Könnt ihr mir vielleicht Tagfahrleuchten empfehlen?

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User 2602

Ich bin eigentlich überzeugter "auch-bei-Tag-mit-Licht-Fahrer" und bisher hatte ich Tagfahrleuchten von InPro. Und zwar diese hier.
in.pro. GmbH

Leider war ich mit der Qualität überhaupt nicht zufrieden. Die Leuchten waren ja sowas von undicht. Nach jeder Regenfahrt schwappten die Lampen halbvoll mit Wasser.
Bzw. Wasser stand grundsätzlich immer drin, mal mehr mal weniger. Ich habe die Lampen dreimal reklamiert, jetzt hat sich InPro erbarmt und sie zurückgenommen.


Ich bekomme eine Gutschrift beim Händler und die sollte idealerweise wieder für neue Tagfahrleuchten investiert werden. Marke ist egal, muß nicht von InPro sein. Allerdings bin ich jetzt ratlos welche Lampen gut sind, bzw. wasserdicht. Vielleicht könnt ihr mir raten, oder aus eigener Erfahrung welche empfehlen? Sie sollten maximal nicht sehr viel größer sein wie die alten InPros. Eventuell auch schon mit LED-Technik? Vielleicht gibts hier unter den Autobegeisterten welche die Ahnung haben....

Greetz

Karsten
 
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User 23

??? Wenn ich tagsüber mit Licht fahren will, dann schalte ich das einfach ein. Sollte doch jedes Auto haben....
 
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User 431

Abblendlicht "kostet" bis zu 0,5 l/100km, Tagfahrlicht quasi nichts, bringt aber ungemein viel in Bezug auf die Verkehrssicherheit.
 
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User 3205

Was bitte bringt Tagfahrlicht in B ezug auf Sicherheit? Wenn es bewölktist und regnet klar, aber bei normalem Wetter???
 
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User 431

Gibt genug Leute, die bei Regen und Wolken immer noch ohne Licht rum fahren, und auch bei normalen Wetter sieht man Autos mit Licht deutlich eher als Autos ohne Licht.
 
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User 3205

Hm..na ich weiss nicht....Wenn das wenigstens Rückleuchten wären, aber so isses mir doch Wurst, ob ein entgegenkommender Licht an oder aus hat. Also emfinde ich zumindest so...Vielleicht täusche ich mich auch nur, aber das ist doch Geldmacherei. Auffälliger ist da doch denke ih die Farbe des Fahrzeugs..also rot fällt besser auf als schwarz/grau usw.
 
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User 434

Innerorts spielt es sicherlich keine große Rolle. Wenn du aber bei Sonnenschein mal auf einer Straße fährst, wo links und rechts nur Wald ist oder meinetwegen auch nur ein paar Bäume sind, kann man einige Autos manchmal erst später erkennen.

Mir ist es bisher einmal beim Überholen passiert. Da spielt dann auch die Farbe des Autos keine Rolle, da man die aus mehreren hundert metern Entfernung nicht sehen kann.

Gab da auch mal bessere Beispiele, aber dieses Bild zeigt es auch einigermaßen bei den beiden Fahrzeugen ganz hinten:
47a1c024638e0_ttagfahrlicht.jpg
 
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User 670

Ich würde dafür keine müde Mark - ups Euro - ausgeben. Die 0,5l Mehrverbrauch kommen vermutlich von einem Tagfahrleuchtenhersteller, die glaube ich einfach nicht, der Mehrverbrauch dürfte eher im Rauschen untergehen. Dann lieber früher hochschalten, usw.

In vielen Ländern ist das Tagfahrlicht vorgeschrieben, der Nutzen in Punkto Sicherheit ist belegt.
 
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User 214

Jup, es heißt auch immer, man würde nen halben Liter Sprit sparen, wenn man die Klimaanlage ausschaltet... hab' ich noch nix von gemerkt.
Wenn es da einen Effekt gibt (was ja durchaus Sinn machen würde), dann ist der so klein, dass man ihn an der Zapfsäule kaum messen kann.

Der Sinn von Tagfahrleuchten ist imo auch weniger der Spritsparaspekt, sondern mehr die Haltbarkeit.
So LED-Dinger sollten da eigentlich deutlich unempfindlicher sein.


