Elektromobilität

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User 15376

Am besten mit einem Batteriespeicher im Haus. Das E-Auto als Speicher zu nutzen ist natürlich auch möglich, allerdings ist das Auto zu den Zeiten wo am meisten produziert wird eben auch in der Regel nicht da, weil man damit zur Arbeit fährt. Bei einer PV hast du sowieso einen riesen Vorteil, da du dir "den Sprit" selbst herstellst...
Das stimmt, allerdings wird es wahrscheinlich in der Zukunft so sein, dass du dein Auto auch auf der Arbeit, beim Einkaufen oder sonstwo laden kannst.
Auf der Arbeit müssen das auch nicht unbedingt Schnelllader sein, steht ja wahrscheinlich eh ne Weil rum.
 
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User 24216

Gibt es bei BEV auch, nenn sich bidirektionales Laden, bzw. V2H (vehicle-to-home).
Ein Haushalt braucht so um die 10kWh pro Tag (ja, stark von diversen Umständen abhängig). Hat VW bei ihrem battery day auch massiv beworben.
Nächstes Jahr kommt eine ISO Norm für CCS Stecker, die dem Thema weiter Anschub geben könnte.
CCS? Dann soll der Wechselrichter im Haus sitzen? Damit müsste dann ja theoretisch auch CCS-Laden am Haus möglich sein.
 
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User 19329

CCS? Dann soll der Wechselrichter im Haus sitzen? Damit müsste dann ja theoretisch auch CCS-Laden am Haus möglich sein.
Wie die Norm technisch aussieht, kann ich dir leider nicht näher sagen. Wenn die bidirektionale Wallbox aber einen Wechselrichter drin hat, muss das ja nicht zwangsläufig heißen, dass man damit DC laden kann wenn du das meinst.
Über Chademo gibts das auch schon länger.
 
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User 27719

Das stimmt, allerdings wird es wahrscheinlich in der Zukunft so sein, dass du dein Auto auch auf der Arbeit, beim Einkaufen oder sonstwo laden kannst.
Gebe ich dir schon recht, ändert aber nix daran, dass der "Stromspeicher" nicht daheim steht und somit den Strom aus der PV in dieser Zeit auch nicht speichern kann 😉
 
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User 15376

Gebe ich dir schon recht, ändert aber nix daran, dass der "Stromspeicher" nicht daheim steht und somit den Strom aus der PV in dieser Zeit auch nicht speichern kann 😉
Ja, da hast du recht. Der kann aber ja ins Netz eingespeist werden. Hilft ja auch. ;)
Aber klar, noch besser wäre es den Strom gleich daheim zu behalten.

Wobei, ehrlich gesagt … da die meisten Häuser eh am Netz bleiben werden spielt das keine so große Rolle (ok, Effizienz evtl.).
Es muss halt alles gut koordiniert werden, aber auch zum Thema Grid gibt es ja viele Studien und viel Forschung.
 
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User 27719

Ja, da hast du recht. Der kann aber ja ins Netz eingespeist werden. Hilft ja auch. ;)
Das kommt drauf an. Ich kenne nur die Situation hier in Österreich, da bekommst du nahezu nichts dafür, dass du rückspeist. Bei uns liegt der Tarif bei ca. 7 Cent je kwh. Für jede zugekaufte kwh zahlst du aber je nach Tarif bis zu 25 Cent. Bedeutet die PV produziert ohne Speicher den ganzen Tag ins Netz - ist niemand zu Hause, verbraucht ja auch keiner. Ja, Wärmepumpen und dergleichen laufen natürlich auch da. Aber die eigenen Peaks hast du meistens am Morgen und am Abend, also dann, wenn du selbst hier bist.

Meiner Meinung nach macht eine PV ohne Hausspeicher genau deshalb nur halb so viel Sinn. Der Sinn einer PV ist der möglichst hohe Eigenverbrauch des Stroms, so amortisiert sich das auch viel schneller. Kommst du mit dem Auto Abends heim, lädst du ohne Speicher vielleicht noch 2 Stunden vom PV Strom, den Rest ziehst du aus dem Netz. Nehmen wir mal an du musst jeden Tag 20kwh nachladen: damit ist das Auto mit Abstand dein größter Verbraucher. Und genau den speist du nicht durch Eigenenergie. Das ist eher kontraproduktiv.

Hast du einen Hausspeicher, wird der unter Tags von der Sonne geladen, Nachts entnimmst du den gespeicherten Strom.
 
