Elektromobilität

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User 15376

Bin da mal gespannt drauf wie sich das auf den Verkauf auswirkt, wenn in 10 Jahren überhaupt noch jemand ein Auto mit den alten Batterien haben möchte. Die dürften bis dahin ja völlig out of date sein wenn da die Enticklung immer noch so schnell voran geht.
Ist natürlich schwierig vorherzusagen, weil man jetzt noch nicht weiß, was alles kommt, aber warum nicht?
Ja, evtl. muss man da was austauschen (die Batterien z.B.), aber ist ja nicht so als wenn Verbrennerautos nicht auch ordentlich Wartung kosten.
Wie lange hat man eigentlich Garantie auf die Batterien ?
Für Tesla:

d.h. im Normalfall 8 Jahre, wobei es bei Vielfahrern auch weniger sein könnte (siehe Reichweite im Bereich von 160000 km bis 240000 km, je nach Modell).

Für andere Hersteller hab ich das jetzt nicht nachgeschaut, kannst ja ggf. selbst machen.
 
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User 15376

Das ist Deine persönliche Überzeugung aber das wirst Du den Menschen nicht aufoktroyieren können. Und ich halte es auch weder für sinnvoll, noch für umsetzbar.
[...]
Ich hab den Rest des Zitates mal rausgeschnitten, damit es nicht unübersichtlich wird.

Ja, du hast mit deinen Punkten schon recht und diese Umstellung ist auf jeden Fall eine enorme, keine Frage.
Es ist auch völlig klar, dass es mit der Infrastruktur und der Verkehrspolitik, die wir derzeit haben definitiv nicht geht. Das würde ich nie bestreiten.
Wenn wir einfach so alle Verbrenner durch E-Autos oder H2 Autos ersetzen, dann wird das vor die Hunde gehen.

Es ist aber ja nicht die heutige Infrastruktur die das bewältigen muss, sondern eine zukünftige.
Wenn man da natürlich einen auf CDU/CSU macht und überall wo es nur geht den Anker wirft, ja dann kann das nichts werden.
Das ist Infrastruktur die aufgebaut und ausgebaut werden muss, das ist eine Grundvoraussetzung. Ohne geht es nicht.
Insbesondere, wenn auch der LKW Verkehr elektrisch werden soll (die Hersteller fangen ja damit schon an).
Dazu kommt, dass sich da ja auch die Technik weiterentwickelt, ist ja auch in den letzten Jahren schon passiert. d.h. die Standzeiten werden wohl auch eher kürzer als länger. Muss man mal abwarten.

Und weiterhin wäre auch eine Änderung in der Verkehrspolitik angebracht. Bahn fahren muss attraktiver werden.
Dank einer großartigen Reihe an CSU Verkehrsministern wurde das Auto in den letzten 10 unverhältnismäßig stark gefördert. In die Bahn hat man hingegen meiner Meinung nach viel zu wenig investiert.
Was auch mit den absurden Privatisierungsgeschichten zu tun hat, letztendlich war es halt ein ganz großer Fail.
Ich kann es voll verstehen, dass viele auf die Bahn stinkig sind. Ich persönlich fahr auch nicht gerne Bahn.
Dennoch bin ich – gerade auf langen Strecken – immer noch viel lieber mit der Bahn unterwegs.
Gerade vorletzte und letzte Woche wieder 8h und 6h im Zug gesessen (und dabei grob 700-800 km zurückgelegt). Ist nicht unbedingt toll, aber ich war danach immer noch wesentlich entspannter, als wenn ich die Fahrt mit dem Auto gemacht hätte.
Aber gut, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Was mich auch zu deinem Punkt bzgl. der Standzeiten bringt:
Wenn man bei einem Auto mit 400-500 km Reichweite (also sagen wir mal ca. 3.5h Fahrzeit) keine 20-30min hat um die Kiste wieder vollzuladen, dem ist echt nicht zu helfen.
Wenn man so lange hinter dem Steuer sitzt, dann sollte es eigentlich schon angebracht sein mal etwas Pause zu machen und zwar nicht nur 5min.
Die Konzentration lässt da eigentlich unweigerlich nach.
Klar, prinzipiell kann man sich das Steuer teilen, hab ich aber bisher auch selten erlebt. Meistens saß einer die ganze Zeit hinter dem Steuer und die anderen (wenn überhaupt andere im Auto waren) haben sich kutschieren lassen.
 
