Basis habe ich dann ein erstes Rennen mit der KI gewagt. Auch hier musste ich - wenig überraschend - feststellen, dass ich z.T. überfordert bin, wenn ich im Verkehr stecke :LOL:.

Es gibt also noch sehr sehr viel zu lernen und bis zum Einstieg ins Online-Racing wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Ich habe aber zumindest mal in die Lobby geschaut und festgestellt, dass das Angebot für die GT4-Klasse doch sehr überschaubar ist. Ich werde daher wohl direkt auf einen GT3 wechseln, weil ich perspektivisch online fahren will.

Aus Markenverbundenheit bin ich natürlich direkt in den 911 GT3 R gestiegen und habe damit kaum eine gültige Runde zu Stande gebracht. Nachdem mir das Internet erklärt hat, dass das nunmal kein Anfänger-Auto ist, hab ich mich etwas besser gefühlt und habe den AMG und den Ferrari (jeweils non-EVO) getestet. Taugt mir beides deutlich besser als der Porsche, im Ferrari fühle ich mich komischerweise wohler als im Benz. Mit dem Ferrari bin ich aus dem Stand 5 gültige Runden und eine niedrige 1:29 auf Brands Hatch gefahren, was sich ziemlich gut angefühlt hat. Klar fehlen da noch in jeder Kurve Welten, um nicht überall und immer im Weg zu stehen, aber es war nach dem Desaster im Porsche zumindest ein gutes Gefühl :-D

Zwischenfazit

Es macht mir super viel Spaß und bereue keinen Cent, den ich dafür ausgegeben habe!

Ich hatte mich zwar vorher eingelesen, aber ich muss zugeben, dass ich das Niveau dieses Hobbies dennoch unterschätzt habe. Das betrifft einerseits die Qualität und Haptik des Equipments, das wirklich nicht viel mit "Kinderspielzeug" zu tun hat, obwohl ich ja noch nicht ansatzweise ins das obere Regal gegriffen habe. Andererseits meine ich damit die Tiefe und Komplexität der Simulation, mit der ich mich noch nicht mal im Ansatz auseinander gesetzt habe und die Liebe zum Detail bei der Physik und dem Force Feedback.

Sofern man danach sucht, wäre die "Downside" für mich, dass man als Einsteiger gewisse Rüstkosten hat, bevor man richtig mitmachen kann. Da ich unter der Woche keine Zeit für Sim Racing habe, wird es möglicherweise noch Monate dauern, bis ich gut genug bin, um Online kein Risiko für Andere darzustellen -was ich in jedem Fall vermeiden möchte.

Vielleicht mache ich aus diesem Topic eine Art Blog um zu berichten, welche Fortschritte ich mache. Ich habe ja noch die Hoffnung, dass die Lernkurve am Anfang einigermaßen steil ist :-D

Beste Grüße
Marcel
 
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User 29196

Hallo Marcel,
ich bin eigentlich stiller Mitleser hier. Ich habe in deinem gut geschriebenen Erfahrungsbericht allerdings so viele Gemeinsamkeiten entdeckt, dass ich hier mal antworten möchte.
Ich komme ebenfalls aus Hannover und bin Ende letzten Jahres von Konsole (Xbox) auf PC umgestiegen. Raceroom und ACC habe ich ebenfalls runtergeladen und bin bei ACC hängen geblieben. Mein technisches Equipment ist deinem auch sehr ähnlich, allerdings hatte ich ein bißchen Platz und habe mir ein Alu-Rig aufgestellt. Ich kann dich nur ermutigen, einfach nur fahren und deine Zeiten werden automatisch immer besser.
Alleine fahren ist auf Dauer allerdings ein bißchen zu eintönig, deswegen habe ich mich ein paar Leuten angeschlossen, die regelmäßig fahren.
Also, weiter so. Vielleicht trifft man sich mal auf der Strecke...
Beste Grüße, Thorsten
 
