Kleine Ligaorgainfos (fortlaufend)

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
U

User

Sinn dieses Threads ist es vordergründig, euch einige Fragen zu elementaren Themen der
Ligaplanung und -Orga zu beantworten (und auch direkt auf Kritik einzugehen).
Hintergründiger Zweck: Dies wird ein Thread, den ich in vielerlei Situationen schön verlinken kann ^^.

Ich habe vor, in loser Folge allerlei aktuelle Themen hier abzuhandeln. Da dies hier aber nicht wieder zu einem
Endlosdiskussionsthread ausarten soll, bleibt das Thema geschlossen. Diskussionen, Kritik & Anregungen werden aber
gerne im Allgemeine Diskussionen Thread gesehen :).



Teil I - Auswahl der Stammfahrer/Teilnehmer

Zu Begin der meisten Simracing-Meisterschaften gibt es bei "ausreichend" interessierten Personen und
dann meist weniger Startplätzen als potenziellen Teilnehmern ein grundsätzliches Problem: wie und in
welcher Form ermittelt man die Stammfahrer? Hierzu gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Gucken wir uns
die gebräuchlichsten und erwähnenswerten an:


First come first served
Oder auf Deutsch: Wer zu erst kommt, bekommt den Platz (meist über Forum oder Formulare). Eine sehr einfache und
unaufwändige, aber auch fragwürdige Variante. Abhängig vom Beginn der Anmeldung und größe des Interesses haben
Personen mir Schichtdienst o.ä. zu dieser Zeit kaum mehr eine Chance auf einen Stammplatz. Daneben ist auch die hier
abverlangte Fähigkeit (möglichst schnell posten) nicht unbedingt diejenige, die entscheidend/gefördert sein/werden sollte.
IMHO daher eine in ihrer "Reinform" unfaire und möglichst nur in Notfällen oder bei Funevents/Trophys anzuwendende Variante.


Qualifikationsrennen (online)
Grundsätzlich eine interessante Variante. Beispiel: jeder Fahrer muss an 2 Online-Rennen (mit realen Gegnern)
teilnehmen. Sein bestes Ergebnis (anhand einer Punktewertung) entscheidet über seine Teilnahme. Die Erfahrung
zeigt aber, dass es immer wieder vorkommt, dass Teilnehmer durch fremdverschulden weniger Punkte
erfahren, als ohne dieses Fremdverschulden, und nur durch dieses ihren Startplatz nicht erhalten. Auch ist
die Härte in den Zweikämpfen in den punktekritischen Platzregionen in diesen Rennen meist sehr hoch. Ein weitere
problematischer Punkt: Kann ein Fahrer nur an einem der beiden Rennen teilnehmen (was legitim sein muss)
ist sein Riskio trotz ausreichender Leistung ohne eigenes Verschulden keinen Startplatz zu erhalten relativ hoch.
Weiterer Nachteil: Sehr harte Folgen von CTD's/Discos etc. Trotz dieser Nachteile eine immer wieder bedenkenswerte
semi-faire Alternative. Pluspunkt:Konstanz und Ausdauerfähigkleiten werden abverlangt.
Zusatz-Pluspunkt: gemeinsame Aktivität (TS o.ä.)


Qualifikationsrennen (offline)
Beispiel: VRTCC 5 (original Renndistanz). Faire Variante, die jedoch sehr trainingsintensiv ist
und "gemeinsames Fahren" eher verhindert als fördert. Vorteil: keine enge Terminbindung (meist nur vorgegebener
Zeitraum) für die Teilnehmer. Daneben ist als Pluspunkt zu nennen, dass den Teilnehmen eine konstante
Leistung über einen gewissen Zeitraum (in o.g. fall ca.20 Minuten) abverlangt wird. Aber auch hier (siehe Hotlapping)
reicht konstanz alleine nicht aus, um die jeweilige Vorsaison erfolgreich zu absolvieren. Im speziellen Fall der VRLN taucht
ein spezifisches Problem auf: Eine offline Renndistanz wie in der VRTCC scheint wenig sinnvoll, knapp 3h alleine
auf der Nordschleife will kaum jemand unterwegs sein. Hauptproblem ist allerdings die verfügbarkeit gut kuntionierender
Tools. Sind diese nicht vorhanden (oder zu beschaffen), fällt diese Variante weg. Ist ein entsprechendes Tool vorhanden
eine in Kombination mit einer auf die jeweilige Meisterschaft angepasste ausgewogenen Rennlänge bedenkenswerte Variante.