Find' es auch gut, dass immer mehr Autos damit serienmäßig ausgerüstet werden.
Bei schwierigen Lichtverhältnissen bringt's nämlich definitiv was.
Und schwierige Lichtverhältnisse sind nicht nur Regen und Nebel.
Auf Landstraßen ist z.B. der ständige Wechsel von Licht und Schatten nicht unproblematisch.
Tiefstehende Sonne ist auch so ein Thema...
 
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User 6350

Hm..na ich weiss nicht....Wenn das wenigstens Rückleuchten wären, aber so isses mir doch Wurst, ob ein entgegenkommender Licht an oder aus hat. Also emfinde ich zumindest so...Vielleicht täusche ich mich auch nur, aber das ist doch Geldmacherei. Auffälliger ist da doch denke ih die Farbe des Fahrzeugs..also rot fällt besser auf als schwarz/grau usw.

eben nicht, das hat mit geldschneiderrei nix zu tun, es geht ganz allein um die sicherheit.

es sollte langsam mal eingeführt werden, das auch am tage mit licht gefahren werden muss.

ich habs schon mehrfach erlebt, man erkennt die autos viel eher, auch beim schönsten sonnenschein und sowas kann leben retten.
 
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User 709

Hi
um auch mal die Ausgangsfrage zu beantworten: Greif zu Hella. Die wissen was sie tun.
InPro verkaufte ursprünglich Folien und seltsame Aufkleber. Und das sollten sie auch weiter tun.

0,5l/100km halte ich im übrigen auch für bei weitem übertrieben. Selbst wenn das Abblendlicht zusammen 140W braucht, ist das nur ein Bruchteil der Motorleistung. Selbst bei Halbgas und wenn vielleicht nur vom Motor 10kW Anliegen brauchen die Lampen 1,4% der Motorleistung.
 
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User 4938

Diese Rechnung geht leider nicht auf, Du kannst die elektrische Leistungsaufnahme der Scheinwerfer nicht mit der mechanischen Arbeitsleistung des Motors vergleichen. Selbst wenn der Generator einen Wirkungsgrad von 100% hätte.

In der Regel hat eine Halogenbeleuchtung am Auto +/- 120 W Aufnahme (2*50W Abblendlicht vo + 2*5W Standleuchten + 2*5W hintere Leuchten), bei Fernlicht mehr, bei Xenon + LED weniger.

Das ist die Leistungsaufnahme der Leuchten, d.h. der Generator muß diese ständig liefern und hat dabei noch Wirkungsverluste. Alles in allem resultiert eine höhere Belastung in höheren magnetischen Gegenkräften am Riemenantrieb, den der Motor speist. Also je mehr Verbraucher laufen, umso schwerer läßt sich der Generator bewegen, umso mehr mechanische Motorleistung wird gebraucht.
Man kennt das von den alten Fahrrad-Dynamos, obwohl die eigentlich recht einfach mit den Fingern zu drehen waren, in Aktion hat er doch schon spürbar gebremst. Und da wurden höchstens 5-10W erzeugt.

Da selbst "moderne" Verbrennungsmotoren oft nicht über 30% Wirkungsgrad kommen (der Rest verpufft in Wärme/Abgase,...), ist der Energiebedarf in Form von Kraftstoff einiges höher als eigentlich erforderlich wäre.

Einen vergleichbaren Verbrauchsdurchschnitt zu errechnen, ist ziemlich unmöglich, und 0,5l sind sicherlich nur Extremwerte. Eine dicke Soundanlage im Dauerbetrieb erreicht ähnliche und höhere Werte, die Heckscheibenheizung auch.

Mein Argument gegen Tagfahrlicht wäre allerdings, daß man mit einer Generalbeleuchtung aller PKWs allen anderen, ohnehin schon "schwachen" Verkehrsteilnehmern weitere Nachteile aufbürdet. Das fängt bei Motorrädern an, die keinen Vorteil mehr hätten (durch die schmalere Silhouette und die flinkeren Bewegungen ist bei ihnen die vorgeschriebene Beleuchtung tatsächlich ein großer Vorteil im gesehen werden), und hört bei Fahrrädern und Fußgängern auf, die zwischen den Autos immer mehr in den "Schatten" gerieten.

Ich denke aber auch, daß es wahrscheinlich riesige Unterschied zwischen den einzelnen Autofahrern gibt, in bezug auf Helligkeits/Kontrastwahrnehmung. Hängt davon ab, wieviele Stäbchen/Zäpfchen man auf der Netzhaut (?) hat. Ich weiß durch arbeitsmedizinische Pflichtuntersuchungen an mir, daß ich da sehr gute Werte habe. Das war mir aber auch selbst schon oft aufgefallen, daß ich bei Dämmerung meistens noch einiges mehr erkennen/unterscheiden kann als manche anderen.

