Elektromobilität

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User 24216

Die Verkaufszahlen von E-Autos wachsen derzeit deutlich schneller als die der Ladeinfrastruktur. Verbrenner sind nach wie vor rückläufig, der Markt für E-Autos wächst. Da muss dann entsprechend noch mal eine Schippe drauf gelegt werden. Wenn nicht wieder irgendwer bremst, es gibt wohl z.B. Energieversorger die stumpf Wallboxen ablehnen obwohl das im Nachbarort möglich ist.
Im Ferienverkehr gab es jetzt tatsächlich teilweise längere Wartezeiten an Ladesäulen zu Stoßzeiten.
Aber das ganze ist immer noch im Anlauf, es gibt ein paar Ladesäulenmodelle die mittlerweile ausgetauscht werden müssen weil sie sich als zu unzuverlässig erwiesen haben.
Ich schau regelmäßig die NextNews von Nextmove, da ist das regelmäßig Thema.
 
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User 4652

Das der Markt wächst ist kein Geheimnis, wir unterhalten uns mal wieder wenn 80% oder darüber E-Auto fahren.
Wenn ich dann noch leben sollte :unsure:, glaube eher die Unterhaltung wird nicht mehr mit mir stattfinden.

Und ob so viele Autos notwendig sind ist ein ganz anderes Thema, aber Sie sind nun mal da. Ob nun notwendig oder nicht, oder soll das nun auch der Gesetzgeber vorschreiben ob das für mich notwendig ist oder nicht ? Ist ja schon seit einiger Zeit in Mode das man die Leute komplett bevormunden will :ROFLMAO:, wobei mich das noch nicht mal mehr wundern würde wenn man die Enticklung in den letzten Jahrzehnten betrachtet was einem das so alles für Unsinn auferlegt wird.
 
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User 2446

Es wird ja auch einfach oft in dem Muster "Was, wenn ab morgen alle..." gedacht, was ja Unsinn ist.
Eben.
Dabei wäre leicht erkennbar, wie schnell sich die Dinge ändern. Einfach mal darauf achten, wie sich die Ladezeiten binnen weniger Jahre verändert haben. Die Entwicklung bleibt nicht stehen und die, die stark an der E-Mobilität arbeiten, tun das eben im Wissen darum, wie die Entwicklung voranschreitet und nicht, weil sie übersehen, dass einige Probleme entstehen, wenn es keine Weiterentwicklung gibt.

Und ob so viele Autos notwendig sind ist ein ganz anderes Thema, aber Sie sind nun mal da.
Autos, die da sind, aber meist nicht genutzt werden, oder so selten und für so kurze Strecken in Betrieb sind, dass es reicht, sie alle paar Wochen mal aufzuladen, wären kein Problem. Die nehmen Platz weg, überlasten aber keine Ladekapazitäten. Noch nicht einmal aus heutiger Sicht.
 
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User 15376

Und ob so viele Autos notwendig sind ist ein ganz anderes Thema, aber Sie sind nun mal da. Ob nun notwendig oder nicht, oder soll das nun auch der Gesetzgeber vorschreiben ob das für mich notwendig ist oder nicht ?
Autos, die da sind, aber meist nicht genutzt werden, oder so selten und für so kurze Strecken in Betrieb sind, dass es reicht, sie alle paar Wochen mal aufzuladen, wären kein Problem. Die nehmen Platz weg, überlasten aber keine Ladekapazitäten. Noch nicht einmal aus heutiger Sicht.

Ja, natürlich ist das ein anderes Thema, aber ich fände es durchaus legitim hier auch etwas nachzuregeln.
Die Menge an Autos die inzwischen in einer typischen Großstadt rumstehen ist einfach nicht mehr feierlich.
Schon alleine, weil dann recht viel Gehwege, Fahrradwege, Kreuzungen etc. zugeparkt werden.
Geht ja nicht darum das Auto zu verbieten, aber ich finde schon, dass wir es inzwischen ziemlich übertreiben.

