Die Reko meldet sich zu Wort

U

User 677

Einige Entscheidungen der Reko haben in jüngster Zeit für etwas Unmut gesorgt. Das ging sogar so weit, dass der Reko Parteilichkeit vorgeworfen wird. Das geht entschieden zu weit. Jeder Reko macht seine Arbeit nach Besten Wissen und Gewissen. Wir vermeiden sogar, Urteile über Teamkollegen zu treffen. Und nicht nur, dass wir uns nicht beeinflussen lassen, es hat auch noch kein Fahrer versucht, uns zu beeinflussen. Ich hoffe, dass dieses Thema vom Tisch ist.

Viele der Unmutsbekundungen zeigen aber auch, dass bei vielen das Rennverständnis noch eine gewisse Schräglage aufweist. Fangen wir mit „Tourenwagensport ist Kontaktsport“ an. Es ist schön, dass unsere Autos leichte Kontakte vertragen. Jeder der N2003 Erfahrung hat, weiß wie schlimm es war, wenn ein Auto wild durch die Luft flog, weil man sich leicht berührte. Dennoch nimmt ein Auto in Race07 durch eine Berührung auch Schaden. Und ein paar km/h Topspeed weniger können auch schon über Sieg oder Niederlage entscheiden. Und in vielen Fällen führt eben der Kontakt auch bei Race07 zu schweren Unfällen. Den Kontakt mit dem Konkurrenten billigend in Kauf zu nehmen, ist nicht die Art von Rennfahren, wir wir sieh hier verstehen und praktizieren möchten.

Der zweite Punkt ist: „Die Linie gehört dem Vordermann“. Jain! Natürlich gibt es Situationen, in denen das so ist. Wenn man eine Kurve anfährt und der Hintermann ist komplett dahinter, dann kann der Vordermann die Kurve mit gutem Recht auf der Ideallinie anfahren und muss sich darauf verlassen, dass der folgende Fahrer nicht in die Kurve reinsticht und den Vorfahrenden als Prellbock benutzt. Sobald aber eine Überlappung da ist und man nebeneinander fährt (auch wenn es nur geringfügig ist) kann der Vorfahrende nicht mehr auf seiner Linie bestehen, nur weil er eine halbe Wagenlänge vorne ist. So funktioniert Motorsport nicht. Das Ergebnis solche Aktionen ist meist für beide negativ. Wenn ein Fahrer es schafft, seine Nase neben einen zu schieben und sei es nur ein Stück, und ich rede nicht von der eingangs beschriebenen Situation, dann muss man ihm die Luft zum Leben lassen. Dass das funktioniert, demonstrieren hier viele Fahrer bei jedem Rennen ob nun Training oder Rennen immer und immer wieder.

Es lässt sich nicht immer alles in einer einfachen Weisheit ausdrücken. Viel hängt eben von der Situation ab. Man muss sich auch immer in die Lage des anderen denken. Das kann man natürlich meist nicht mehr bei einer Situation auf der Strecke manchen. Da muss das Verhalten bis zu einem gewissen Gerade automatisiert sein und da hilft nur üben, üben, üben. Und damit meine ich den VR Server und keine einsamen Runden allein. Das Verhalten im Verkehr kann man nur üben, wenn auch Mitstreiter auf der Strecke sind. Dazu bietet sich bei den VRTCC Trainings die beste Gelegenheit.
 
Oben