Another SFX100 build

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User 31269

Hallo

Wie beginnt man am besten ... ?

Ich fahre seit Grand Prix 2 von Microprose "Simulationen"; neben der GP-Reihe bin ich nach Jahren der Inaktivität bei Project Cars gelandet, ziemlich früh und habe damals eine "Lizenz" erworben, sodass ich schon früh in der Entwicklung online fahren konnte.

Da nun mehr Platz zur Verfügung stand, Schalensitze ohne Zulassung günstig zu bekommen waren, ich noch Holz im Keller hatte, also abends ein "Rig" zusammenzimmert - G27 dran, Bildschirm vorn drauf und fertig.

Wie es immer so ist, kam nach zwei oder drei Jahren eine Pause, bis etwa Mitte letzten Jahres. Die Idee wieder ein Rig zu bauen, diesmal aus Alu, wurde in die Tat umgesetzt und geschaut, was es noch so gibt.

Gegen Anfang diesen Jahres dann stolperte ich über das SFX100 Projekt - erwogen hatte ein Kollege so etwas schon 2012. Aber selbst entwickeln? Konstruieren und letztlich dann programmieren? Dazu fehlten uns beiden Möglichkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse.

Vor einigen Wochen fiel dann die Entscheidung - starten. So habe ich denn zunächst im Bereich 3d Druck gestartet und nach einigen "bump stops" gleich mal alles kurz und klein gedruckt ... um jetzt mit den Erkenntnissen die Druckteile für ein SFX100 in Angriff zu nehmen.

So denn ...

Die "bump stops" werde ich ggf. noch neu drucken, da ich diese auf einem Elegoo Neptune 2 gedruckt habe, der mittlerweile dann doch einem Anycubic Vyper gewichen ist und der einfach bessere Druckbilder hinterläßt.

Einen "slider" hatte ich auch schon gedruckt und in Tests dann immer wieder den Teil des "slider" mit den Gewinden, um einfach die Gängigkeit, Maßhaltigkeit und das Druckbild zu prüfen.

Der erste größere Schritt wird nun sein ein Aluprofil zu bestellen, um damit dann die noch zu druckenden "slider" überprüfen zu können. Daneben aber eben auch Motorhalterung usw.

Wenn das alles zur Zufriedenheit steht und passt, steht die Bestellung der Teile zur Debatte (ich hatte schon gelesen, dass es ein "Bundle" gibt, was ein oder zwei Anbieter auf Ali schnüren).

Mit etwas Glück habe ich dann ein schönes Weihnachtsgeschenk ...

edit 05.09.2021:
- Cura Profile für Anycubic Vyper angefügt

edit 10.09.2021:
- S3D Profil für Anycubic Vyper angefügt

edit 23.09.2021:
- rudimentäre Tabelle der verwendeten Materialien

Drucker:
Anycubic Vyper

Filament:
Fillamentum PLA (Standard)

Software:
Simplify 3d auf MacOS, Profil AC Vyper mit SFX Abgleich
 

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User 31269

Hallo

Es mag zu Kopfschütteln veranlassen, aber nachdem ich bei der Verwendung von Cura als Slicer feststellen musste, dass errechnete Druckzeiten deutlich überschritten werden (10% bis 15%) und ich auch den Eindruck hatte, dass die Druckzeiten unverhältnismäßig hoch waren mit dem von mir erarbeiteten Profil, habe ich den Support von Simplify3D angeschrieben.

Nach zwei EMails wurde mir ein Profil für den Vyper zur Verfügung gestellt, welches lt. Aussage im nächsten Minor Update von Simplify3D enthalten sein soll.

Die damit ermittelten Druckzeiten sind um einiges geringer als die mit Cura veranschlagten, sodass ich nun noch einige Tests mit Simplify unter dem Aspekt der Rückerstattung fahren werden.

Beispiel: der Slider wurde mir bei Cura mit rund 10 Stunden angezeigt, bei Simplify3D mit den aus dem Projekt empfohlenen Einstellungen mit rund 6 Stunden. Aus meiner Sicht einen Test wert.
 