Zumal die meisten es ja scheinbar auch noch fast als Grundrecht ansehen ihr Auto in unmittelbarer Nähe zur Wohnung kostenlos oder für geringe Unkosten (die jährlichen Pauschalen für einen Parkausweis waren ein absoluter Witz!) zu parken.
Der Platz in größeren Städten ist eh schon sehr knapp, warum muss ich die Städte dann auch noch mit Unmengen an Autos zumüllen?

Mir ist schon klar, dass es auch viele Leute gibt die z.B. aus beruflichen Gründen auf ein Auto angewiesen sind und das finde ich auch in Ordnung.
Wenn ich mir aber die vielen Autos hier in den Straßen anschaue die wochen- oder teilweise sogar monatelang nicht bewegt werden. Das ist schlicht und einfach Platzverschwendung auf Kosten anderer.
Da habe ich nicht wirklich viel Verständnis für.

Aber klar, Deutschland baut natürlich sehr viele Autos und dank Kapitalismus sind wir ja auch gezwungen immer mehr Autos zu bauen und zu verkaufen.
Bescheuertes Konzept, aber wenn irgendwas geändert werden soll gehen ja wie viele auf die Barrikaden …
 
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User 24216

Eben.
Dabei wäre leicht erkennbar, wie schnell sich die Dinge ändern. Einfach mal darauf achten, wie sich die Ladezeiten binnen weniger Jahre verändert haben. Die Entwicklung bleibt nicht stehen und die, die stark an der E-Mobilität arbeiten, tun das eben im Wissen darum, wie die Entwicklung voranschreitet und nicht, weil sie übersehen, dass einige Probleme entstehen, wenn es keine Weiterentwicklung gibt.


Autos, die da sind, aber meist nicht genutzt werden, oder so selten und für so kurze Strecken in Betrieb sind, dass es reicht, sie alle paar Wochen mal aufzuladen, wären kein Problem. Die nehmen Platz weg, überlasten aber keine Ladekapazitäten. Noch nicht einmal aus heutiger Sicht.
Tatsächlich wären die rumstehenden Autos ja sogar ein hervorragender Pufferspeicher zur Netz Stabilisierung wenn sie während dessen an einer Steckdose hängen würden und bidirektional laden könnten. Das ist zwar aktuell noch Zukunftsmusik, aber die bidirektionalen OBCs kommen so langsam in die Serie, sie z.B. Kia EV6 und Hyundai Ioniq 5. Ich denke in fünf bis zehn Jahren könnte das ein Thema sein.
Damit Wallboxen förderfähig sind müssen sie ja auch extern vom Netzbetreiber steuerbar sein, die ersten Schritte zum Smart Grid.
 
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User 2446

Wie funktioniert so ein System? Es muss ja sicher sein, dass mein Auto voll nutzbar ist, wenn ich es brauche.
 
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User 10763

Rundum Paket gibts auch von Tesla, vom Solar Dach > Powerwall > Fahrzeug ^^ Und das Solar Dach ist ein richtiges Dach, es werden komplett alle Ziegel ersetzt und die ganze Dachfläche genutzt, keine paar klobige Solar Panels so wie früher mal wo raufgeschraubt. Wird natürlich richtig Asche kosten klar aber cool was da heute so geht.




Und das kann sich doch schon sehen lassen der aktuelle Ausbau des Supercharger Netzes was stetig weiter wächst...

Screenshot_1079.jpg


Und wie Misha C. es schon am Beispiel Tesla Supercharger am Nürburgring erwähnte womit man in ~15min 200 Miles Reichweite und auf 80% in ca. 30min laden kann wohingegen die deutsche "Hochtechnologie" aktuell noch mit nur 25Kw Chargern aufwarten kann wo es dann schon noch 5-6 Stunden sind.

Hier nochmal ab 7min 30sec:

 
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User 2275

Größere Fläche der Solarpaneele und eine halbwegs vernünftige Optik, würde ich denken.
 
