Elektromobilität

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User 2602

Stimmt, der Zoe sieht nett aus, aber in der Summe viel zu teuer...

Eigentlich ist es das Dilemma mit der Reichweite.
So selten wie wir mit dem Panda fahren, spielts eigentlich keine Rolle das er Benzin frisst. Einmal im Vierteljahr den 40-Liter Tank vollmachen, das merkt man so gut wie gar nicht.
Technisch wärs aber möglich den Panda gegen ein Elektromobil zu tauschen.

Andersherum mein Wagen. Jeden Tag bei 150 km Arbeitsweg, da würde es schon viel ausmachen wenn man keinen Sprit sondern Strom tanken würde, denke ich.
Aber technisch gesehen....
Mein Wagen bewegt sich im Preisrahmen des ZOE, Verbrauch 5,2 Liter Diesel. Vergleichbar für die 79 Euro Akkumiete des ZOE könnte ich momentan so knapp 1060 km fahren. Stromkosten fallen für den ZOE dann auch noch zusätzlich an.
Bei sparsamer Fortbewegung könnte ich mit Glück diese 1060 km auch am Stück fahren, ohne nachzutanken. Ansonsten kostet mich das nachtanken 3 Minuten. Und normal kann ich mit meinen Wagen auch spontan und ungeplant losfahren, weil genug Reserven in der Reichweite vorhanden sind. Und falls der Tank doch gerad mal leerer sein sollte, siehe oben, tanken in 3 Minuten.

Ich denke, hauptsächlich muß sich bei der Reichweite etwas bewegen, wenn das gepackt ist dann wäre dem Elektromobil die Tür geöffnet.
Der große Vorteil beim Verbrenner ist wohl eben die uneingeschränkte Freiheit, jederzeit hinfahren zu können wohin man will und wann man will...

Greetz

Karsten
 
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User 657

Meiner Meinung nach müssten sich die Autohersteller mal zusammentun, und einen Einheitsakku entwerfen, der in jedes zukünftige E-Mobil passt. Der sollte nicht zu groß sein, damit man Spielraum hat, z.B. ein Fahrzeug Größe VW Up! kriegt 3 Akkus, ein Golf 5 Akkus, Ein 5er BMW 7 oder 8 Akkus. Wenn seine Akkus leer sind fährt man an eine E-Tankstelle, baut die leeren Akkus mit zwei oder drei Handgriffen aus und baut sich neue wieder ein. Ist ja eh kein Problem, da die Akkus sowieso nur vermietet werden. An der Tankstelle werden die Akkus dann wieder aufgeladen...

Wenns technisch möglich ist, sollte man natürlich auch die Autos zu Hause aufladen können - wenn man die Zeit hat.

Aber somit entgeht man dem Problem, bei einer 800km-Fahrt in den Urlaub nach der Hälfte ein mehrstündigen Zwangsaufladestopp einlegen zu müssen.
 
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User 214

Ja gibt es, Marcus.
Zwar nicht Antworten auf alle Deiner Fragen, aber es gibt schon eine recht ernüchternde Tendenz bez. E-Mobile.
Bei Wilhelm Hahne, wo sonst.

Gruss R.

Interessanter Artikel, der aber den wichtigsten Punkt völlig ausblendet:
Uns geht das Öl aus. ;)
Das Elektrozeug mach vielleicht heute noch keinen Sinn, aber früher oder später ist Benzin oder Diesel für die Masse der Fahrzeuge keine Option mehr.

Interessant auch, dass Doppelkupplungsgetriebe, schmale Räder, niedriger Luftwiderstand, Zweizylinder Dieselmotoren und Lithium Ionen Batterien als "geballter Einsatz von teurem High Tech" angesehen wird, während Zylinderabschaltung mit geschlossenen Ventilen, Zusatzeinspritzungen, elektromechanische Kompressoren, automatisierte Schaltgetriebe, Ultra-Caps und Co anscheinend in Ordnung gehen.
Den großen High-Tech Unterschied sehe ich da nicht.
 
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User 8197

Das Erdöl geht irgendwann aus, wobei es sogar fraglich ist ob wir das noch miterleben werden.
Benzin und Diesel kann man inzwischen auch künstlich herstellen ohne Erdöl.

Es ist immer eine Frage hinter welcher Technologie die größere Lobby steht, zur Zeit sind es leider Elektroautos.
 
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User 214

Wir werden das nicht mehr miterleben, allerdings weniger, weil noch so viel da ist, sondern weil der Ölpreis immer weiter steigen wird, und der Ölverbrauch dadurch früher oder später anfangen wird, zurück zu gehen.
Wenn der Liter (Erdöl-)Benzin das kostet, was heute 30€ sind, wird das Zeug niemand mehr verbrennen wollen.