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User 29905

Moin aus Erkrath (next to Duesseldorf ) . Schöner Bericht. Hätte von mir sein können. Und das obwohl ich schon vor vielen Jahren erstmals in Sim Racing einstieg ( damals mit F1 1996 von Ubisoft ) . Dann war lange Pause. Mit GTR2 bin ich 2005 wieder eingestiegen und bin für ein paar Jahre mehr oder weniger regelmässig gefahren, aber immer offline, Singleplayer. Durch einige Jahre echtes Rallyfahren kenne ich natürlich die "Basics" aber Rally ist in weiten Teilen ganz anders als Rundstrecke. Und die letzte, wirklich gute Rally-Sim ist heute auch uralt. Nach wiederum 10 Jahren Pause bin ich vor wenigen Tagen erneut in den virtuellen Rennwagen in meinem alten GTR2 (mit HQ Mod ) gestiegen und die alte Begeisterung war sofort wieder da. Sound und Stimmung sowie das überarbeitete FFB ( durch mods in der .plr ) sind noch immer super. Zum Wiedereinbsteig habe ich mir ein TM TS-XW plus Sparco 310 Lenkrad und die TM Loadcell Pedale gegönnt. Da die ohne Rig noch nicht optimal zu nutzen sind, warte ich jetzt auf die Lieferung von Motedis...Fahre aber schon am Schreibtisch - Der PC als Herzstück ist ein Ryzen9 3900 X mit Nvidia 2080 Super Graka. Damit läuft alles flüssig.

Achtung, was jetzt kommt ist alles subjektiv und individuell aus meiner ganz persönlichen Sicht.
An Sims habe ich mir fast alles geholt was derzeit mindestens halbwegs realistisch ist, also AC, ACC, AMS2, rFactor2 und Raceroom(full package ). Es fehlt eigentlich nur noch iRacing, wobei ich mir das eher nicht holen werde. Habe ja auch noch GTR2 und rfactor1 aus alten Tagen sowie GT-L.
Das ich soviele Sims habe , hat verschiedene Gründe. Zum einen Fahre ich auch gerne mal was anderes als nur GT3 und zum anderen will ich testen, mit welcher Sim ich insgesamt am besten klarkomme. Das fängt bei der Fahrzeugauswahl an und geht über Realismus, Grik/Optik aber auch Streckenfeeling und , natürlich, wie sich die Autos anfühlen. Wie sich ein richtiges Sportauto generell auf einer Rennstrecke anfühlt weiss ich noch aus Rallyzeiten, wo wir ja auch schon mal die ein oder andere SP auf Rennstrecken wie Hockenheim, Mainz Finthen usw. gefahren sin. Dann mit Strassenabstimmung. Klar, ein Formelrenner und die GT3 Fahrzeuge oder gar die DTM Racer fühlen sich nochmal wieder anders an, aber das Grundsätzliche ist bei allen Renn/Sportwagen gleich.

Derzeit bin ich also dabei, mir meine "Medallien" in ACC zu erwerben und FFB Tests in Raceroom durchzuführen. Die beiden Sims sollen in Zukunft meine primären Sims fürs Online-Racing im GT und Sportwagen-Cup Bereich werden, soviel steht nach einer Woche Tests schon fest. Bei den Formel-Fahrzeugen und den Prototypen sieht es so aus, dass derzeit rfactor2 mit den F1 - F3 Mods die Nase vorne hat. Nirgends sonst fühlen sich für mich die Formel Boliden so "echt" an. Wobei ich gerne Formel fahre ohne DRS und sonstige Power-Helferlein. Bei den Protoypen/LeMans Fahrzeugen fand ich AMS2 besser als jeden AC Content hierfür. AC ist eine Klasse Programm und die Formelrenner kommen direkt hinter den rFactor2 Pendants. Etwas besser als die Formelfahrzeuge in AMS2. Wobei ich bei AMS2 noch nicht mit dem FFB setup durchbin und die Formelfahrzeuge in Raceroom noch gar nicht getestet habe..kommt alles noch. Als Frührentner (62) habe ich ja Zeit...

Uhhhppss , ist länger geworden als gedacht. Naja, vielleicht trifft man sich mal auf der Strecke. Bis dahin dir weiterhin viel Freude und Erfolg mit dem Sim-Racing.
Grüsse Stefan ( Redfox Racing )
 
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User 2114

Noch jemand aus der Nachbarschaft, willkommen im Forum Marcel. Für den Einstieg hast du da eine gute Wahl getroffen finde ich. Je nachdem wie lange die Einschränkungen der Pandemie noch anhalten könnte es aber noch ziemlich eskalieren ;-)
Wenn sich die Lage hier wieder etwas normalisiert hat und du gern mal iRacing und ein Direct Drive Wheel ausprobieren möchtest melde dich gern mal bei mir.
 
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User 29561

Hallo Johannes,

vielen Dank, darauf komme ich in der Zukunft gerne mal zurück!

