Frau stirbt im Krankenhaus keiner Hilft

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User 163

euch ist schon aufgefallen dass das ganze in den USA passiert ist, ein Land das bekanntermaßen ein beschissenes Sozialsystem hat :rolleyes:

Ich glaube mal in diesem Fall hat das weniger mit dem beschissenen Sozialsystem da drüben zu tun, sondern mit der Tatsache, daß mehrere Menschen gesehen haben, daß die Frau dort liegt und sich niemand auch nur die Mühe macht, mal hinzugehen und zu schauen was los ist. Unglaublich sowas.

Kann ich mir aber hier, im Lande des Egoismus und "mir doch egal" ebenso vorstellen. :(
 
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User 920

Ich glaube mal in diesem Fall hat das weniger mit dem beschissenen Sozialsystem da drüben zu tun, sondern mit der Tatsache, daß mehrere Menschen gesehen haben, daß die Frau dort liegt und sich niemand auch nur die Mühe macht, mal hinzugehen und zu schauen was los ist. Unglaublich sowas.

Kann ich mir aber hier, im Lande des Egoismus und "mir doch egal" ebenso vorstellen. :(

Richtig, steht aber auch 2 Sätze weiter im selben Text von mir. Dass diese Einstellung auch zu uns rüberkommt oder teils schon ist, ist auch wahr, aber ich bezweifel dennoch dass bei uns jemand verstirbt weil er gesetzlich versichert ist und ihm niemand hilft. Diese Argumente gehen doch wohl recht derb an der Tragödie vorbei.

Auch die Story mit der 13jährigen, sofern wahr da es auch nur ein Blog oder so ist, ist nicht vergleichbar, da ihr per Notarzt schon ärztliche Hilfe geboten wurde. Sie wurde also nicht liegen gelassen. Ob sie heute noch leben würde ist reine Spekulation, bei so einer Krankheit kann alles passieren.
Dass KH teils niemanden aufnehmen liegt oftmals an Überfüllung. Aus Kreisen Bekannter (1. Hand) weiß ich dass teils Patienten (Kasse) in den Gängen übernachten mussten weil einfach kein Platz mehr war, natürlich in nem Bett. Aber auch hier wurden die nicht liegen gelassen, wenn auch hier ein Klassenunterschied zum tragen kommt. Ärgerlich aber nicht gefährlich.

Imo haben hier einige noch net erkannt dass wir ein Krankensystem haben dass, verglichen mit anderen Nationen, kein Grund zum meckern gibt. Natürlich stößt es an die Grenzen ähnlich wie die Rente, aber hier wird auf verdammt hohen Niveau gemeckert. Und jeder kann ja in eine Private wechseln wenn er die GKV scheisse findet. Wenn er sich es net leisten kann, ist es ja nicht das Problem vom Staat.

Ich bin bei der DAK und zufrieden ;)
 
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User 465

Kommt ganz einfach mal nach Berlin und werft einen Blick in das bekannte Klinikum Steglitz, da bekommst du schlicht das Kotzen wenn du einen Austausch mit einer Krankenschwester führen möchtest, Polnisch, Russisch, Ukraine. Frage nach dem Stationsarzt, Libanon, Ägypten, Afrika. Da kann ich nur noch den Kopf schütteln was hier in Berlin abgeht und so zieht sich das Personal durch viele Krankenhäuser dieser Stadt. Es wird über kurz oder lang mit dem zum teil schlecht ausgebildeten Personal der Krankenhäuser keine Garantie geben ob du nach einer harmlosen Ohr OP das tageslicht wieder sehen wirst, da ist es vollkommen egal ob Privat oder Gesetzlich Versichert. Wo der Deutsche Arzt seine Brötchen verdient, das brauche ich hier keinem erzählen.

Schau dir Pflegeheime und Sozialstationen an, da wirst du mit Pflegestufe 1-3 von gelangweilten Hausfrauen aus allen Ländern dieser Erde versorgt, weil, mehr Kohle kann man mit Alten nicht verdienen. Das ganze System stinkt zum Himmel. Jetzt will Ulla durchreifen :D mit der schließung schlechter Heime, aber erst ab 2011.
 
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User 510

Ich bin bei der DAK und zufrieden ;)

Wenn Dir bei der Arbeit mal etwas auf die Füsse fallen sollte und Du orthopädisch versorgt werden mußt, wirst Du Dich über die DAK sehr wundern wenn nicht sogar ärgern.

Wenn Du willst schreib ich dir mal per PN einige Hintergründe...

Die DAK ist nämlich für meine Branche gesprochen ein ganz 'böser' Finger...