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User 561

Generell würde es uns allen vermutlich gut tun etwas Abstand vom "Muss unbedingt so schnell wie möglich von A nach B kommen" Trend zu nehmen.
Das ist Deine persönliche Überzeugung aber das wirst Du den Menschen nicht aufoktroyieren können. Und ich halte es auch weder für sinnvoll, noch für umsetzbar.

Es ist nämlich durchaus problematischer, als einem beim kurzen Nachdenken bewusst wird. Beispiel Infrastruktur und Platz auf Fernstrecken. Das wird meiner Ansicht nach einfach massiv unterschätzt. Es gibt ja teilweise die unsinnigsten Vorbehalte gegen Elekro, die man auch nur bedingt ernst nehmen kann. Aber das Thema Fernreisen und Raststätten ist in jedem Falle kritisch. Ich habe dazu mal einen interessanten Artikel gelesen, aber ich weiß leider einfach nicht mehr, wo das war. Aber das Rechenexempel ist schon beeindruckend. Laut dieser Berechnung hätte man, sehr konservativ gerechnet, mindestens um den Faktor 10 mehr ruhenden Verkehr auf Fernstrecken. Also nicht ein bißchen mehr, sondern zehnmal soviel!
  1. Reichweitennachteil
    Wenn wir mal Fahrweise etc. für ein Gedankenspiel gleichsetzen, dann hat ein Verbrenner derzeit im Schnitt einen Reichweitenvorteil von gut und gerne 75-100%. Das sind Zahlen, die sind schon sehr konservativ. Renault Zoe, BMW i3, etc. liegen bei der Werksangabe im Winter bei ~250km, maximal im Sommer bei knapp unter 400km. Und was die Werksangabe wert ist, weiß man ja. Mit einem Verbrenner dieser Größe schafft man die 500km real - egal mit welcher Fahrweise - immer, wenn man nach werksangegebenen Verbräuchen geht, dann schafft man sogar fast das doppelte. 75-100% Reichweitenvorteil sind also wirklich nicht elektrofeindlich gerechnet, sondern durchaus realistisch. Alleine der Reichweitenvorteil bedeutet, dass bei vollständiger Elektrifizierung also ~75-100% mehr Fahrzeuge an Raststätten halt machen würden.
    Also Faktor 1,5-2
  2. Ladezeit
    Ein Tankvorgang dauert incl. Aussteigen, Tank auf, Rüssel rein/raus, zur Kasse gehen, in der Schlange warten, zahlen, einsteigen, sehr sehr konservativ gerechnete 10 Minuten. In Eile geht es sicherlich in 5 Minuten, bei einer Teilbetankung auch mal in 3-4. Beim Ladevorgang an der Elektrosäule fällt der Bezahlvorgang weg, dafür dauert der Ladevorgang schon bei Teilladung erneut ein Vielfaches. Rechnen wir großzügig mal mit funktionierenden Schnellladesäulen und den gern beworbenen 30 Minuten ("in nur 30 Minuten haben Sie schon wieder 70% Kapazität") und stellen die bestmögliche Ladezeit bei Elektro der schlechtestmöglichen Tankzeit beim Verbrenner entgegen, dann sind wir im für E-Fahrzeuge günstigsten Fall wieder bei Faktor 3. Mindestens.
    Also Faktor 3
  3. Notwendigkeit
    Die Notwendigkeit, unterwegs, statt am Start- oder Zielort Energie aufzufüllen, steigt ja mit der zurückgelegten Distanz bei Fernreisen. In Ortschaften mag das dezentrale Laden realistisch sein, da sind aber auch die Tankstellen mehr oder weniger dezentral, aufgrund der schieren Anzahl. Auf den Fernstraßen sieht das ganz anders aus, da kann man nicht überall Ladesäulen auf den Standstreifen setzen. Dort wird Laden auch in Zukunft eine überwiegend zentrale Angelegenheit bleiben. Und für Fernstrecken neigt man auch als Fahrer eines Verbrenners üblicherweise dazu, vor Fahrtantritt lokal irgendwo vollzutanken, statt unterwegs auf der teuren Raststätte.
    Allein durch die Reichweite (Punkt 1) steigt die Wahrscheinlichkeit eines Zwischenhalts beim EV ja schonmal auf fast das doppelte. Da die Wahrscheinlichkeit für eine 800km-Fahrtstrecke aber nicht genauso groß ist, wie die für eine 400km-Strecke, wird die daraus resultierende Wahrscheinlichkeit eines nötigen Zwischenhalts mit einem EV nicht einfach nur 1,5-2x so hoch sein, wie mit einem Verbrenner, sondern wesentlich höher. Mit einem Verbrenner kann man einen Großteil der Strecke in D ganz ohne Zwischenhalt zurücklegen,
    In dem Artikel wird im übrigen sogar sehr positiv einkalkuliert, dass man nicht mehr nur auf klassischen Tankstellen, sondern vermutlich auch auf Rastplätzen wird laden können. Auf der anderen Seite steht eben die um ein Vielfaches höhere Wahrscheinlichkeit eines notwendigen Zwischenstops unterwegs.
    Unter dem Strich kommt wieder ein Faktor >2 raus, aber ich weiß nicht mehr genau, wie hoch.
    Faktor ?
Am Ende, wenn man all die Faktoren multipliziert, kommt dann heraus, dass wir mit mindestens dem Zehnfachen an ruhendem Verkehr auf Fernstrecken rechnen müssen. Bei der gleichen Anzahl Fahrzeuge wohlgemerkt. All die plakativen Anti-E-Plattitüden mal ganz beiseite gelegt: wie soll dieses Aufkommen bewältigt werden auf Rastplätzen, bei denen heute schon die LKWs bis auf die Beschleunigungsstreifen raus parken?

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Ganz ehrlich: ich bin kein Elektro-Gegner. Im Gegenteil: ich freunde mich mehr und mehr mit dem Gedanken an, in absehbarer Zeit meine "Alltagsmobilität" elektrisch zu bewältigen. Mich im Stadtverkehr mit so einem 400kW-Geschoss von einer Ampel zur nächsten zu schießen und morgens im Halbschlaf lautlos zur Arbeit zu pendeln, stelle ich mir inzwischen ganz geil vor. Ich kann mir auch vorstellen, dass mein Arbeitgeber früher oder später die erste e-Säule auf unserem Firmenparkplatz postiert.
Ich persönlich glaube aber, dass rein E-Mobilität, wie von der Politik herbeigewünscht lange, lange Zeit nicht funktionieren kann. Für Fernstrecken müssen Alternativen bleiben. Und dabei geht es gar nicht um die individuelle Bequemlichkeit nicht dauernd stehen bleiben zu wollen und nicht so lange dort zu verweilen, sondern die ganz objektive Machbarkeit dieses Szenarios.
 
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User 24216

Rundum Paket gibts auch von Tesla, vom Solar Dach > Powerwall > Fahrzeug ^^ Und das Solar Dach ist ein richtiges Dach, es werden komplett alle Ziegel ersetzt und die ganze Dachfläche genutzt, keine paar klobige Solar Panels so wie früher mal wo raufgeschraubt. Wird natürlich richtig Asche kosten klar aber cool was da heute so geht.




Und das kann sich doch schon sehen lassen der aktuelle Ausbau des Supercharger Netzes was stetig weiter wächst...

Anhang anzeigen 104396


Und wie Misha C. es schon am Beispiel Tesla Supercharger am Nürburgring erwähnte womit man in ~15min 200 Miles Reichweite und auf 80% in ca. 30min laden kann wohingegen die deutsche "Hochtechnologie" aktuell noch mit nur 25Kw Chargern aufwarten kann wo es dann schon noch 5-6 Stunden sind.