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User 21046

Nächstes Thema. Es stimmt, dass sich infrastrukturtechnisch vieles ändern muss, wenn Elektro Autos zur Norm werden sollen. Aber nach jetzigem Stand müssen sich auch alle vom jetzigen Gebrauchtwagen Denken verabschieden. So wie heutzutage oder damals als Fahranfänger erstmal einen 15 Jahre alten Gebrauchten vom Seelenverkäufer für 1000 EUR wird’s mit E-Autos nicht geben. Aktuell kommt ein Akkuwechsel eines E-Autos einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich. Das ist ungeheuer aufwendig und mehr als teuer. Mal eben 6 Schrauben lösen, Klappe öffnen und Akku wechseln ist nicht. (schon allein aus Sicherheitsgründen) Das wird eher wie das Tesla schon andeutet so laufen, dass man seine alte E-Kiste beim Hersteller für einen Neuwagen in Zahlung geben kann und die recyclen den dann. Wenn viel Nachfrage besteht, werden sich evtl. auch Spezial Firmen entwickeln, die das wieder günstiger machen, wie’s eben so ist. Denkbar sind auch all inclusive Leasingmodelle. Aktuell ist die ganze Geschichte aber noch purer Luxus und alles andere als günstig und das wird noch viele Jahre die Masse der Leute davon abhalten, sowas zu fahren. Einfach weil es für viele nicht bezahlbar ist. Das wiederum gibt der Industrie auch wieder Zeit die Infrastruktur aufzubauen. So weit ich weiss kalkulieren die Autohersteller auch entsprechend viel Zeit ein. Die rechnen nicht vor 2030-2035 mit flächendeckender Nachfrage.
 
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User 24216

Nächstes Thema. Es stimmt, dass sich infrastrukturtechnisch vieles ändern muss, wenn Elektro Autos zur Norm werden sollen. Aber nach jetzigem Stand müssen sich auch alle vom jetzigen Gebrauchtwagen Denken verabschieden. So wie heutzutage oder damals als Fahranfänger erstmal einen 15 Jahre alten Gebrauchten vom Seelenverkäufer für 1000 EUR wird’s mit E-Autos nicht geben. Aktuell kommt ein Akkuwechsel eines E-Autos einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich. Das ist ungeheuer aufwendig und mehr als teuer. Mal eben 6 Schrauben lösen, Klappe öffnen und Akku wechseln ist nicht. (schon allein aus Sicherheitsgründen) Das wird eher wie das Tesla schon andeutet so laufen, dass man seine alte E-Kiste beim Hersteller für einen Neuwagen in Zahlung geben kann und die recyclen den dann. Wenn viel Nachfrage besteht, werden sich evtl. auch Spezial Firmen entwickeln, die das wieder günstiger machen, wie’s eben so ist. Denkbar sind auch all inclusive Leasingmodelle. Aktuell ist die ganze Geschichte aber noch purer Luxus und alles andere als günstig und das wird noch viele Jahre die Masse der Leute davon abhalten, sowas zu fahren. Einfach weil es für viele nicht bezahlbar ist. Das wiederum gibt der Industrie auch wieder Zeit die Infrastruktur aufzubauen. So weit ich weiss kalkulieren die Autohersteller auch entsprechend viel Zeit ein. Die rechnen nicht vor 2030-2035 mit flächendeckender Nachfrage.
Auch das wird die Zeit zeigen müssen. Und das immer sofort der gesamte Akku ersetzt werden muss stimmt nicht. Tesla hätte das gerne so. Man kann den aber öffnen und einzelne Zellpakete tauschen wenn mal eine einzelne Zelle defekt ist.

Klar ist das schon viel Arbeit und man braucht entsprechend geschultes Personal das unter Spannung arbeiten darf, da haben die Werkstätten ganz dringend Aufholbedarf. Als an meinem Kona der OBC einen der Hauptschütze im Akku gegrillt hat musste ein Techniker von Hyundai kommen weil das Autohaus keinen EfffT hat.
Aber es gehen ja nicht unbedingt immer Zellen so kaputt wie in dem Video, nur die Kapazität geht runter, aktuell spricht man ja von einem Garantiefall wenn der Akku unter 70% Kapazität fällt. "Kaputt" ist er dann aber noch nicht. Eventuell werden das ja dann die "Seelenverkäufer". Sehr günstig zu haben weil nur noch 250 statt 4-500km Reichweite.
Zudem kann ich mir vorstellen dass es dann Unternehmen geben wird die gebrauchte, geprüfte oder aufbereitete Akkus im Austausch anbieten.