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User 11197

Fakt, ist stand jetzt bräuchte man keine AKW. Selbst nur mit Solar könnte man den kompletten Strombedarf der Welt decken, in dem Man auf jedes verfügbare Dach Pannels macht. Hab da die Tage eine Studie gelesen, die zu diesem Schluss kam.

Fakt ist halt leider auch, das man halt eher bremst, statt da mal Gas zu geben.
 
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User 2602

Aber nach Ablauf der Förderung kriegst du kein Geld mehr dafür.

Anderseits läuft die Anlage eh. Kostet aber auch immer noch Geld. Versicherung, Wartung, etc...
Ich bin auch immer noch am überlegen, bei mir einen Hausspeicher nachzurüsten. Wenn die Förderung später ausläuft, dann ist es natürlich sinnig, möglichst viel selbst zu verbrauchen. Wobei das auch jetzt schon Sinn macht. Ich bekomme 12,5 Cent für jede hochgeladene Kilowattstunde.
Wobei ich den Strom morgens und abends für 31 Cent wieder zurückkaufen muss...

Unsere PV_Anlage hat 7 kWh Peak. Wir haben einen ungefähren Jahresverbrauch von etwa 2200 kWh. Macht bei 0,31 € einen Jahresbeitrag von rund 680 Euro. Mit einer zusätzlichen 6 kWh-Batterie kämen wir auf einen Autarkiegrad von etwa 78%.
Sagen wir mal, 25% an Strom kaufen wir dann weiterhin noch dazu.
Dann würden wir jährlich etwa 510 Euro Stromkosten sparen.

Hausspeicher kämen lt. Google so um die 3000 - 7000 Euro. Diverse Angeboten offerieren für eine 10 kWh-Batterie etwa 4000 - 5000 Euro.
Rechnen wir mal mit 5000 Euro für eine, etwas kleinere Batterie. Bei 510 Euro jährlich gesparte Stromkosten, wäre der Speicher in rund 10 Jahren bezahlt. 🤔

Hm, die Frage ist, hält die Batterie so lange...?

**EDIT** Nochmal gegrübelt... Gesetzt dem Falle das ich später auch ein E-Auto fahren würde, dann würde sich der jährliche Stromverbrauch ja drastisch erhöhen. Bei meiner Jahresfahrleistung wären das rund 6000 kWh zusätzlich. Also gesamt liegen wir da dann eher so bei 8000 kWh im Jahr. Vielleicht bisschen weniger, wenn man einen Teil noch außerhalb lädt.

Aber, jetzt spuckt der Rechner folgende Werte aus. 8000 kWh Verbrauch, mit einem 10 kWh Speicher nur noch etwas über 50% Autarkie.
Kostet der Speicher jetzt vielleicht 7000 Euro? Dann wäre der Speicher rechnerisch wohl schon in etwa 6 Jahren bezahlt. :unsure:

Greetz
Karsten
 
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User 27719

Hausspeicher kämen lt. Google so um die 3000 - 7000 Euro. Diverse Angeboten offerieren für eine 10 kWh-Batterie etwa 4000 - 5000 Euro.
Rechnen wir mal mit 5000 Euro für eine, etwas kleinere Batterie. Bei 510 Euro jährlich gesparte Stromkosten, wäre der Speicher in rund 10 Jahren bezahlt. 🤔

Hm, die Frage ist, hält die Batterie so lange...?
Viele Hersteller haben sogar 10 Jahre Garantie. BYD zum Beispiel. Tesla auch, wobei die Powerwall halt 13 kwh speichern kann und in Summe knapp 10k Euro kostet. Was man allerdings überall abziehen muss: es gibt Förderungen auf Stromspeicher. Das sind je nach Gebiet und Speichergröße bis zu 4k Euro!
 
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User 2602

Danke für den Tipp.
Kurz mal gegoogelt, bei uns gibts keine Förderung mehr. Leider.
Und vorher auch nur in Verbindung mit Neuanlagen. Nachrüstungen wurden nicht berücksichtigt.
Shit happens. Also doch noch länger sparen. Oder E-Auto noch später kaufen und vorher irgendwann erstmal eine Batterie.
So oder so, günstig wird beides nicht...

Greetz
Karsten
 
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User 15376

Das kommt drauf an. Ich kenne nur die Situation hier in Österreich, da bekommst du nahezu nichts dafür, dass du rückspeist. Bei uns liegt der Tarif bei ca. 7 Cent je kwh. Für jede zugekaufte kwh zahlst du aber je nach Tarif bis zu 25 Cent. Bedeutet die PV produziert ohne Speicher den ganzen Tag ins Netz - ist niemand zu Hause, verbraucht ja auch keiner. Ja, Wärmepumpen und dergleichen laufen natürlich auch da. Aber die eigenen Peaks hast du meistens am Morgen und am Abend, also dann, wenn du selbst hier bist.