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User 31269

edit: die sliced files sind scheinbar in Simplify3d auch deutlich kleiner als in Cura, was für mich auf unnötige Bewegungen des Druckkopfes hindeutet ... als Anfänger will ich mich da aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen
 
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User 4652

Am wichtigsten ist doch das die Drucke am Schluss passen. Ein paar Stunden hin oder her spielt bei so vielen Teilen und der gesamten Druckzeit nicht wirklich die Rolle find ich. Ist natürlich nicht optimal, aber glaub mir ... wenn du das alles mal fertig hast wirst du zurückblicken und sagen : egal wie ich das Ziel erreicht habe, es ist einfach geil :P
 
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User 31269

Prinzipiell gebe ich Dir Recht :-)

Man muss nur wissen, dass ich jmd. bin, der den Drucker ungern allein werkeln läßt, sprich zumindest im Haus bin und auch nicht gerade dann schlafen gehe ;-)

Ich war aber bei dem ein oder anderen zumindest in der Schätzung auf Unterschiede von 4h gekommen; das läppert sich dann auch irgendwie ... mal sehen.

Montag soll endlich mal die Bestellung für das Profil raus und dann werde ich mal "durchstarten" (für meine Verhältnisse ... andere wären schon fertig :cautious: ).
 
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User 21787

Hast du einmal die Schichtdicke und die Fülldichte in beiden Anwendungen verglichen. Ist die Druckgeschwindigkeit gleich. Druckst du mit oder ohne Stützstruktur. Was für einen Druckplattenhaftungstyp verwendest du. Ist der in beiden Anwendungen identisch. Hast du den CURA Service einmal angeschrieben.
Bei meinen Drucken ist die Schätzzeit der CURA Anwendung ziemlich genau zu dem was der Drucker an Zeit braucht, schätzungsweise eine Differenz von +- 2-3%. Bei einem Unterschied von 4h kann ich mir nur Parameterunterschiede vorstellen. Ich bin aber auch kein Experte. Hast du den Drucker im Fachhandel bestellt, die können dir auch wertvolle Tips geben.
 
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User 31269

Das ist ggf. etwas missverständlich - der große Zeitunterschied kommt zustande, wenn ich mein Profil in Cura benutze, was ich mit den empfohlenen Werten für das SFX abgeglichen und angepasst habe und dem Profil mit den empfohlenen Werten in Simplify3d, wobei mein Cura-Profil dann auch noch Anpassungen für ein gutes Druckbild hat, was ich mit Simplify3d schon fast out of the box habe.

Die Überschreitung der Zeit habe ich im geringen Maße auch bei Simplify3d, aber bei Verwendung von Cura deutlich größer. Ich meine bei einigen Objekten, die z.B. mit 50 Minuten angesetzt waren, war es dann in Summe 65. Allerdings sollte man jeder Anwendung auch die Aufheizzeit zugestehen ...

Der Vyper kommt direkt von Anycubic und die sind im Support ziemlich schnell und gut.

Druckgeschwindigkeit habe ich 60 und 70 mm/s genutzt - je nach Empfehlung für's Filament. Aber ich bin da wirklich noch beim Testen. Als Anfänger ist es nicht ganz einfach, die Parameter und deren Zusammenhang zu überblicken.

Jetzt drucke ich gerade mit dem Profil von Simplfy3d für den Vyper mit den Anpassungen aus dem SFX Projekt.

Fülldichte habe ich 20% eingestellt, "rectangular", "grid" kostet etwas mehr Zeit, bis jetzt.

Layer steht aktuell im Standard bei 0,2, dafür eben 12 top und bottom, sowie 8 "walls" (aus der Anpassung).
 
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User 31269

p.s: ich werde beide Anwendungen aber noch einmal mit einem Objekt vergleichen und die reale Druckzeit vergleichen - letztlich ist es aber so wie es Frank schon anmerkte: es kommt nicht wirklich drauf an, wenn man an den Gesamtumfang denkt und Hauptsache, die Teile passen und sind gut gedruckt :-)
 
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User 31269

So - nehme meine Vorwürfe zurück; ob es nun am Objekt hängt oder ich irgendwo einen grundlegenden (Denk)Fehler habe, keine Ahnung, aber auch Simplify3d hat nun einen Druck mit 2:48 veranschlagt und hat dann 3:17 gewerkelt; bleibt also nur, je einen Slider mit je einem Slicer zu machen.
 
