DTM DTM Saison 2021

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User 2275

Ein Grund dafür, dass ich diese dicken Schiffe nicht so mag. Ich mag leichte, agile Fahrzeuge und sobald die hinter einer solchen Schrankwand hängen, die man per BoP aufs gleiche Niveau gebracht hat, haben sie ein Problem. Da bleibt bei mir immer irgendwie der Eindruck, dass das "bessere" Auto benachteiligt ist.

Das Problem hat man aber doch generell bei den diversen verschiedenen Fahrzeugkonzepten in der GT3. Ohne BOP dürften vermutlich die Wagen mit Heckmittelmotor alle anderen deklassieren, einfach weil das die für einen Rennwagen beste Bauweise ist.
 
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User 2446

Das Problem hat man aber doch generell bei den diversen verschiedenen Fahrzeugkonzepten in der GT3. Ohne BOP dürften vermutlich die Wagen mit Heckmittelmotor alle anderen deklassieren, einfach weil das die für einen Rennwagen beste Bauweise ist.
Natürlich. Und doch, oder gerade deswegen, hat's eben diese unerfreuliche Wirkung, wenn jemand mit einem konzeptionell grundsätzlich nachteiligen Ansatz kommt und das per BoP nicht nur ausgeglichen wird, sondern gerade im Zweikampf gar zum Vorteil.
 
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User 16072

Da muss ich, selbst wenn ich natürlich ein Stück weit die Brille aufhabe aber mal widersprechen. Die Dickschiffe, in Namen M6, Continental und GT-R bringen für mich doch deutlich mehr Würze rein. Ich finde es gerade zu beachtlich, dass man es generell schafft, diese Autos trotz Größe und Bauweise auf so ein Niveau zu bringen.

Dass die Heckmittelmotoren alle anderen deklassieren würden halte ich mal für ein Gerücht - auch ein M6 hat da genug Reserven, wenn auch in Sachen Motorleistung. Letztendlich finde ich die BOP der DTM in dieser Saison bemerkenswert gut, wenn eben jener M6 auf einer Strecke wie Zolder komplett abgeschrieben sein sollte und dann solche Ergebnisse einfahren kann.

Assen kam dem BMW dann doch deutlich entgegen, denn nicht nur auf der Geraden ist der BMW ein Pfeil, sondern durch den langen Radstand eben auch in schnellen Kurven und davon gibts dort nen paar.

Global gesehen muss man aber sagen, dass es für den BMW nur wenige Strecken gibt, auf denen das Konzept aufgeht. Man könnte fast behaupten, dass das Ding nur für die Nordschleife und Spa gebaut wurde.

Er ist nunmal da, unabhängig von meiner Brille finde ich, dass man sich dann aber doch über Fahrzeug und Konzeptvielfalt freuen sollte - und nochmal - es spricht für die BOP, dass die Autos auf die Runde in der DTM extremst nah beieinander sind und das ist eigentlich etwas positives - auch wenn man sich als hinterherfahrender natürlich die Zähne ausbeißt.
 
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User 11940

Ich finde die Vielfalt auch sehr interessant und auf keinen Fall sollte daran etwas geändert werden.
Es erklärt halt nur, warum der Audi, trotz neuen Reifen, rundenlang hinter dem BMW "aufgehalten" wurde.
Ganz einfach weil der BMW auf dieser Strecke durch die BOP sicher etwas im Vorteil war - im Zweikampf.

Wird sich auf anderen Strecken wieder ändern und das ist auch völlig in Ordnung, komplett ausgeglichen wird es nie sein sonst wäre es ein Markenpokal.
 
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User 2275

Dass die Heckmittelmotoren alle anderen deklassieren würden halte ich mal für ein Gerücht - auch ein M6 hat da genug Reserven, wenn auch in Sachen Motorleistung.
Das ist kein Gerücht. Ein Heckmittelmotor ist nun einmal die für einen Rennwagen beste Bauweise und wird in der Folge immer schneller sein als andere Bauweisen, solange die beteiligten Ingenieure halbwegs kompetent sind.

Was den Motor angeht, müsste natürlich ein Reglement ohne BOP für alle die gleichen Regeln beinhalten. Einem Wagen mit Frontmotor mehr Hubraum zugestehen wäre ja auch wiederum schon eine Form von BOP.
 
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User 16072

Das ist mir persönlich etwas zu kurz Gedacht. Also ja, ab einer gewissen Leistung(sklasse) magst du damit nicht unrecht haben, aber die Klasse liegt dann doch weit oberhalb von GT3 Autos. Dafür haben die Autos zu wenig Leistung und es lässt sich aerodynamisch zu viel machen, als dass dieser "Nachteil" nicht kompensierbar wäre. Ich meine die Class 1 war auch Frontmotor...da kommen ein R8, Huracan und Konsorten bei weitem nicht hin. Klar, ganz andere Klasse, aber das zeigt, wie sehr Aerodynamik und Gewicht das Antriebskonzept obsolet führen.

In Sachen Frontmotor reden wir ja auch nicht nur von den Dickschiffen, sondern beispielsweise auch von einem AMG GT - da meckert ja auch keiner, bzw. selbst das Serienpendant kann man jetzt nicht gerade als konkurrenzlos bezeichnen. Im Gegenteil. Zumal ein Frontmotor ja nicht nur Nachteilig ist, sondern im Vergleich zum Mittelmotor durchaus auch Vorteile ausspielen kann.
 