Hier nochmal ab 7min 30sec:

Die deutsche Hochtechnologie bietet bis 300kW, und das meistens nicht gesplittet. Zumindest bis zum V2 Supercharger gibt es nur volle Ladeleistung wenn du alleine dran hängst.
Nur eben noch nicht in der Eifel, um den Ring sieht es so mau aus dass der Industriepool Säulen auf ihren Firmengeländen baut. Am Ring tatsächlich schwer nachvollziehbar.
Aber es ist ja wohl nur noch eine Frage der Zeit bis Tesla seine Säulen für alle frei gibt. Kostet im Zweifel dann mehr wenn du keinen Tesla hast, aber die Summe der Ladepunkte würde es extrem boosten.
 
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User 15376

Wie funktioniert so ein System? Es muss ja sicher sein, dass mein Auto voll nutzbar ist, wenn ich es brauche.
Das stellst du halt ein. ggf. sogar per App an deinem Smartphone.

Für den täglichen Gebrauch stellst dann z.B. einen minimalen Ladezustand von 20% ein die dir im Normalfall immer reichen.
Wenn du weißt, dass am nächsten Tag eine längere Reise geplant ist, dann stellst eben ein, dass das Auto (morgens) voll sein soll.

Wenn du täglich die volle Reichweite brauchst, dann fällt dein Auto halt komplett raus, aber bei den meisten dürfte das nicht der Fall sein.
 
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User 21046

Wie ist das denn bei Tesla? Supercharger schön und gut, aber ich weiß dass Schnelladen bei dt Modellen nur ausnahmsweise und schon gar nicht mehrfach hintereinander stattfinden darf. (vertragen die Akkus nicht) Wenn das bei Tesla anders ist ok, aber falls nicht funktioniert die Rechnung mit 30 min laden nicht.
 
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User 709

Wie ist das denn bei Tesla? Supercharger schön und gut, aber ich weiß dass Schnelladen bei dt Modellen nur ausnahmsweise und schon gar nicht mehrfach hintereinander stattfinden darf. (vertragen die Akkus nicht)
Hi
das stimmt nicht. Man hat mal von Schnelladen abgeraten, weil die (deutschen) Autobauer vor ein paar Jahren Null Ahnung von Akkus hatten. Die kannten halt nur die 12V Blei-Batterie.
 
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User 24216

Wie ist das denn bei Tesla? Supercharger schön und gut, aber ich weiß dass Schnelladen bei dt Modellen nur ausnahmsweise und schon gar nicht mehrfach hintereinander stattfinden darf. (vertragen die Akkus nicht) Wenn das bei Tesla anders ist ok, aber falls nicht funktioniert die Rechnung mit 30 min laden nicht.
Tesla drosselt wohl die verfügbare Kapazität wenn sehr oft schnell geladen wird, ohne dass man drüber informiert wird. Weiß grad nicht ob das ein Algorithmus bestimmt oder ob das sogar Remote passiert.
Ist mir von anderen Herstellern so nicht bekannt.

Aber grundsätzlich gilt, je seltener man am DC Schnelllader lädt umso besser für die Haltbarkeit des Akkus. Das heißt nicht dass er jetzt deswegen extrem schnell hopps geht, er degradiert aber schneller weil die Zellchemie langsam an AC halt lieber mag.
Beim Gebrauchtwagenkauf schadet es entsprechend nicht wenn man da mal ein Auge drauf wirft.
 
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User 21046

Hi
das stimmt nicht. Man hat mal von Schnelladen abgeraten, weil die (deutschen) Autobauer vor ein paar Jahren Null Ahnung von Akkus hatten. Die kannten halt nur die 12V Blei-Batterie.
Das war nicht mal so, sondern das ist definitiv bei vier aktuellen brandneuen Modellen von Audi, Cupra (Seat) und VW so. Wir bauen die und da gleiche Bodengruppe, gibt es nur zwei verschiedene Akkus bei uns. Es stimmt, dass die davon nicht hopps gehen und bei uns ist es wohl auch so, dass das schon vom Auto überwacht wird. Sprich wenn man zuviele Schnelladungen pro Zyklus verbraucht hat, wird das glaube ich gar nicht zugelassen um den Akku zu schonen. Deswegen frage ich, ob Tesla das nicht ähnlich handhabt. Jedes Mal einfach schnelladen kann ich mir auch bei Tesla nicht vorstellen.
 