"Bio"sprit ist da vielleicht tatsächlich eher eine Option. Wenn wir mal beim 1-Liter Auto angekommen sind, ist das vielleicht sogar realitsich machbar. Wäre lustig, wenn die Alternative zum Verbrennungsmotor (mal wieder) der Verbrennungsmotor wäre.
 
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User 2031

Die Autoindustrie steht schon noch stark hinter dem Benzinauto, allein des Geldes wegen. Was denkt ihr wie viel die Autoindustrie an den Verschleißteilen der Autos mitverdient. Ölwechsel, Reparaturen, Wartungen etc. Auch was sie alles in die Forschung für den Verbrennungsmotor gesteckt haben + Patente. Ohne Getriebe, Kupplung, Schalldämpfer, Katalysator, Rußpartikelfilter, Kraftstofftank, Lichtmaschine und Wasserkühlung würde ja ein Hauptteil der Einnahmen auf einmal wegefallen. Dann lieber den wartungsintensiven Verbrennungsmotor weiter nutzen, denken sich da die meisten in der Industrie. :D
 
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User 3695

Ich denke im Bereich der Innenstadt großer Städte mit Stromtankstellen und vielleicht einem ganzen Pool (Miete, Carsharing) von Fahrzeugen könnte sich das Elektroauto durchsetzen. Kurze Strecken umgehen das Problem der Reichweite, mehrere zur Verfügung stehende Autos das eventuelle Problem der Akkuladezeit und ein begrenzter Raum das Problem eines zu dünnen Tankstellennetzes.

Für den privaten Bereich sehe ich ehrlich gesagt zumindest mittelfristig keine großen Entwicklungsmöglichkeiten, denn ein Elektrofahrzeug kann kein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor voll ersetzen.
 
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User 214

Im privaten Bereich:
Wasserstoff.
Das ist für mich von den neuen Antrieben immernoch der vielversprechendste Ansatz. Warum? Weil man es schnell nachtanken kann.
Ein Elektroauto das zum Nachladen mehrere Stunden braucht, wird sich nicht durchsetzen, weil es ein Rückschritt ist. Rückschritte setzen sich nicht durch. Wir sind nunmal auf dem Stand, dass sich das Auto nahezu überall auf der Welt innerhalb von 5 Minuten nachtanken lässt. Jede neue Technologie die das nicht auch gewährleistet, ist zum Scheitern verurteilt.
Wenn sich im Batterie/Kondensator Gebiet keine revolutionären Durchbrüche ergeben, fällt diese Speicherform imo über kurz oder lang flach.

Ich könnte mir wirklich vorstellen, dass die Reise erstmal richtung 1-Liter (Hybrid-) Auto geht, das dann allmählich mit Wasserstoffkonzepten ergänzt wird, wenn das mit dem Biosprit nicht reicht. Na, wir werden es ja sehen (manche von uns. :D).
 
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User 8549

Meiner Meinung nach müssten sich die Autohersteller mal zusammentun, und einen Einheitsakku entwerfen, der in jedes zukünftige E-Mobil passt. Der sollte nicht zu groß sein, damit man Spielraum hat, z.B. ein Fahrzeug Größe VW Up! kriegt 3 Akkus, ein Golf 5 Akkus, Ein 5er BMW 7 oder 8 Akkus. Wenn seine Akkus leer sind fährt man an eine E-Tankstelle, baut die leeren Akkus mit zwei oder drei Handgriffen aus und baut sich neue wieder ein. Ist ja eh kein Problem, da die Akkus sowieso nur vermietet werden. An der Tankstelle werden die Akkus dann wieder aufgeladen...

Wenns technisch möglich ist, sollte man natürlich auch die Autos zu Hause aufladen können - wenn man die Zeit hat.

Aber somit entgeht man dem Problem, bei einer 800km-Fahrt in den Urlaub nach der Hälfte ein mehrstündigen Zwangsaufladestopp einlegen zu müssen.

Die schaffen es nicht mal, dass man ein Smartphone bei aktiver Nutzung nicht jeden Tag laden muss und da erwartest du dass die 800km Reichweite beim Auto schaffen? ;)
 
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User 8886

Mal abgesehen davon, dass bei aktueller Akku-Technologie mit Lithium eben jenes stark begrenzt vorkommt...
Elektroautos sind wenn überhaupt eine Übergangstechnologie. Obwohl Hybrid-Autos mMn wesentlich sinnvoller sind. Man wird auf jeden Fall einen Energieträger brauchen, welcher ähnlich wie Benzin nachgetankt werden kann. Und da afaik Erdgas zum Beispiel noch wesentlich länger vorhanden sein soll, könnte man auch noch ne ganze Zeit lang mit CNG fahren. Oder eben dann Biosprit oder Wasserstoff...
 