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User 2275

Das ist mir persönlich etwas zu kurz Gedacht. Also ja, ab einer gewissen Leistung(sklasse) magst du damit nicht unrecht haben, aber die Klasse liegt dann doch weit oberhalb von GT3 Autos. Dafür haben die Autos zu wenig Leistung und es lässt sich aerodynamisch zu viel machen, als dass dieser "Nachteil" nicht kompensierbar wäre.
Kompensierbar ist der Nachteil nur, wenn es eine BOP gibt, die dem Frontmotor-Wagen bei der Aerodynamik Vorteile verschafft oder wenn die Ingenieure, die den Frontmotor-Wagen entwickeln sehr viel besser sind als die des Heckmittelmotor-Wagens. Müssen beide sich an die gleichen Regeln halten und sind die Ingenieure gleichwertig, wird der Heckmittelmotor-Wagen gewinnen.

Ich meine die Class 1 war auch Frontmotor...da kommen ein R8, Huracan und Konsorten bei weitem nicht hin. Klar, ganz andere Klasse, aber das zeigt, wie sehr Aerodynamik und Gewicht das Antriebskonzept obsolet führen.
Da fuhren auch alle Hersteller mit einem Frontmotor. Sobald da einer mit einem Heckmittelmotor aufgetaucht wäre - sofern das Reglement das überhaupt zuließ - hätten die anderen das Nachsehen gehabt. Zumindest eben solange keine ergänzenden Maßnahmen getroffen worden wären, um wieder gleichheit herzustellen. Da wären wir aber wieder bei einer BOP.
 
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User 948

User 30398,

Grundsätzlich gebe ich dir Recht das Heckmittelmotor schon Vorteile hat.

Aber wenn die Ing. es hinbekommen das die Achslasten gleich bzw. annähern gleich sind sollte das doch marginal ausfallen ??

Den einige Frontmotoren sind ja gar keine mehr, es gibt doch schon Konzepte wo der Frontmotor hinter der Vorderachse liegt.

Oder habe ich da einen Denkfehler ?
 
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User 16072

Also die Frage ist jetzt sehr direkt, aber wo genau liegt denn jetzt eigentlich dein Problem? :D

Die DTM zeigt in dieser Saison, dass man alle Konzepte durch eine herausragende BOP vereinen kann, die Leute haben Vielfalt, die Fans ihre Marken und auf dieser Basis entsprang vor vielen vielen Jahren das GT3 Reglement. Was will man denn jetzt mehr?
 
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User 561

Kompensierbar ist der Nachteil nur, wenn es eine BOP gibt, die dem Frontmotor-Wagen bei der Aerodynamik Vorteile verschafft oder wenn die Ingenieure, die den Frontmotor-Wagen entwickeln sehr viel besser sind als die des Heckmittelmotor-Wagens. Müssen beide sich an die gleichen Regeln halten und sind die Ingenieure gleichwertig, wird der Heckmittelmotor-Wagen gewinnen.
Letzten Endes sind zwei Dinge entscheidend: Achslastverteilung und Zentrierung der Massen. Bei einem Front-Mittelmotor mit Transaxle-Getriebe, wie beim AMG-GT, wo der Motor nicht unter der Haube, sondern in Wahrheit Nähe Fahrzeugmitte (halb unter der Frontscheibe) sitzt, und das Getriebe nicht mittig über, sondern überwiegend vor der Hinterachse ist, ist die Gewichtsverteilung nicht grundsätzlich schlechter, als bei einem "reinrassigen" Mittelmotor-Sportwagen. Hinzu kommt, dass bei einem Mittelmotor-Auto das Getriebe eben so viel Platz über und hinter der Hinterachse beansprucht, dass es hier auch aerodynamisch gewisse Limitierungen gibt.

Eine solche Aussage wie die Deine ist - zumindest in ihrer Pauschalität - also nicht haltbar.

Das obere Bild zeigt einen klassischen Frontmotor (Motor rot, Getriebe grün), das untere die tatsächlichen Positionen im "Frontmotor-AMG".
AMG GT Kopie.png
 
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User 948

Also die Frage ist jetzt sehr direkt, aber wo genau liegt denn jetzt eigentlich dein Problem? :D

Die DTM zeigt in dieser Saison, dass man alle Konzepte durch eine herausragende BOP vereinen kann, die Leute haben Vielfalt, die Fans ihre Marken und auf dieser Basis entsprang vor vielen vielen Jahren das GT3 Reglement. Was will man denn jetzt mehr?

Ich hab kein Problem ;-)

Ich habe nur versucht eine einfach Frage in Text Form zu stellen, die Marcus dann noch mit guten Bildern dargestellt hat.

Meine Frage bezog sich auch nicht nur auf die DTM sondern eher grundsätzlich und mehr will ich auch nicht.
 
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User 2446

Marvin drückt sich vielleicht zu extrem aus, aber welches Konzept wird denn am ehesten zum Zug kommen, wenn ein Hersteller ein Auto rein nach Performance-Aspekten entwerfen sollte? Wenn es kein Serienfahrzeug als Basis zu vermarkten gibt, wenn es keine Anpassungen per Reglement gibt, die die Autos wieder auf ein Niveau bringen sollen, wenn es auf möglichst vielen Strecken optimal funktionieren soll?

Die Vielfalt ist toll. Die soll's auch geben. Macht auch Spaß. Aber da war halt in den letzten Jahren schon auch ein gewisser Trend zu beobachten, dass GT-Autos auf Basis großer Fahrzeuge aufgebaut wurden, die in ihrer Serienversion nicht pure Performance und Sportlichkeit in den Mittelpunkt stellten. Kann man machen, denn die BoP hilft einem ja, wenn man's braucht. Und hin und wieder wirkt sich das halt doch eher frustrierend aus.

Ich glaube übrigens auch nicht, dass Marvin "ein Problem hat". Ich habe auch keins. Und Du, Flo, hast doch sicherlich auch kein Problem damit, dass die Meinungen halt verschieden sind. Wie die Autos eben. Ist doch schön so. Ganz ohne Problem.
 
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