Nochwas:
Die gesetzlichen Krankenkassen arbeiten heute nach dem Prinzip: Sparen auf Kosten der Versicherten! Und zwar alle! Hauptsache die Vorstände pumpen sich weiterhin die Taschen voll. Ich bin privat versichert und bekomm die Leistung die mir hilft, nicht die unter dem Deckmantel der Wirtschaftlichkeit verpackte Billigleistung! Keine halbherzigen Wischi-Waschi Lösungen.
Das ist es nämlich was übrigbleibt: Billigware/ Leistung etc. bezahlt von euren ständig steigenden Beiträgen!
Heutzutage bezahlt keine Krankenkasse das Heil- oder Hilfsmittel welches am besten wirken und helfen würde. Das billigste wird genommen weil es ja ach so günstig ist. Keine wehrt sich dagegen und die Vorstände der Krankenkassen lachen sich kaputt :)

Gestern unterhielt ich mich noch mit einem Diabetologen weil einer älteren Diabetikerin von der Allgemeinen Ortskrankenkasse die Diabetiker-Schutzschuhe abgelehnt wurden. Einlagen würden, nach Angaben des medizinischen Dienstes, ausreichen.
Der Arzt reicht Widerspruch gegen diesen Bescheid ein, sagte mir aber das es eigentlich aussichtslos sei. Die Kassen tun nichts mehr um in diesem Fall Diabetikern den Gang zum Chirurgen zu ersparen. Es wird heute lieber amputiert als Körperteile zu erhalten! So weit ist es schon gekommen ...

Aber wie gesagt: Keiner wehrt sich. Noch dazu werden den Kassen so mächtige Rechte wie Ausschreibungen in die Hand gelegt. Künstliche Kniegelenke aus China, Medizinische Ersatzstoffe aus dreckigsten Fabrik-Hinterhöfen werden angeboten, Protesen die nicht funktionieren etc.
Aber das wird gekauft und als 'wirtschaftlich' gefeiert! Der Leidtragende ist immer der Kassenpatient.
 
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User 2992

Das das Gesundheitssystem so beschissen ist liegt vor allem erstmal daran, dass sich da zu viele dran bediehnen. Wofür braucht man über 300 gesetzliche krankenkassen, die alle eigene Gebäude Personal und natürlich den adäquaten Fuhrpark unterhalten müssen. "0 % der Gesundheitsausgaben gehen alleine für die Verwaltung drauf. Das ist kompletter Irrsinn.

Die Privaten versicherungen sind nicht grundsätzlich billiger. Wenn man Kinder und nichtarbeitende Ehefrauen hat ist man in der Gesetzlichen noch wesentlich besser aufgehoben. Bei mir ist es mit einem Kind in der gesetzlichen schon günstiger.

Ausserdem werden die Privaten sich demnächst nur noch auf Zusatzversicherungen beschränken, weil sich die Rundumversicherung für die nicht mehr lohnt, bzw zu teuer wird.

Es muss endlich der Verwaltungswahn zurückgeschraubt werden und alle sollten gesetzlich Grundversichert sein. Alles weitere kann man dann meinetwegen privat machen.
 
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User 300

Es muss endlich der Verwaltungswahn zurückgeschraubt werden
Stimmt, man könnte doch ein Konto einrichten, bei dem jeder einzahlt und wenn er etwas braucht dann kann er sich bedienen. Wozu braucht man dazu eine Verwaltung ? :rolleyes:

Ich glaube nicht, dass das Problem so einfach zu lösen ist. Vielmehr ist doch eine Krankenkasse ein Luxusgut, welches abhängig von der Gesundheit des Staates ist.

Edit: Wie wärs mit einer Steuererhöhung ?
 
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User 920

Edit: Wie wärs mit einer Steuererhöhung ?

Wie wärs wenn Raucher endlich mehr Beitrag zahlen? Wie wärs wenn Übergewichtige, nachweislich nicht aufgrund Krankheit mit Übergewicht, mehr zahlen?

Jemand der Sport macht, gesund lebt, selten krank ist aufgrund seiner Lebensweise zahlt für unsere rauchenden Freunde mit und freut sich über jede Erhöhung obwohl er noch nicht mal das aufbraucht was er übers Jahr einzahlt :rolleyes:
 
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User 1057

Naja, du zahlst in erster Linie für den Verwaltungswahnsinn, Raucher hat es schon immer gegeben, die gestiegenen Kosten, daran festzumachen ist schon sehr naiv. Aber eine willkommende Ausrede für die Bürokraten in den Krankenkassen. Andersherum könnte ein Raucher argumentieren, er würde für die vielen Sportverletzungen bezahlen....genauso ein Blödsinn;)
 