Und wenn tatsächlich 2030/2035 die letzten Verbrenner vom Band laufen wird es sicher nochmal 10 Jahre dauern bis die langsam aus dem Straßenbild verschwinden. Außer irgendwas beschleunigt das ganze wie wegbrechende Infrastruktur weil es sich mangels Nachfrage nicht mehr rechnet Tankstellen zu betreiben oder so.

Ich bin als Motorradfahrer auch gespannt wie sich diese Branche entwickelt. Einige versuchen für große Motorräder auf synthetische Kraftstoffe zu setzen. Aber ich fürchte damit wird Motorrad fahren endgültig zum Luxus. Der ist ähnlich Energieaufwendig herzustellen wie Wasserstoff, kann entsprechend nicht so günstig pro km sein wie Strom direkt aus dem Akku.

Es bleibt auf jeden Fall spannend wohin die Reise geht.
 
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User 615

Die positiven Stimmen zur E-Mobilität scheinen zahlreicher zu werden. Den negativ-Eingestellten kann ich nur die Lektüre von Themen zu iPhone und Smartphones im Allgemeinen empfehlen. Die brauchte damals auch niemand, sie waren viel zu teuer und der Akku hält wohl nicht lange genug usw. Was ist mittlerweile aus diesen Argumenten geworden? Hat nicht jeder so ein Ding in der Tasche obwohl das Kobalt darin mühsam von Kindehänden in Afrika aus der Erde gekratzt wurde?

Langstreckenfahrten im Auto sind derzeit die Domäne des Diesels. Komfortabler geht es mit der Bahn. Schneller geht es mit dem Flugzeug.
Allerdings so richtig zeitkritisch ist das schnelle Kilometerschrubben nur für Vertreter, die von Termin zu Termin hetzen, falls es das in Corona-Zeiten überhaupt noch gibt und nicht durch Videokonferenzen abgelöst werden konnte.

E-Autos werden immer schneller auf Langstrecken:
1000km.jpg
Quelle

Hier mal ein Beispiel für einen Ladepark, der gerade in Deutschland gebaut wird: Zusmarshausen
In Norwegen werden teilweise bereits Zapfsäulen durch Ladesäulen ersetzt:

Es geht und es wird vermutlich schneller gehen als einige wahr haben wollen oder sich vorstellen können.
Nur weil wir hier noch überwiegend mit Verbrennungskraftmaschinen unterwegs sind, werden wir den "Fortschritt" nicht aufhalten. Ich mache mir da keine Illusionen und werde mein altes Auto hegen und pflegen, um den fälligen Umstieg noch ein wenig hinaus zu zögern bis die Technik noch besser ist und die Preise hoffentlich noch runter gehen.
 
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User 2446

Es ist auch völlig klar, dass es mit der Infrastruktur und der Verkehrspolitik, die wir derzeit haben definitiv nicht geht. Das würde ich nie bestreiten.
Wenn wir einfach so alle Verbrenner durch E-Autos oder H2 Autos ersetzen, dann wird das vor die Hunde gehen.
Die Zukunft des Individualverkehrs kann ohnehin nicht so aussehen, wie es jetzt ist. Da werden andere Konzepte viel mehr Raum einnehmen (müssen), was wiederum die Überlegungen dazu, was nicht funktionieren könnte, wenn einfach alle Autos anders angetrieben würden, über den Haufen wirft.

Es wird vermutlich auch nicht einfach nur eine Antriebs-Technik geben. Für den alltäglichen Gebrauch von Privatpersonen ist schon heute, in den meisten Fällen, ein Elektro-Auto eigentlich eine sehr interessante Option und die Reichweite dieser Autos reicht dafür locker aus. Für andere Bereiche wird's dann vielleicht doch eher Wasserstoff werden.
 
