Bremsen iRacing ABS

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User 34391

Hallo zusammen,

Ich bin neu bei iracing wiedereingestiegen und fahre jetzt zum ersten mal GT4 / GT3, vorher nur Mazda / Skippy.

Bei den Tourenwagen gibt es ja die ABS Funktion,
dazu meine Frage:
Macht es Sinn, dass ABS zu nutzen, also einfach vor einer Kurve vom auf die Bremse zu langen und das ABS regeln zu lassen, oder verzögere ich schneller, wenn ich wie bei den open wheels versuche, bis kurz vor wheel lock / ABS zu bremsen?

Mit den schnellen Autos fahre ich bisher leider noch nicht konstant genug, um selbst einen merkbaren Unterschied herauszufahren....
Mein Gefühl sagt mir, dass ich versuchen sollte, das ABS zu vermeiden....Aber ich dachte, ich frage lieber mal nach....

Zum Equipment: ich fahre CSL Elite Pedale mit Loadcell, im Herbst steht aber ein Upgrade an 👍

Danke schonmal im voraus,
Oli
 
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User 12506

Es hat keinen Einfluss, welche Art von Auto du fährst, regelndes ABS macht dich immer langsamer, als Bremsen am Griplimit.
 
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User

Nutze die Hilfen zu deinem Vorteil. Sie abzustellen ist auch in iRacing kein echter Vorteil, da die Chance auf Fehler zu sehr steigt. Allerdings stellen die meisten sie so niedrig wie möglich ein um schnell zu sein. Wenn du mal einigen Streamer mit hohem irating auf Youtube/twitch zuschaust, wirst du sehen, dass sie sehr niedrige Einstellungen haben.

Wie echte e-sportler mit 10.000er rating die Setups basteln kann ich dir da leider nicht sagen, aber ich denke nicht das sie komplett ohne fahren. In raceroom kann ich aber z.b. sagen, dass viele die TC ausschalten.
 
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User 561

Es hat keinen Einfluss, welche Art von Auto du fährst, regelndes ABS macht dich immer langsamer, als Bremsen am Griplimit.
Das stimmt so leider nicht. Oder besser: das stimmt theoretisch, ja, aber nicht unbedingt in der Praxis. Deine Aussage ist so lange korrekt, wie Du ein einziges Rad betrachtest. Bremst dieses am Griplimit, unterhalb der Regelschwelle des ABS, dann ist die Verzögerung größer, als wenn man ins ABS reinbremst. Richtig.

Aber es gibt sehr wohl Situationen, in denen das Auto als Gesamtsystem besser verzögert, wenn einzelne Räder schon im ABS-Regelbereich sind. Z. B. beim Bremsen von Autos in Kurvenfahrt, die vorne einen harten Stabi haben. Das kurveninnere Vorderrad entlastet dann sehr stark und kommt sehr früh in den Regelbereich des ABS, obwohl die drei anderen Räder noch nichtmal in der Nähe der Haftgrenze sind. Bremst man dann härter ist die Verzögerung des Autos insgesamt besser, obwohl das ABS bereits regelt, wie bekloppt. Ein anderes Beispiel sind quasi alle Straßenautos ohne regelbare Bremsbalance (bspw. der Solstice). Deren Bremsbalance ist so weit vorn, dass die Hinterachse noch lange nicht an die Haftgrenze kommt, wenn die Vorderachse bereits zu regeln anfängt. Auch da kann es gut sein, dass das Auto insgesamt besser verzögert, wenn man trotz bereits einsetzendem ABS noch härter bremst, weil die Vorderachse durchs ABS zwar geringe Verluste hat, die Hinterachse das aber durch deutlich mehr Bremsleistung überkompensiert.

Letztes Endes muss man die Eingangsfragen deshalb beantworten mit: "kommt drauf an". Entscheidend ist die Uhr. Und an der kann man ja dank Delta-Anzeige sehr viel ablesen.
 
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User 34391

Hallo zusammen,
Danke für die vielen ausführlichen Antworten, dass hilft mir weiter 👍
Dann werde ich das ABS erstmal ein wenig runter drehen und schauen, dass ich etwas Konstanz in meine Bremsmanöver bekomme und schaue dann, wie ich am schnellsten durch die Kurven komme 👍

Besten Dank 🍻
 
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