So erkläre ich mir auch, warum ich beim Autofahren selten Probleme habe, in der Dämmerung unbeleuchtete Fahrzeuge erkennen zu können. Die Fahrräder sind dann aber als erste unerkennbar, erst dann die großen, glänzenden Autos. Ich kann mir aber auch vorstellen, wie das wäre, wenn ich "nachtblinder" wäre als jetzt. Man muß sich nur mal bei dem obigen Beispielbild einen einzelnen Radfahrer zwischen den beleuchteten Autos vorstellen, der würde noch mehr in den Schatten rücken.

Wir Autofahrer sollten uns selbst nicht auf Kosten anderer verbarrikadieren. Ein Radfahrer oder Fußgänger hat oft nur den einen, ganz kleinen Versuch zu überleben. Wir haben 5 Sterne und noch mehr Airbags...

Den einzigen erkennbaren Vorteil hatte ich selbst bisher nur im Baltikum erfahren. Dort gilt wie in Skandinavien ganzjährig Lichtpflicht. Winter ist klar, da ist es viel länger dunkel als hier. Und im Sommer brachte es auf den schnellen und kurvigen Landstraßen durch die riesigen Waldgebiete (mit sehr hohen Nadelbäumen) den Vorteil, daß wenn man überholen wollte, man den Abstand zum entgegenkommenden Fahrzeug besser abschätzen konnte.

Wenn ich nicht genug sehe zum Überholen, warte ich auf eine bessere Gelegenheit, es zwingt mich keiner. Andere Vorteile, außer im Wald, habe ich dort in tausenden gefahrenen Kilometern noch nicht erkennen können.

Ich finde, solange es immer noch soviele Autofahrer gibt, die keinen Zebrastreifen kennen, dürfen wir auch nicht mit Licht fahren. Wir werden einfach zu egoistisch.
 
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User 572

Der für mein Empfinden entscheidende Nachteil ist, dass dann – wenn jetzt alle mit Tagfahrleuchten fahren – die Motorradfahrer so gut wie nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Ich find‘s völlig überflüssig. Wenn man einigermaßen mit offenen Augen fährt, sollte man sogar tagsüber Autos erkennen können – auch ohne Licht.
 
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User 214

Wenn man mit offenen Augen durch die Gegen fährt, sollte man auch sehen, wenn der Vordermann bremst, oder?

Wieviele Unfälle passieren jährlich so im Durchschnitt, weil es irgendwer nicht gesehen hat?
Sind das alles untaugliche Idioten?
Wohl kaum.
 
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User 572

Wenn man mit offenen Augen durch die Gegen fährt, sollte man auch sehen, wenn der Vordermann bremst, oder?

Wieviele Unfälle passieren jährlich so im Durchschnitt, weil es irgendwer nicht gesehen hat?
Sind das alles untaugliche Idioten?
Wohl kaum.

Nun, da müsste man jetzt gegenrechnen wieviele Unfälle nicht passiert wären wenn die Fahrzeuge Lich an gehabt hätten. Haste dazu vielleicht irgendeine Quelle?

Noch mal: ich find's scheiße das man dann die Mopetfahrer kaum noch von den Autos unterscheiden kann. Das war bisher das einzige Mittel was die Jungs (und Mädels) auf'm Mopet zu bieten hatten um nicht übersehen zu werden. Ich persönlich finde es beim PKW (oder gar LKW) überflüssig. Ich behaupte jetzt mal, dass ich die auch ohne Licht sehe. Zumindest hat das in den letzten 30 Jahren wunderbar geklappt.

Das ist meine persönliche Meinung.
 
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User 7

Man kann ja auch mit einem Stammtischspruch antworten.

Wenn die Mopedfahrer sich mal zusammenreissen würden und nicht immer alle anderen übertölpeln müssen, hätten sie kein Problem zu spät gesehen zu werden.

Fritz, ob Du seit 30 Jahren sehen kannst bringt einem gar nix wenn ein "Blinder" in der Haube hängt der einen evtl. mit Licht besser gesehen hätte und von diesen Leuten gibt es genug.
 
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User 431

Töte ich jetzt Motorradfahrer, weil ich wirklich immer mit Licht fahre?
 
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