Meiner Meinung nach macht eine PV ohne Hausspeicher genau deshalb nur halb so viel Sinn. Der Sinn einer PV ist der möglichst hohe Eigenverbrauch des Stroms, so amortisiert sich das auch viel schneller. Kommst du mit dem Auto Abends heim, lädst du ohne Speicher vielleicht noch 2 Stunden vom PV Strom, den Rest ziehst du aus dem Netz. Nehmen wir mal an du musst jeden Tag 20kwh nachladen: damit ist das Auto mit Abstand dein größter Verbraucher. Und genau den speist du nicht durch Eigenenergie. Das ist eher kontraproduktiv.
Ja, absolut. Das zeigt halt meiner Meinung nach einfach nur wie schlecht durchdacht bzw. kontraproduktiv die aktuelle Regelung ist.
Natürlich gibt es auch da Gründe für (verständliche und unverständliche), aber letztendlich ist es halt das Ergebnis davon, dass man mal wieder nicht den sinnvollsten und mittel- und langfristig besten Weg gegangen ist, sondern einfach den der den geringsten Aufwand bedeutet (und praktischerweise – aus Sicht von manchen Lobby-nahen Politikern – den erneuerbaren Energien wieder einen Knüppel zwischen die Beine wirft).
Hast du einen Hausspeicher, wird der unter Tags von der Sonne geladen, Nachts entnimmst du den gespeicherten Strom.
Klar, das ist natürlich der Optimalfall.
Aber eigentlich sollte es auch "ok" sein, wenn du einen (mobilen) Speicher hast den Tagsüber irgendwo lädst und nachts dann als Reserve nutzt.
Insbesondere wenn das Laden dann ja auch noch zu einer Tageszeit stattfindet zu der Strom generell eher günstig ist und viel verfügbar.
Und du zudem ja ggf. auch nicht schnell laden musst (steht während der Arbeit ja eh stundenlang rum), sondern eher gemäßigt aus dem Netz ziehst.
Stattdessen zahlt man jetzt ordentlich drauf und verschenkt seinen Strom, wenn man das so macht.
Nur, warum sollte das so bleiben? Macht in meinen Augen keinen Sinn, das muss besser ausbalanciert werden.
Natürlich muss man effektiv irgendeine Gebühr o.ä. bezahlen, da man ja die öffentliche Infrastruktur beim Laden verwendet, aber so ein Vorgehen hat ja auch für die Gesellschaft allgemein Vorteile, da Spitzen stärker vermieden werden und der (externe) Strombedarf nachts sinkt.
 
U

User 2602

Meiner Meinung nach macht eine PV ohne Hausspeicher genau deshalb nur halb so viel Sinn. Der Sinn einer PV ist der möglichst hohe Eigenverbrauch des Stroms, [...]
Ja, absolut. Das zeigt halt meiner Meinung nach einfach nur wie schlecht durchdacht bzw. kontraproduktiv die aktuelle Regelung ist.

War das Ganze auch Kalkül?
Wenn jeder möglichst viel eigenverbraucht und seinen Strom selbst erzeugt, dann verdienen die Energieversorger ja nicht mehr viel daran.
Und mit der Pöstchenvergabe an alternde Politiker nach der Abwahl siehts dann auch schlecht aus.

Greetz
Karsten
 
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User 15376

War das Ganze auch Kalkül?
Ja und nein.

Es gibt schon auch technische Probleme die dafür sprechen.
Erneuerbare Energieerzeuger und insbesondere PV Anlagen können kurzfristige Spitzen in den Stromnetzen verursachen, d.h. man braucht hier ein flexibles und gut reguliertes Netz.
Unser deutsches (und europäisches) Netz ist aber dafür nicht ausgelegt, sondern eben eher auf den Betrieb mit großen Kraftwerken, welche relativ konstant liefern.

Das kann man deutlich besser machen, Modellrechnungen dazu habe ich schon vor über 10 Jahren auf einer Konferenz gesehen, aber man scheute in Deutschland halt die Investitionen das umzusetzen und hat stattdessen dann lieber den Ausbau begrenzt bzw. die Einspeisung beschränkt (bzw. unattraktiver gemacht).
Da trägt natürlich auch dazu bei, dass es eine konservative Regierung war, denen das – auch auf Grund von Lobbyarbeit – in den Kram gepasst hat.
Wobei man fairerweise dazu sagen muss, dass es ja nicht nur die Union ist. Die SPD (siehe z.B. NRW) ist da auch nicht besser.
Und man darf auch nicht vergessen, dass genauso wie bei den Windrädern, jegliche Veränderungen am Stromnetz immer von massiven Bürgerprotesten begleitet wird.
Oft genug auch von Leuten die den Grünen eher nahestehen. Aber deren Schizophrenie in manchen Themen ist ja eigentlich auch schon fast legendär. xD
 
U

User 18932

Kleiner Nachtrag zu der AKW-Nummer:
Kernkraft ist nicht gleich Kernkraft. Klassische AKWs verwenden angereichertes Uran als Brennstäbe. Moderne Anlagen, wie sie z.B. in China geplant werden, verwenden Thorium-Isotope, die weniger radioaktive Strahlung emmitieren und Müll erzeugen mit kürzerer Halbwertszeit. Zudem hat es auch eine wesentlich höhere Schmelztemperatur und einen stabileren Zerfallsprozess, was bei Zwichenfällen wertvolle Zeit zum Herunterfahren der Anlage erkaufen kann. Derzeit wird auch noch an anderen radioaktiven Elementen und deren Isotopen geforscht.

Hier mal etwas nachlase dazu:

Interessieren würden mich ja mal belastbare Zahlen, wie gefährlich die jeweiligen Energiequellen in Relation zueinander wirklich sind. Welche Quelle hat wohl die meisten Menschen auf dem Gewissen?

Die einzige Statitik, die ich dazu spontan finden konnte, wirkt auf mich etwas "voreingenommen", also keine Ahnung, wie akkurat diese Zahlen sind und ob es überhaupt belastbare Zahlen dazu gibt, hier ist die Seite auf jeden Fall mal. Macht euch ein eigenes Bild: https://www.tech-for-future.de/sicherste-energiequelle/ Alternativ hier ein Artikel des Tagesspiegels dazu, der jedoch bereits 2011 erschienen ist: https://www.tagesspiegel.de/wissen/stromerzeugung-opfer-der-energie/3986380.html


Disclaimer: Da ich kein Kernphysiker bin und mich nur interessemäßig auf dem laufenden halte, behalte ich mir Irrtümer bei der ganzen Angelegenheit vor.
 
U

User 709

Hi
Zum Themea Thorium-Reaktoren:

Die Technik ist halt auch nicht fertig entwickelt. Der Atommüll ist zwar weniger, aber problematischer aufgrund von Gamma-Strahlung.
Wir brauchen halt jetzt eine Lösung und die sind Wind, Solar und etwas Wasser.
 
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User 15376

Welche Quelle hat wohl die meisten Menschen auf dem Gewissen?
Das ist eine Frage die nicht leicht zu beantworten sein dürfte. Klar dürfte nur sein, dass Kohle ganz weit vorne mit dabei ist. Alleine schon deshalb, weil Kohle als Energiequelle schon seit 200 Jahren verwendet wird und im Zuge der industriellen Revolution massiv eingesetzt wurde ohne dass es weitreichende Schutzmaßnahmen der Bevölkerung und Arbeiter gab. (Daher sind dann ja auch die Gewerkschaften entstanden.)
Wären Atomreaktoren in der Zeit entstanden, dann hätte es vermutlich deutlich mehr GAUs gegeben.

Edit: Wasser- und Windkraft sind ja auch schon seit Jahrtausenden im Einsatz...
 
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User 18932

Das ist eine Frage die nicht leicht zu beantworten sein dürfte. Klar dürfte nur sein, dass Kohle ganz weit vorne mit dabei ist. Alleine schon deshalb, weil Kohle als Energiequelle schon seit 200 Jahren verwendet wird und im Zuge der industriellen Revolution massiv eingesetzt wurde ohne dass es weitreichende Schutzmaßnahmen der Bevölkerung und Arbeiter gab. (Daher sind dann ja auch die Gewerkschaften entstanden.)
Wären Atomreaktoren in der Zeit entstanden, dann hätte es vermutlich deutlich mehr GAUs gegeben.

Edit: Wasser- und Windkraft sind ja auch schon seit Jahrtausenden im Einsatz...
Bitte verstehe mich nicht falsch, ich meinte keine absoluten Zahlen. Da ist die Sache klar. Eher interessant wären wirklich vergleichbare Zahlen. Z.B. Opfer seit 1950 pro erzeugter twh.
 
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