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User 4938

Oft hängen Zeitunterschiede in der vom Slicer berechneten Druckzeit und der tatsächlichen davon ab, wie genau die Hardwareparameter des Druckers in seiner Firmware mit denen übereinstimmen, die im Druckerprofil des Slicers hinterlegt sind. Bei Cura (kostenlose Version) muss man erst eine Erweiterung installieren, um diese sehen und bearbeiten zu können. Sonst sieht man nur die Werte für Bettgröße usw.

Stellst Du z.B. in Deinen Druckeinstellungen beim Slicen einen Wert für die Druckgeschwindigkeit oder die Beschleunigung ein, die den Grenzwert der Firmwareeinstellung des Druckers übersteigt, berechnet der Slicer zwar die Druckzeit mit diesen Werten, der Drucker erreicht sie aber nicht wirklich. Selbst wenn Du keinen Wert überschreitest, kann es sein, daß der Drucker verschiedene Schritte tatsächlich langsamer ausführt. Oder man stellt Parameter ein, die in Wirklichkeit gar nicht von der Firmware des Druckers unterstützt werden, ...

Bei einem meiner Drucker, der schon länger auf dem Markt war, und das Druckerprofil in Cura wohl gut passte, stimmten theoretische und tatsächliche Druckzeit ziemlich gut. Bei einem anderen Drucker, der erst kurz auf dem Markt war, war der Drucker in der Realität locker 20% langsamer. Mittlerweile, nach zig Cura-Updates und einigen Feinabstimmungen im Profil meinerseits, gehen die Zeiten für den ersten Drucker aber auch wieder auseinander... kann aber auch wieder damit zusammenhängen, daß ich auf diesem Drucker mittlerweile fast nur noch ABS drucke, und das Druckbett ewig braucht, um 113°C zu erreichen, diese Zeit wird vom Slicer auch nicht mitberechnet... was soll's.

Am Ende kommt es bei solchen Druckern ja auch nicht wirklich darauf an, ob er bei einem stundenlangen Druck eine halbe Stunde mehr oder weniger braucht. Das wird erst interessant bei richtig schnellen Druckern, so ab 150-200 mm/s. Hauptsache, die Qualität stimmt.

Übrigens, finde es toll, daß es wieder einen Baubericht gibt. Bitte dranbleiben!
 
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User 31269

Danke für die Erklärungen - tatsächlich ist es so, dass ich mich dann auch in der Eruierung genau solcher Gründe bzw. Ursachen ein wenig verliere; dennoch hat das Ganze einen positiven Effekt: das Thema 3d Druck beschäftigt mich wieder ... leider auch die Damen und Herren, die hier noch so rumlaufen - und die haben alle mgl. Ideen und Wünsche.

In meinem Fall kommen ggf. mehrere Parameter zusammen; auch berichten einige Anwender Probleme bzw. Zeitdifferenzen bei der Verwendung von Octoprint mit USB Kabel zum Drucker (scheint bei mir auch der Fall).

Der Hinweis mit dem Vergleich der Parameter Firmware zu Slicer ist gut - da setze ich mich morgen mal dran. Insgesamt werde ich aber wohl bei Simplify3d bleiben.

Heute habe ich z.B. einen Druck von SD Card ausgeführt, den ich von Simplify habe "slicen" lassen - veranschlagte Zeit 2h09, benötigte Zeit 2h 36, minus 5 Minuten Aufwärmzeit, also 2h 31. Differenz somit 22 Minuten auf 129 Minuten berechneter Zeit, 117%.

Soll es damit aber auch jetzt gewesen sein.

Hinsichtlich des Filaments habe ich nun auch "erleben dürfen", dass es kleine aber feine Unterschiede gibt - was mich also veranlasst in Zukunft bei Filamentworlds Easyprint zu bleiben ... die Ergebnisse sind bis jetzt gut.

Das mich das Thema etwas abgefixt hat, zeigt, dass ich doch mal beim Voron 2.4 schielen musste ;-) Allerdings ist das hinsichtlich der Verkabelung ja nicht gerade ein "ready to print" Projekt und auch die Kalibrierung scheint mir durchaus etwas für min. Fortgeschrittene zu sein. Dennoch, Aufbau und Geschwindigkeit sind imposant.
 
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User 4938

Das mich das Thema etwas abgefixt hat, zeigt, dass ich doch mal beim Voron 2.4 schielen musste ;-) Allerdings ist das hinsichtlich der Verkabelung ja nicht gerade ein "ready to print" Projekt und auch die Kalibrierung scheint mir durchaus etwas für min. Fortgeschrittene zu sein. Dennoch, Aufbau und Geschwindigkeit sind imposant.