Hotlapping (online)
Vorwort: Ausgiebiger, da mir naheliegenderweise anhand der Kritik mehr Aspekte dazu direkt vorliegen.

Nun zur in der VRLN verwendeten Variante. Vorweg ein kleiner Exkurs: Das Märchen "Der dowe Hotlapper":
Es war einmal ein Simracer, der grundsätzlich nur auf eine fliegende Runde schnell war, und Rennen nie zuende fuhr.
Jetzt schaue man sich die Psyche dieser Person an: Sie scheint einen imensen Ehrgeiz entwicklen zu können, gleichzeitig
aber so strunzdumm zu sein, dass sie nicht bemerkt, dass gute Rennplatzierungen von Nöten sind,
um in irgendeiner Form ernsthafte Anerkennung/Erfolg ernten zu können. Gleichzeitig ist diese Person trotz
intensivstem Training nicht dazu in der Lage, von 95-100% Riskio in der Qualifikation auf ein weit geringeres
Riskio im Rennen umschalten zu können.
So, und nun die ernste Variante:
Es gibt gaaanz wenige Fahrer, vielleicht 1% der Szene, die man mit Fug und Recht so nennen könnte.
Hotlapping gehört zum Simracing und zu jedem guten Simracer wie Tannenbäume zu Weihnachten.
Zu jedem Training und Setuptesten gehört Hotlapping, man kann fast sagen: Training & Setupbau besteht
zu 80% aus Hotlapping (Der eine trainiert viel, ein Anderer kaum - jedoch werden beide Gruppen meist über
"einzelne" Runden trainieren und anhand der erzielten Rundenzeiten Rückschlüsse ziehen. Das ist Hotlapping).
Letzter und beliebtester Punkt: "Der Fahrer XY ist aber doch nur ein Hotlapper" und hat daher eine Teilnahme
an der Meisterschaft YZ weit weniger verdient als ich, der ich meine Konstanz und Langstreckenfähigkeiten
garnicht einbringen konnte. Ich machs kurz: Das ist falsch. Im Regelfall gilt: Wer dich auf eine schnelle Runde
deutlich schlägt, wird dich meist auch im Rennen schlagen. Die Rennlänge spielt hier nur eine
untergeordnete Rolle. Alleine schon deshalb, da die Fahrer sich die Ligen aussuchen, die ihren Vorlieben
entsprechen. Ein Fahrer mit reinem Kurz-Rennen-Interesse also logischerweise nicht die VRLN.

Der Exkurs dürfte bereits einiges klarer machen, fehlen noch die sonstigen Punkte: Negativ ist zu nennen,
dass geringe Hotlap-Zeit-Abstände nicht zwangsläufig das genaue Kräfteverhältnis in Langstreckenrennen
widerspiegeln. Der vermeintliche Nachteil des großen Zeitaufwandes entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als
nur teilweise zutreffend. Gegenüber Qualifikationsrennen (offline) ist er definitiv nicht gegeben, gegenüber
Qualifikationsrennen (online) nur sehr bedingt, denn spätestens nach einem dieser 2-X Rennen werden alle
Teilnehmer ihr Trainingspensum erhöhen. Einzig gegenüber der First-Come-First-Served-Variante ist dieser
Nachteil gegeben. Weitere Vorteile (s.o.): Keine Terminliche Vorgaben/Abhängigkeiten (meist Zeitraum),
Förderung gemeinsamer Aktivität (TS etc.), da offener Server, keine Abhängigkeit vom Fahrverhalten
der anderen Teilnehmer, gute Möglichkeit des Lernens von Anderen (direkt, oder wie hier sehr einfach per Replay),
Spannung über einen längeren Zeitraum. Fazit: Neben dem Qualifikationsrennen (offline) eine der fairsten Varianten.




Mischformen

...to be continued....
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben