Elektromobilität

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User 15376

Man muss bei den Batterien auch bedenken, dass China auch eine der größten Rohstoffförderer der Welt ist und da gab es schon vor ein paar Jahren ein bisschen Streit, als China keine Rohstoffe mehr exportieren wollte.
Die werden das Zeug tendenziell eher im Land verarbeiten und dann exportieren.

Natürlich gibt es noch andere Lieferanten, gerade z.B. bei Lithium, aber wenn halt ein großer Anbieter sein eigenes Zeug macht dann hat das schon einen gewissen Impact.
 
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User 27719

Tesla bekommt wohl langsam Probleme. Einzige Argumente für Tesla wohl nur noch die Power und das Ladenetzwerk, öffnet man dieses auch noch, gibt es fast kein Argument mehr für Tesla.
Das größte Argument pro Tesla ist immer noch die Elektronik / Infotainment Seite gepaart mit der geschaffenen Infrastruktur. Ich bin viele e-Autos gefahren, hatte selbst schon ein Model S in einer 3-monatigen Langzeitmiete als ich ausprobieren wollte wie der Alltag mit einem solchen Auto funktioniert. Simultan hatten wir 2 Jahre lang einen e-Golf, mit Jaguar i-Pace und Audi e-Tron habe ich mehrere Langstrecken zurückgelegt. Man könnte also durchaus sagen, dass ich nicht wenig Erfahrung mit Elektromobilität habe. Nun stand ich jetzt gerade wieder vor der Entscheidung einen Neuwagen für meine Firma zu kaufen. Kurz und knapp: die Entscheidung ist NICHT auf einen Tesla gefallen. Weil Preis / Leistung anderswo momentan einfach besser ist und ich auch das Ladenetzwerk in Ostösterreich in- und auswendig kenne.

Auch wenn ich selbst also nicht Tesla fahre, sondern beim Mitbewerb zugeschlagen habe muss ich sagen: gerade Umsteiger sind mit Tesla besser bedient als mit jeder anderen Marke. Weil du einen Tesla - so dumm das klingt - komplett hirnlos fahren kannst. Egal ob du 300 oder 3.000 km am Stück fahren möchtest: die Kiste denkt für dich und nicht du für sie. Du hast Ladestopps in Echtzeit auf deiner Route durchkalkuliert, du weißt im Vorhinein wo du abbiegst und wie lange du pro Stopp am Stecker hängen musst. DAS ist beim e-Auto fahren Komfort! Dass das jemand wie Carmaniac als Langzeit Elektroauto Fahrer nicht mehr als Killerkriterium ansieht hat den selben Grund wie bei mir: er hat die Erfahrung und brauchts schlussendlich einfach nicht mehr. Wichtig ist es trotzdem, jeder von uns ist auch mal in Gebieten unterwegs wo man die Infrastruktur nicht kennt.

Mit einem Tesla würde ich meinen besten Freund, der noch nie in einem e-Auto saß, bedenkenlos quer durch Europa schicken. Mit anderen Marken eher nicht. Hier haben gerade die deutschen Autobauer MASSIVEN Aufholbedarf. Klar zeigen dir Audi und co. auch Ladestationen entlang der Route an - vereinfacht gesagt aber eben auch alle von 3,5 - 250kw ohne groß zu unterscheiden. Auf Langstrecke interessieren dich aber eben nur Schnellader. Hier zeigt sich aber eben auch, dass Tesla kein klassischer Autobauer ist, sondern eher aus der Technologie Ecke kommt und genau hier seine Stärken hat. Und das macht sich in der täglichen Handhabe wirklich bezahlt.

Auch wenn das viele von uns "klassischen" Autofahrern noch nicht so am Schirm haben, gerade der jungen Generation sind Features wie das Infotainment oftmals schon wichtiger als das Aussehen der Kiste. Dass der Mitbewerb mittlerweile wirklich potente Autos auf der Straße hat, die auch richtig was können ist gut - wenn wir uns ehrlich sind war das aber nur eine Frage der Zeit.