Soviel zur Verdrahtung, aktueller Stand: 🥴

IMAG2931_r.jpg

Aber eigentlich stehe ich ja auf so etwas. ☺️

Momentan bin ich bei grob gerechneten 80 Metern Kabel, und alles, was in den Druckraum geht, muss aus PTFE-Kabeln angefertigt werden (wegen den Schleppketten), jeden Stecker und jede Buchse selbst crimpen...
Ist aber noch nicht alles drin und dran, es fehlen noch 2 Gehäuselüfter und einer für die gefilterte Druckraum-Absaugung und die komplette Neopixel-Installation zur Ausleuchtung. Für Letzteres brauche ich dann noch ein potentes 5V-Netzteil zusätzlich. Denke, dann sollten es an die 100 Meter Kabel sein... Dann kommen die Panels, die Seitenverkleidungen für den Elektronikraum, die Bodenplatte, die Einrichtung des Raspberrys und des Boards, und dann die Kalibrierung. Langsam wird's spannend... 😬 Reine Bauzeit bisher einen guten Monat. Ohne die Druckzeiten der ganzen ABS-Teile, das waren gut 2 Wochen... auf einem "normalen" Drucker. :LOL:;-)

Aber ist Dein Thread, und ich will Dich jetzt nicht auf dumme Gedanken bringen, Du hast ja noch ein anderes wichtiges Projekt zu beenden. :-)
 
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User 31269

Damit hast Du mich eher mehr abgehalten - an Deinen L-Leitern sieht man aber, dass die Abisolierzange zu eng eingestellt ist - ist bei den anderen Leitungen komischerweise nicht (da kommt der ehemalige Elektronikus einfach durch, sorry).

edit:
<klugescheissermodus>
Ich habe noch gelernt, dass die Hutschienen auch am PE angeschlossen sein sollen / müssen - kann auf jeden Fall nicht schaden, denke ich
</klugscheissermodus>
 
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User 4938

Damit hast Du mich eher mehr abgehalten - an Deinen L-Leitern sieht man aber, dass die Abisolierzange zu eng eingestellt ist - ist bei den anderen Leitungen komischerweise nicht (da kommt der ehemalige Elektronikus einfach durch, sorry).

Japp. Die spinnt manchmal ein wenig, oder ist sehr wählerisch. Bei den PTFE-Kabeln hat sie es vor allem bei den schwarzen gemacht... :oops:
Geht aber nie durch bis auf die Drähte, sonst habe ich sie abgeschnitten und neu isoliert.

edit:
<klugescheissermodus>
Ich habe noch gelernt, dass die Hutschienen auch am PE angeschlossen sein sollen / müssen - kann auf jeden Fall nicht schaden, denke ich
</klugscheissermodus>

Na, dann guck nochmal gut :nudelholz:

g.jpg

Ist der weiße Pfeil, PE ist unter dem Board mit der Schiene verschraubt. Und die Schienen sind mit dem Rahmen verschraubt, auf dem das Alubett verschraubt ist. Dennoch habe ich nochmal zur Sicherheit einen PE mit dem Bett verschraubt wg. 230 V - Heizmatte (gelber Pfeil). Kann jedenfalls messen wo ich will, ist alles geerdet. 😚
Aber vielleicht erde ich trotzdem auch nochmal die rechte Schiene. Dort hängt zwar nur ein geerdetes Netzteilgehäuse (durch ABS-Halter isoliert von der Schiene), aber es könnte ja mal ein Kabel abgehen, und vorher hatte sich eine Bettschraube losgerappelt... nein, zwei 😱😅

Klugscheißen können die im Voron-Discord übrigens auch gut. 😜🤓
Als ich mich letztens dort beschwerte, daß man mir einen lackierten SSR-Hutschienenhalter geschickt hatte, meinten die, daß die metallene Rückseite des SSR-Gehäuses ohnehin isoliert sei und lediglich der Wärmeabfuhr diene... 🙄 War auch noch einer vom Team...