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User 15376

Es wird vermutlich auch nicht einfach nur eine Antriebs-Technik geben. Für den alltäglichen Gebrauch von Privatpersonen ist schon heute, in den meisten Fällen, ein Elektro-Auto eigentlich eine sehr interessante Option und die Reichweite dieser Autos reicht dafür locker aus. Für andere Bereiche wird's dann vielleicht doch eher Wasserstoff werden.
Selbst wenn es für (manche) Langstrecken noch Verbrenner sind ist das ja auch nicht so schlimm, solange man deren Zahl halt insgesamt deutlich reduziert.

Ich denke der Knackpunkt werden vor allem LKW sein. Davon gibt es ja (leider) verdammt viele und die fahren ja auch meistens sehr lange Strecken.
Hier alternative Antriebe einzusetzen wird schon eine Herausforderung. Wesentlich mehr als bei den PKW.
 
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User 4652

Was passiert eigentlich mit defekten oder gealterten Batterien ? Kann man die unbegrenzt wieder auffrischen ? Wenn die Mehrheit elektrisch fährt kommt da weltweit ja schon was zusammen, was macht man mit dem Müll... ist das alles recyclebar ? Und Rohstoffe werden dann ja auch in sehr großen Mengen benötigt. Keine Ahnung was da alleine für Europa und USA für Massen gebraucht werden, es dürfte aber ein enormer Bedarf sein der da anfällt.
 
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User 561

Ein paar Beiträge weiter oben, Frank: Tesla wird die Akkus recyclen und sogar deutlich >90% wiederverwenden können.
 
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User 24216

Da musst du defekt definieren. Wenn der Akku nur "Verschlissen" ist, also keine akzeptable Reichweite mehr bietet kann er z.B. in Energiespeichern für Solaranlagen weiter verwendet werden, da spricht man dann vom Second Life. Bis dieser "Verschleiß" wirklich Eintritt vergehen aber durchaus >>200tkm, das Model S mit über 1Mio km hat das mit zwei Akkus gemacht. Also kann man mit second Life vermutlich eher in Jahrzehnten rechnen.

Bei wirklich defekt, im Sinne einzelne Zellen halten die Spannung nicht mehr, können, wie im Video zu sehen, einzelne Cluster ersetzt werden. Ob es wirtschaftlich sinnvoll ist die Cluster aufzuarbeiten muss sich noch zeigen, theoretisch könnte man neue Zellen einbauen.
Ansonsten geht das in Verwertung bzw. Ins Recycling. Das Recycling ist derzeit in der Entwicklung, die Firma Duesenfeld in Braunschweig ist z.B. in der Lage ihrer Anlage über 90% der Bestandteile wiederzuverwerten, und zwar so dass man einen neuen Akku draus bauen kann.
Die haben nur im Moment ein Henne-Ei Problem. Es gibt nicht genug zu verwertende Akkus als das eine Industrialisierung derzeit lohnen würde...
 
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User 4652

Hier wird viel über Tesla geschrieben. Klar das die auch in aller Munde sind, aber die sind ja nicht alleine auf der Welt.
Sind das Aussagen die auch von offiziellen und seriösen Quellen bestätigt sind, oder ist das nur deren marketing blabla oder nur eine Vision wie es funktionieren soll ?

Behaupten kann man recht viel.... , ich nehme solchen Firmen nicht alles blind ab was die so daherlabern. Wenn es so ist dann ist es toll was man machen kann, aber ..... ist das wirklich so und wird es dann auch so praktiziert ? Wenn zb. eine Entsorgung billiger ist als eine Aufbereitung.... hmmm..., denke das muss man alles mal noch abwarten wenn der Markt mal richtig wächst bzw. die Überhand einnimmt.
 
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User 24216

Siehe mein Beitrag, Tesla entwickelt ihren eigenen Kram, aber es gibt auch Technologie made in Germany zum Recycling.
 
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User 561

Ich denke der Knackpunkt werden vor allem LKW sein.
Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Denn LKWs sind durch die gesetzlich vorgeschriebenen (und jederzeit überprüfbaren) Lenkzeiten alle 4,5 Stunden, also nach ~380km, ohnehin zu 45 Minuten Pause verdammt. Auch jetzt schon. Ob die dann auf dem Rasthof rumstehen oder auf dem Rasthof rumstehen mit Steckern drin, macht nahezu keinen Unterschied. Im Gegenteil: dadurch, dass die dann nicht erst an eine Zapfsäule müssten, sondern direkt zum Park-/Ladeplatz durchfahren, sparen die eher noch Zeit, verglichen mit heute.
 