Dass die großen Automobilkonzerne aufholen werden wenn sie sich mal ernsthaft mit dem Thema Elektromobilität beschäftigen, war mir auch klar. Man sollte halt eines nicht vergessen: Tesla hat viel Vorarbeit geleistet ohne der wir heute nicht da stehen würden, wo wir sind. Freilich müssen die sich aber nun auch einmal darauf konzentrieren Autos zu verkaufen um in die Gewinnzone zu kommen und haben nicht unendliche Ressourcen für F&E.


Die Autos sehen seit gefühlt immer gleich aus und auch sonst gibt es da halt leider wohl kaum Weiterentwicklung (bzw. einfach zu langsam), während jetzt andere mit Innovationen kommen.

Ja, Design ist halt immer auch Geschmacksache. Mir gefallen die Autos bis heute ausnehmend gut. Abgesehen davon: if it aint broke, dont fix it. "Kaum Weiterentwicklung" kann man in den letzten Jahren wohl auch kaum sagen. Gerade auf der Batterieseite tut sich bei Tesla sehr viel. Machen sie alles richtig? Nein, absolut nicht. Aber dass die Autoindustrie aufschließen wird, war klar.
 
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User 4652

Wenn man mal Langstrecke fährt kann man sich ja vorher informieren, sehe ich jetzt nicht als Problem an. Wer öfter Langstrecke fährt kennt sich auch aus. Dieser ganze Schnickschnack mit laufendem Gebimmel würde mir tierisch auf den Sack gehen. Licht, Scheibenwischer oder ähnliches über Menü wären sogar ein absolutes Nogo. Schon klar das die sich mit so einem Infotainment Schalter etc. sparen wollen, aber in einem Auto für mich am komplett falschen Ende gespart.
 
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User 2446

Frank … wir haben es verstanden .. du findest e-Autos kacke .
Da verstehe ich aber ganz was anderes.

Die teils umständliche Bedienung von Dingen, die man laufend verstellt, ist sicher nicht ideal. Davon habe ich auch schon gelesen. Darf man kritisieren. Kann man besser lösen.
Ständige akustische Hinweise . . . das ist, meiner Ansicht nach, nicht nur ein Thema für Elektroautos. Das gibt's auch sonst und es kommt mir oft übertrieben vor. Führt auch dazu, dass Leute haarsträubende Bedienfehler machen, wenn sie mal in ein anderes Auto sitzen und nicht extra auf alles hingewiesen werden.
Was Frank zu Langstrecken sagt, passt sehr gut zu Roberts Ausführungen. Nur hebt halt der eine hervor, dass es mit zunehmender Erfahrung weniger wichtig wird und der andere vertritt die Meinung, dass die Hilfestellung, die einem Tesla hier bietet, grundsätzlich verzichtbar ist. Das stimmt, aber es ist eine Frage des Komforts.

Eine kritische Äußerung zu Eigenheiten von Tesla ist doch aber keine grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber Elektroautos.
 
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User 4652

Frank … wir haben es verstanden .. du findest e-Autos kacke .
Wenn was passendes dabei ist was kein Vermögen kostet bin ich nicht abgeneigt. Ich will aber selber Auto fahren und nicht ständig bevormundet werden, das wär für mich ein großes Kriterium. Und selbst wenn es so wäre, mit Kritik müssen die Leben, sowie auch alle anderen Automobile, auch da ist nicht alles supidupi.
 
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User 27719

Wenn man mal Langstrecke fährt kann man sich ja vorher informieren, sehe ich jetzt nicht als Problem an. Wer öfter Langstrecke fährt kennt sich auch aus.
Zu dem Thema hat jeder seine eigene Meinung und das ist auch gut so. Ich sehe die Sache eher nüchtern: die paar Langstrecken Fahrten die ich im Jahr hinter mich bringe, kann ich mir auch vorab planen. Es gibt aber eben auch Leute die gerade beruflich permanent durchs Land ziehen. Ein befreundeter Unternehmer spult jährlich seine 60-70k km mit seinem Model 3 ab - ist also hauptsächlich auf der Mittel- und Langstrecke unterwegs. Der möchte natürlich nicht jeden Tag mit dem Routenplaner da sitzen. Der will von A nach B. Möglichst schnell und dabei will er sich keine Gedanken machen WIE. Hier ist die Routenplanung bei Tesla Gold wert.