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User 329

Nicht nur Ladekapazität und die Ladezeit sind das Problem. Der große Rätsel ist noch, woher die Energie in elektromagnetischer Form her kommen soll? Die derzeit laufenden Kraftwerke reichen nicht aus wenn auch noch die PKW's am Stromnetz hängen. Da müssen Energiequellen her. Wenn Kohle, Öl, Gas weg fallen sollen, dann müsste die eine oder andere Wüste mit Solarzellen zu gepflastert werden. Kernfusionsreaktoren sind vorerst nicht machbar.
 
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User 2275

das problem ist nur, dass es in der sahara annähernd zur gleichen zeit dunkel wird wie hier :D
 
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User 657

Meiner Meinung nach müssten sich die Autohersteller mal zusammentun, und einen Einheitsakku entwerfen, der in jedes zukünftige E-Mobil passt. Der sollte nicht zu groß sein, damit man Spielraum hat, z.B. ein Fahrzeug Größe VW Up! kriegt 3 Akkus, ein Golf 5 Akkus, Ein 5er BMW 7 oder 8 Akkus. Wenn seine Akkus leer sind fährt man an eine E-Tankstelle, baut die leeren Akkus mit zwei oder drei Handgriffen aus und baut sich neue wieder ein. Ist ja eh kein Problem, da die Akkus sowieso nur vermietet werden. An der Tankstelle werden die Akkus dann wieder aufgeladen...

Wenns technisch möglich ist, sollte man natürlich auch die Autos zu Hause aufladen können - wenn man die Zeit hat.

Aber somit entgeht man dem Problem, bei einer 800km-Fahrt in den Urlaub nach der Hälfte ein mehrstündigen Zwangsaufladestopp einlegen zu müssen.

Die schaffen es nicht mal, dass man ein Smartphone bei aktiver Nutzung nicht jeden Tag laden muss und da erwartest du dass die 800km Reichweite beim Auto schaffen? ;)

Nein, das erwarte ich nicht. Da man das nicht schaffen wird, muss man also sehen wie man sein Auto auf einer langen Strecke geladen bekommt. Und wenn ich nach 300 oder 400km zum Akkutausch an ne Tanke fahre, dann is das doch okay ;)
 
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300-400 Km mit nem halb-vollgepacken "familienfähigen" Fahrzeug -> Das liegt noch in weeeiiiter Ferne (reiner E-Antrieb) ;).
 
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User 2031

300-400 Km mit nem halb-vollgepacken "familienfähigen" Fahrzeug -> Das liegt noch in weeeiiiter Ferne (reiner E-Antrieb) ;).

Die Frage ist, warum es das noch nicht gibt. 1998 gab es schon Elektroautos die 220 km weit fahren konnten. 14 Jahre ist es her und wir sind immer noch nicht weiter? Kaum vorstellbar.
 
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User

300-400 Km mit nem halb-vollgepacken "familienfähigen" Fahrzeug -> Das liegt noch in weeeiiiter Ferne (reiner E-Antrieb) ;).

Die Frage ist, warum es das noch nicht gibt. 1998 gab es schon Elektroautos die 220 km weit fahren konnten. 14 Jahre ist es her und wir sind immer noch nicht weiter? Kaum vorstellbar.

- familientauglich ?
- Kofferraumvolumen/Zuladung?
- auch bei -5° C ?
- nicht nur 3x ?

sicher ?

Sicher gibt es immer mal wieder nette Aktionen mit Ultraleichtfahrzeugen, 7PS, 1-2 Sitzer ohne Zuladung, 5cm breiten Reifen, extrem magerer Sicherheits-, Entertainment- und Temperaturregelungs-Ausstattung plus Solarzellen aufm Dach. Dann folgt eine Fahrt über 500Km und alles schreit: Morgen ist es soweit.
 
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User 2031

Natürlich kein Familienauto, aber ein ganz normaler Kleinwagen: General Motors EV1
130 km/h Höchstgeschwindigkeit und von 0 auf 100 in 9 Sekunden sollten auch locker reichen.

Wenn mal also 1998 schon 220 km mit einem Kleinwagen schafft, warum sollte man nicht 2012 300km mit einem größeren Wagen schaffen können?
 
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