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User 4652

Weiß hier jemand was technisch erforderlich wäre um an einer Raststätte sagen wir mal 30-40 Fahrzeuge schnell zu laden ? Was ich bis jetzt so von den meisten "Tanken" gehört hab funktioniert das schon nicht mehr richtig wenn mehr als 2 Fahrzeuge gleichzeitig laden wollen. Ist das aus technischer Sicht bereits aus der Welt geschafft ?

Mal angenommen solche Anlagen sind bereits umsetzbar, ist es aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich sich dort länger aufzuhalten, auch für Kinder ?
 
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User 24216

Technisch erforderlich ist eine ordentliche Mittelspannungsleitung plus passender Umrichter etc, das sind die größten Investitionen bei Ladeparks. Alles was mittlerweile gebaut wird sind meistens dicke HPC Lader die 2x300 kW drücken können (bei 800V Fahrzeugen) und, soweit ich es verfolge, auch nicht großartig drosseln wenn an beiden Kabeln jeweils ein Taycan oder eTron hängt. Zumal die Peakladeleistung von den Autos ja auch nicht über den gesamten Ladevorgang gezogen wird, da verteilt sich die Last nochmal.
Die Aktuellen Ladeparkswerden meistens mit 5-10 Ladern, also 10-20 Ladepunkten errichtet.
Die alten Tesla Supercharger halbieren die Ladeleistung wenn zwei Autos dran hängen, das ist mit den V3 die jetzt überall aufgebaut werden aber wohl auch Geschichte.
 
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User 162

Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Denn LKWs sind durch die gesetzlich vorgeschriebenen (und jederzeit überprüfbaren) Lenkzeiten alle 4,5 Stunden, also nach ~380km, ohnehin zu 45 Minuten Pause verdammt. Auch jetzt schon. Ob die dann auf dem Rasthof rumstehen oder auf dem Rasthof rumstehen mit Steckern drin, macht nahezu keinen Unterschied. Im Gegenteil: dadurch, dass die dann nicht erst an eine Zapfsäule müssten, sondern direkt zum Park-/Ladeplatz durchfahren, sparen die eher noch Zeit, verglichen mit heute.
Wo wir wieder beim Thema Infrastruktur wären. Fahr Mal einen Rasthof an einem Samstag oder Sonntag Abend an, da kannst Du die LKW 3xmal übereinander stapeln und der Platz reicht immer noch nicht und wenn da 100 LKW zum Laden stehen, muss man da ein eigenes Kraftwerk hinstellen? und von diesen Rastplätzen brauchen wir dann hunderte. In der Urlaubszeit kommen dann noch etliche Autos dazu, was soll da für ein Zuleitung gelegt werden?.
 
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User 24216

Das Thema Schwelastverkehr kommt ja erst so langsam, und da dürfte Wasserstoff dann eher zu einer sinnvollen Alternative werden können als im Individualverkehr. Zum einen weil er schneller zu befüllen ist, aber auch weil die Nutzlast nicht so stark eingeschränkt wird. Jedes Kilo Akku in den 40t Gesamtgewicht kann nicht als Ladung verkauft werden.
Da muss dann die Wirtschlichkeit zeigen was der beste Kompromiss aus Ladezeit/Zuladung/Kosten werden wird.

Aber auch da müsste eigentlich grundlegend was geändert und mehr Güterverkehr wieder auf die Schiene verlegt werden um die Autobahnen zu entlasten.
 
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User 15376

Was passiert eigentlich mit defekten oder gealterten Batterien ? Kann man die unbegrenzt wieder auffrischen ? Wenn die Mehrheit elektrisch fährt kommt da weltweit ja schon was zusammen, was macht man mit dem Müll... ist das alles recyclebar ? Und Rohstoffe werden dann ja auch in sehr großen Mengen benötigt. Keine Ahnung was da alleine für Europa und USA für Massen gebraucht werden, es dürfte aber ein enormer Bedarf sein der da anfällt.
Metalle kann man in den meisten Fällen ganz gut recyclen und trennen. Oft sind die auch wertvoll genug, dass sich das lohnt.
Und ja, die Menge ist schon auch ein Problem, daher wird ja auch viel an alternativen Batterien geforscht, welche nicht (oder weniger) auf Lithium angewiesen sind, aber trotzdem ähnliche (oder bessere?) Kapazitäten und Wiederaufladbarkeit mitbringen.
 
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