Aber wie ich ja selbst gesagt habe: für mich war es auch kein entscheidendes Kriterium mehr. Ein Vorteil ist es aber trotzdem - und es nimmt halt vielen Umsteigern auch die Angst vor dem Elektroauto. Denn ich kann aus Eigenerfahrung sagen: Planung ist das eine, hilft aber nur solange du das Auto perfekt kennst. Bist du noch unerfahren und kannst Reichweiten gerade in Verbindung mit Fahrgeschwindigkeit und Strecke noch nicht wirklich einschätzen, ist die Planung schnell für die Katz. Das nimmt dir der Tesla eben komplett ab!

Licht, Scheibenwischer oder ähnliches über Menü wären sogar ein absolutes Nogo.
Das war einer der Gründe, warum ich mich gegen Tesla entschieden habe. Mir gefällt das Model 3 sehr gut und das Gesamtpaket hat ein tolles Preis / Leistungs Verhältnis. Für dieses extrem reduzierte Design im Innenraum bin ich Stand heute aber noch nicht bereit. Ich möchte nicht alles über einen Touchscreen regeln und ich will zumindest ein Infodisplay vor dem Lenkrad, wo ich die Fahrrelevanten Dinge ablesen kann. Das ist der Grund warum ich nun schlussendlich beim Mustang Mach-E gelandet bin. Für mich ist das ein guter Kompromiss "aus beiden Welten".

Eine kritische Äußerung zu Eigenheiten von Tesla ist doch aber keine grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber Elektroautos.
Sehe ich genauso. Tesla macht vieles richtig, hat aber auch seine Macken. Es gibt halt nix perfektes. Die Verarbeitung ist zum Beispiel auch immer wieder so ein Thema. Ist zwar über die Jahre deutlich besser geworden, von europäischen Premium Standards aber immer noch weit entfernt.
 
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User 15376

Klar, Zwischenziele und Alternativrouten sollten schon möglich sein, da muss ich Frank zustimmen.
Aber generell fände ich es schon gut, wenn ein Auto die Zwischenstopps vernünftig mit einplanen kann.

Erinnert ein bisschen an die Zeiten wo viele über Navis abgelästert haben, dass man das doch nicht bräuchte und doch seine Route vorher planen kann etc.
Heute ist es Standard und eigentlich will doch keiner mehr ein Auto (in unbekanntem Gebiet) ohne Navi nutzen.
Ich hab selbst am MTB ein Navi am laufen (ok, oft nicht für die Navigation, aber es geht und funktioniert gut!). ;)

Ich denke in ein paar Jahren gehört es zum absoluten Standard, dass das Auto die Zwischenstopps zum Laden plant.
 
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User 615

Das mit dem nicht mehr vorhandenen Vorsprung von Tesla sehen nicht alle so:
Ist vermutlich kein Zufall, dass die sichersten Autos von Tesla kommen.

Ich bin so gespannt, was hierzulande in den nächsten Jahren abgehen wird, wenn die Gigafactory bei Berlin auf Touren kommt.
 
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User 15376

Ich verstehe die Diskussion ehrlich gesagt nicht. Es gibt Wettbewerb und Wettbewerb ist da ja gut.
Wenn Tesla liefert können sie sich vorne halten, wenn nicht, dann übernehmen halt andere. ^^

So schlimm wie bei Apple, wo es ja fast schon religiöse Züge annimmt, wird es aber wohl eher nicht werden. ;)
 
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User 15376

Das mag sein, aber das wird sich wieder legen, da bin ich sicher.
Bei den Apple-Jüngern hingegen geht das ja schon seit ca. 15-20 Jahren so und wir eher noch schlimmer.

Sieht man auch daran, dass Tesla zwar auch teuer, aber noch so halbwegs im Rahmen ist, verglichen mit anderen Premiumherstellern.
Apple-Produkte sind aber inzwischen echt von jeglicher Realität entkoppelt, wenn man den Preis betrachtet.
 
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User 19329

Müssen wir hier echt so ne Apple/Android Diskussion starten?

Die Gegenlager sind sowohl bei Tesla als auch wheelbases/iphones/grafikkarten/prozessoren/spielkonsolen/etc... mindestens genauso fanatisch wie die Fans.
 
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