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User 920

Naja, du zahlst in erster Linie für den Verwaltungswahnsinn, Raucher hat es schon immer gegeben, die gestiegenen Kosten, daran festzumachen ist schon sehr naiv. Aber eine willkommende Ausrede für die Bürokraten in den Krankenkassen. Andersherum könnte ein Raucher argumentieren, er würde für die vielen Sportverletzungen bezahlen....genauso ein Blödsinn;)

Warum nicht? Bei der Autoversicherung zahlt der der mehr Unfälle baut auch mehr ;) Hier gehts nur um ne fairere Verteilung, die Verwaltung müsste auch entschlackt werden. Aber warum soll ich zahlen wenn einer sein Leben lang raucht und zum Ende hin ein wandelndes Wrack mit Lungenkrebs ist?

Natürlich ist der Raucher nur ein Beispiel von vielen
 
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User 1057

Sicher, ich bin da schon deiner Meinung, aber ich denke wir fangen mal mit dem Entschlacken an, denn sonst so fürchte ich, versanden die zusätzlichen Einnahmen wieder in das bürokratische Nirvana....anstatt allen anderen zu gute zu kommen..... ;)
 
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User 679

Im Grunde müsste man die Privatversicherungen abschaffen.
Denn diese bedienen sich der Besserverdienenden ( siehe mindest. Bruttogehalt ) und dazu suchen sie sich ihre Kandidaten noch aus.
Wenn Du eine chronische Krankheit hast, versuch dann mal in die private zu kommen.
Das setzt Du dich aber erst einmal auf den Hintern.
"Wie, sie haben Diabetes? Naja, aufnehmen würden wir sie. Aber die Beitrage sind dann ein wenig höher " :)

Also im Grunde läuft es darauf hinaus, dass sich die privaten Krankenversicherungen die Sahne abschöpfen und den Rest überlassen sie der gesetzlichen Krankenversicherung. Und falls sie einen Menschen aufnehmen der häufiger krank ist oder ein chronisches Leiden hat, dann hauen die mal so richtig auf die Beiträge drauf.


Gibt es eigentlich noch ein asozialeres System ? Ich denke nicht.
Ich kann verstehen wenn man für sich die bestmögliche Versorgung wünscht. Aber man muss auch mal überlegen ob die privaten nicht ihren Anteil zu der misslichen Lage beigetragen haben.

Ich bekomme übrigens schon einen schweren Hals wenn ich höre das der liebe "Dienstherr" meiner Frau als angehende Lehrerin sagt " Ja bei einer privaten Krankenversicherung übernehmen wir die Hälfte der Kosten " Und wenn sich meine Frau bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert zahlen die keinen Cent hinzu. Demnach trägt meine Frau dann die komplette 14.x Prozent an Krankenversicherung. Das Land treibt seine Beamten also dann mehr oder minder in die Richtung "private Krankenversicherung". Als Angestellter bezahlt mein Arbeitgeber die hälfte dazu. Aber Vater Staat überlegt sich mal was anderes.
Also da platzt mir echt der Arsch wenn ich sowas mitbekomme...
 
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User 510

Redet mal nicht so schlecht über die Privaten Kassen. Die müssen demnächst genauso in den Gesundheitsfond einzahlen, damit bankrotte und nicht funktionierende Systeme wie die gesetzl. Krankenkassen damit bezahlt werden. Den Sinn dahinter verstehe ich auch nicht.

Es gibt doch noch eine andere Sache die sich ähnlich (schrecklich) liest:

Das Rentensystem in D!

Es gibt Privatrenten und jeder sollte heutzutage davon gebrauch machen. Warum? Weil man einfach bei der Gesetzliche Rente nicht mehr das bekommt was man reingesteckt hat. Deswegen. Kann doch echt nicht sein, dass ich in meinem Fall im Monat 500 Euro einfach so in ein System stecken muß ohne den Gegenwert zu sehen. Was vermutlich mit meinem Geld so gemacht wird will ich hier garnicht reinschreiben... aber darauf wollte ich garnicht eingehen.

Gesetzliche hohe Rentenbeiträge bei sehr niedriger Leistung im Alter
Gesetzliche hohe Krankenbeiträge bei niedriger (in manchen Fällen keiner) Leistung

Irgendwie deckt sich das doch, oder? Jeder der die Chance hat aus diesem maroden System rauszukommen wird das doch nutzen! Das kann man doch niemandem übelnehmen, oder?

Man springt von einem Pferd ab wenn man merkt dass es in kürze tot umfällt! Besser ist das.
 
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User 300

Darf ich fragen, was man in Deutschland für die Krankenkasse ausgiebt?
 
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