Aber zeig' doch ruhig mal ein paar von Deinen besten Drucken, oder von der Aktuator-Mechanik. Ich finde da bestimmt auch etwas! 🧐😁
 
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User 31269

Ich wusste, es geht schief ;-)

Bei meinen Drucken hattest Du ja schon was gefunden ... von daher :P Ach so Baubericht entfällt jetzt wohl besser ;-)

Nee, im Ernst: die PE Leiter hatte ich für "normale in grün" gehalten, weil ich in der Eile das gelb übersehen habe und ich greife auch auf Wissen zurück, was schon mehr als eine Generation auf dem Buckel hat - wer weiß, was jetzt alles so in DIN- und XYZ-Normen steht.

In meiner Ausbildung wurde von dem Unternehmen angeleitet durch die Ausbilder auch ein gewisser Overkill betrieben, d.h. bei solchen Aufbauten durften wir jedes Metallteil separat auf PE legen, keinesfalls Verbindungen nutzen, wie z.B. Metallgehäuse ist auf Hutschiene, Schiene ist an PE, gut.

So ... jetzt muss ich mich aber sputen und sehen, wie ich an 1a Ausdrucke komme und wo ich Fotos eines 107% gut aufgebauten SFX100 abgreifen kann :-D
 
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User 31269

Im Zeitalter der overnight Zustellungen bzw. Lieferungen hat es nun quasi die gesamte Kreidezeit gedauert ... Montag bestellt, heute angeliefert, das Aluprofil.

Im Bild zu sehen der Gleiter mit Filamentworld Easyprint in weiß und einmal die ersten 10 mm in schwarz mit Anycubic Filament gedruckt und angepasst.

Der Easyprint Gleiter hängt am Elefantenfuß, weist sonst aber gut 0,5 mm Spiel auf - soweit mein Augenmaß und scheidet für mich aus. Eingesetzt und gehalten kann man ihn leicht im Profil wackeln, hingegen der Ansatz mit Anycubic keinen Fuß mehr hat (oder vielleicht im Bereich 0,01 bis 0,05) sich aber auch nicht ohne Gummihammer einsetzen ließe.

Da ich vom Anycubic PLA noch eine 3/4 Rolle habe, würde ich diese dann für die restlichen Gleiter einsetzen. Den Anycubic Gleiter würde ich mit 0,2 bis 0,3 mm als "zu groß" einschätzen.

Evtl. geben die Fotos die Toleranzen trotz des Winkels her.

Vielleicht aber auch Grund genug vom mechanischen Messchieber mal auf einen elektronischen umzusteigen.

Mit Eintreffen des Profils werde ich mich als die kommenden Wochen um die Druckteile kümmern ... müssen ...

edit: nach dem Druck des Gleiter-Schnitt hatte ich den Drucker noch einmal checked und die e-steps endlich mal korrigiert und nachgestellt :-/ d.h. ich werde wohl noch einmal mit einem Schnitt des Gleiters beginnen
 

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User 31269

Sind die Katzen und Kater aus dem Haus ... um Einstellungen etc. pp. weiterhin zu testen habe ich mit den Füßen weitergemacht; leider scheint es auch dort, als hätte ich zwischendurch Extrusion-Probleme.

Wobei es keine Löcher sind, sondern ganz feine Pickel.
 

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User 4938

Hi, toll daß es Neuigkeiten gibt!

Nur ganz schnell - muss jetzt Grillen - die "Pickel" auf dem Fuß, das ist die Z-Naht. Kriegst Du nie ganz weg, nur mit Einstellungen an andere Stellen geschoben oder ganz leicht optisch verändert. In Cura kannst Du sie seit einigen Versionen auch nach dem Slicen sehen, sind in weiß markiert. Auf einem runden Teil sind sie natürlich besonders auffällig, an anderen Teilen sind sie meistens an den Ecken.

Z2.JPG

Z.JPG
 
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User 4938

Zu den Slidern. Also die weißen fallen aus, da sie zu klein sind. Jedes Spiel der Slider gilt es zu vermeiden, das produziert nur Backslash/Hysterese, Geräusche und einen höheren Verschleiß.

Ich hatte damals aus dem Druck der Slider auch eine Wissenschaft gemacht und eine Methode für mich gefunden, mit der ich dann schließlich zufrieden war. Nachdem ich nach dem Drucken von unzähligen Viertel-Slidern in allen möglichen Größen mit einem zufrieden war, habe ich einen ganzen gedruckt und im Zylinder ausprobiert.