Beste Grüße
Marcel
 
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User 27719

Herzlich willkommen Marcel, schön dass du zu diesem coolen Hobby gefunden hast 😊

Sofern man danach sucht, wäre die "Downside" für mich, dass man als Einsteiger gewisse Rüstkosten hat, bevor man richtig mitmachen kann.
Ja, das stimmt natürlich. Aber es gibt halt keine günstigen Hobbys. Verglichen mit anderen Dingen - ich bin zum Beispiel fast 10 Jahre große RC Helikopter geflogen - ist Sim Racing beinahe günstig. Wenn mans mit "real life" Trackdays vergleicht, sowieso. Aber ja, wenn man nicht Low End einsteigt, ist man die ersten 1500 Euro ziemlich schnell los 😉


im Ferrari fühle ich mich komischerweise wohler als im Benz.
Finde generell - natürlich subjektiv gesehen - dass der Ferrari fürs anfangen gut geeignet ist, da er ein sehr neutrales Handling hat.
 
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User 28307

Finde generell - natürlich subjektiv gesehen - dass der Ferrari fürs anfangen gut geeignet ist, da er ein sehr neutrales Handling hat.
Wobei das auch wieder streckenabhängig ist. In Okayama fand ich den Ferrari auf jeden Fall bissl unangenehmer zu fahren, als den BMW (also im fixed setup). Wobei ich den Ferrari auch gern fahre, der ist schon sehr angenehm im Handling.
Hängt denke ich aber auch alles vom eigenen Fahrstil und den diesbezüglichen Vorlieben ab. 🤷🏻‍♂️
 
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User 29561

Hallo Robert,

vielen Dank!

Ja, das stimmt natürlich. Aber es gibt halt keine günstigen Hobbys. Verglichen mit anderen Dingen - ich bin zum Beispiel fast 10 Jahre große RC Helikopter geflogen - ist Sim Racing beinahe günstig. Wenn mans mit "real life" Trackdays vergleicht, sowieso. Aber ja, wenn man nicht Low End einsteigt, ist man die ersten 1500 Euro ziemlich schnell los 😉
Im Vergleich zu echten Trackdays ist das in der Tat ein günstiges Hobby :LOL:

Meine Formulierung war wahrscheinlich etwas unglücklich, mir ging es dabei insb. auch um die zeitlichen Rüstkosten, um ein Level zu erreichen, auf dem man nicht nur im Weg rum steht und keine Gefahr für die anderen darstellt. Online traue ich mich bisher noch nicht, weil mir da einfach noch meherere Sekunden bei der Pace fehlen.
 
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User 27719

Hängt denke ich aber auch alles vom eigenen Fahrstil und den diesbezüglichen Vorlieben ab. 🤷🏻‍♂️
Absolut. Ich fahre zum Beispiel wahnsinnig gerne Porsche, bin damit aber einfach nicht so schnell wie mit dem Ferrari. Dass das Auto schnell genug wäre, sieht man ja dennoch vielerorts - hier liegt das Problem bei mir zwischen Lenkrad und Rückenlehne :ROFLMAO:

mir ging es dabei insb. auch um die zeitlichen Rüstkosten, um ein Level zu erreichen, auf dem man nicht nur im Weg rum steht und keine Gefahr für die anderen darstellt.
Ja, das ist völlig klar. Gerade um auch auf längeren Stints konstant zu sein, braucht es eine Menge Training. Auf eine Runde bekommt man bald mal gutes Tempo hin - war zumindest bei mir so. Auf eine Renndistanz schnell zu sein braucht definitiv mehr Zeit. Aber das kommt mit viel Training auch von alleine!
 
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User 30136

Toller Bericht. Vor allem deinen Ausführungen zum Playseat. Ich hadere mit der Anschaffung, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass die Load Cell Bremsen damit gut harmonieren. Aktuell habe ich ein T300 RS GT, allerdings mit einer Acelith F1 Mod und die T-LCM Bremsen. Beides montiert auf einem sehr alten Wheelstand Pro und darunter liegen noch mal extra Rutschmatten, weil es doch manchmal ein wenig rutscht. Gespielt wird im Alu-Campingstuhl, der eben einfach noch da war, mega bequem ist und sich ulkiger Weise auch in F1 Positionen schieben lässt.

Ich denke ich werde den Playseat doch auch mal wagen. Danke dafür.
 
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