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User 2446

Das stellst du halt ein. ggf. sogar per App an deinem Smartphone.

Für den täglichen Gebrauch stellst dann z.B. einen minimalen Ladezustand von 20% ein die dir im Normalfall immer reichen.
Wenn du weißt, dass am nächsten Tag eine längere Reise geplant ist, dann stellst eben ein, dass das Auto (morgens) voll sein soll.

Wenn du täglich die volle Reichweite brauchst, dann fällt dein Auto halt komplett raus, aber bei den meisten dürfte das nicht der Fall sein.
Dann stellt sich halt die Frage, wie man die Leute dazu bekommt, da mitzuspielen.
Tatsächlicher Bedarf ist das eine, zu wissen, dass man jederzeit X Kilometer weit fahren kann, falls es einmal nötig sein sollte, ist das andere.
Ein Auto ist zu großem Teil Luxus. Es gibt einem Flexibilität. Je mehr davon ich abgebe, desto mehr muss ich mich grundsätzlich auch fragen, ob ich das Auto überhaupt benötige. Komme ich mit demselben Maß an Planung und demselben Budget nicht auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln und hin und wieder einem Mietwagen aus? Das würde sicher bei vielen Leuten sehr gut funktionieren.
 
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User 4652

Beim Gebrauchtwagenkauf schadet es entsprechend nicht wenn man da mal ein Auge drauf wirft.
Wie beim Benziner die Laufleistung dürfte dann sowas genauso zum Nachteil werden wie die Kapazität die noch erreicht wird. Gibts dazu eigentlich schon Langzeittests oder nur die Kilometerprügler die in 2 Jahren 300.000Km abspulen. Denke mal es ist auch ein Unterschied ob ich ein Auto 10-15Jahre nutzen möchte und in dem Zeitraum 100-150K-KM fahre oder ob das in einem Zeitraum von 1-2 Jahren passiert. Bin da mal gespannt drauf wie sich das auf den Verkauf auswirkt, wenn in 10 Jahren überhaupt noch jemand ein Auto mit den alten Batterien haben möchte. Die dürften bis dahin ja völlig out of date sein wenn da die Enticklung immer noch so schnell voran geht. Wie lange hat man eigentlich Garantie auf die Batterien ? Wenn die mal hops gehen wirds teuer nehm ich mal an. Wenn ich mir heute die Preise für LED-Scheinwerfer angucke die man auch eben mal nicht so einfach wechseln kann wie ne gute alte Glühlampe, da wird einem ja regelrecht schwindelig. So Dinger will ich an meinem Auto nicht haben, und für mich ist das aus Verbrauchersicht auch kein Fortschritt solange das so unverschämt teuer ist.
 
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User 15376

Dann stellt sich halt die Frage, wie man die Leute dazu bekommt, da mitzuspielen.
Das ist einfach. Finanzielle Anreize. Wenn man das macht bekommt man eben Vorteile bei der Stromrechnung.
Ist ja auch gerechtfertigt, denn man bringt ja eine Leistung, indem man den eigenen Energiespeicher als Puffer zur Verfügung stellt.

Ich glaube auch nicht, dass die Flexibilität ein so großes Problem ist.
Spontanität bezieht sich – so jedenfalls meine Erfahrung – eher auf den näheren Umkreis von, sagen wir mal, 50 km. Wenn überhaupt.
Das bekommen die typischen Autos hin und zurück mit ca. 1/4 Kapazität hin. Notfalls lädt man halt noch ein paar Minuten nach.
Ich hab es wirklich selten erlebt, dass irgendjemand gesagt hat "Wir fahren jetzt mal spontan 300km weit weg".
Aber klar, sowas geht dann halt nicht oder halt nur so spontan, dass man irgendwann und irgendwo warten muss, dass das Auto aufgeladen ist.
bzw. war es bei den meisten dann schon gar nicht mehr soooo spontan, sondern wurde mindestens am Vortag geplant und dann kannst ja das Auto entsprechend einstellen.
 
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