Wenn Du ihn beim ersten Mal nur mit Mühe vollständig durch den Zylinder gedrückt kriegst, ist er perfekt. Vorher vielleicht noch die Kanten an den Laufflächen des Zylinders leicht anfasen bzw. entgraten, diese Stellen sind nachher im Betrieb eh unbenutzt, verhindern aber, daß der Slider dort schon angekratzt wird. Um ihn ganz durch den Zylinder zu kriegen, habe ich mit einem Hammerstiel und meinem ganzen Körpergewicht gedrückt (Slider-Oberfläche dabei schützen). Nicht schlagen, weil Du so zum Einen kein Gefühl für den nötigen Druckaufwand kriegst, und zum Anderen, weil Du so schon Risse im Material produzieren kannst, oder sich einzelne Layer intern lösen können. PLA ist verdammt hart, aber eben auch recht spröde.

Das Gefühl für den Kraftaufwand für das Durchdrücken ist aber auch deshalb wichtig, da Du den Slider noch 5-10 Mal komplett durch den Zylinder drücken solltest, und es sollte jedes Mal ein wenig leichter gehen. Irgendwann tut sich nicht mehr viel, und wenn er dann immer noch spielfrei sitzt, ist er perfekt. Vielleicht noch die Einbaurichtung markieren und nachher nicht mehr verdreht einsetzen. Und bisher noch ohne Fett arbeiten, vor dem finalen Einbau aber würde ich ihn an den Laufflächen einfetten, PLA ist ölresistent. Da, wo der Slider evtl. noch Ansätze eines Elefantenfußes zeigen sollte, an den Laufflächen einfach wegschleifen, der würde bei dieser Methode nur verfälschen.

Hintergund dieser Methode ist, daß Du den Slider so "einfährst". Nach dem Drucken sind die Außenmaße des Sliders ja die Abstände zwischen den am meisten nach außen verschobenen Außenwänden (deren Extremitäten auch noch rund sind, also sehr kleine Kontaktfläche), Du hast ja sicher schon bemerkt, daß die Layer in Z-Richtung alles andere als perfekt gerade aufeinander geklebt wurden. Wenn Du ihn nun mit Gewalt durch den Zylinder drückst, schleifst Du diese Kanten direkt schon ab, und hinterher verteilen sich die Drücke an den Außenseiten der Laufflächen schon auf wesentlich mehr Layer, als nur auf ein paar einzeln nach außen verschobene. D.h. durch die größere Fläche nimmt der Druck ab, der Verschleiß ebenso.

Setzt man den Slider druckfrisch in den Aktuator, und er ist auch noch schön leicht reingeflutscht, schleift der Motor im Nu diese paar Layer ab (und der ganze Dreck bleibt dann im Aktuator, vermischt sich mit Fett und klebt z.B. an der Spindel), und Du hast keine Kontrolle mehr darüber, wie gut seine Passform hinterher noch ist. Lässt sich der Slider nach etwa 5-10 Runden durch den Zylinder noch immer recht schwer bewegen, es aber nicht mehr einfacher wird, wird er lange und prima laufen. Der Motor ist durch seine Übersetzung viel stärker als Du, vor allem mit Fett, er lacht da nur drüber.

Und genau mit dieser Einstellung für den passenden Slider habe ich dann alle anderen Druckteile gemacht, und alle passten prima und leben auch noch nach 2 Jahren.

Hier noch ein wenig Schmökerstoff: https://forum.virtualracing.org/thr...kw-motion-sim-rig.110856/page-37#post-2542628


Vorsicht: das passiert, wenn er viel zu groß war und man mit zuviel Gewalt rangeht (auch Folge-Posts lesen, die Geschichte nimmt ein lustiges Ende :) ): https://forum.virtualracing.org/thr...as-diy-3kw-motion-sim-rig.110856/post-2391197

Und denk' dran: Ein 3D-Drucker ist nur eine automatisierte Heißklebepistole, und wenn sich ein Besucher extra auf den Boden legen sollte um ein paar Pickel auf der Unterseite eines Aktuatorfußes zu bemängeln: direkt rausschmeißen, der hat einfach keine Probefahrt im geilsten Simulator der Gegend verdient! :nudelholz:

Wichtig ist nur, daß die Teile später passen und stabil sind, und wenn Du vor dem Slicen ein wenig skalieren musst, ist das auch kein Beinbruch.
 
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