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User 14873

Nach wenigen Runden ist mein Lenkrad zunächst kurzzeitig ausgestiegen, nach dem es wieder da war, war das ForceFeedback inverted. Ist mir bisher nie passiert. Ich kann euch gar nicht sagen, wie enttäuscht ich bin. Das mögliche Ergebnis ist mir da völlig nebensächlich. Aber am (für mich) Höhepunkt des Jahres nicht teilnehmen zu können, ist richtig schmerzhaft. „Schade“ ist wirklich ein zu mildes Adjektiv. Das erste Rennen seit Jahren, das ich nicht beenden konnte.
 
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User 10905

Tja. Nach dem Testrennen war schon ziemlich klar, dass das Rennziel der Nichtabstieg werden wird.
Bei den Temperaturen kam ich mit dem Nissan auf der Strecke (die ich offenbar nicht so richtig beherrsche) nie wirklich auf eine vernünftige Pace.

Am Renntag kam ich zudem weder in der Qualy, noch im Rennen an meine Trainingspace ran, aber zumindest gab es den Hoffnungsschimmer dreier Abmeldungen (+Provisional). Also nur noch zwei hinter mir lassen und das Ziel wird erreicht.

Das hat sich dann nach Runde zwei oder drei mit dem Disconnect von Noah und der Lenkrad Verweigerung von Frank von ganz allein ergeben.

Im ersten Stint hatte ich ein paar schöne Duelle - auch mit unnötigen Rempel-Einlagen. Wenn ich in der Kurve ohne Namen eh schon rausgetragen werde, muss man mir nicht noch in die Seite fahren, aber gut.

Dann ging es zum ersten Boxenstopp, bei dem ich leider knapp vor Pechvogel Felix rauskam. Warum leider?
Weil er mich eine Runde später auf Höhe der Boxenausfahrt mit einem 3Wide (ich links, rechts ein Porsche der aus der Box kam, und Felix der sich in eine gerade kleiner werdende Lücke gequetscht hat) in die Wand beförderte und meinem Auto einen Totalschaden verpasst hat.
Mit dem Wissen der Absagen und Ausfälle also in die Box geschleppt und eine Minute hinter Ron wieder auf die Strecke.
Motivation war riesig. Aber egal, sie reichte um zu Ende zu fahren und Punkte zu kassieren.

Um ehrlich zu sein, wäre mehr als P20 eh nicht drin gewesen, aber zumindest wären 2/3 des Rennens etwas spannender gewesen, als nur zu schauen wann die nächste Überrundung ansteht.

P.S: Kann es sein, das gestern der Nissan das einzige Auto im Feld war, das in der Eau Rouge lupfen musste?
 
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User 2446

Mein Rennen war von zu viel Ellbogenmentalität geprägt.

Erster kleiner Auffahrer noch in der Einführungsrunde. Nicht ideal, wenn man bei schon sehr niedrig eingestelltem Flügel eine hinten drauf bekommt.
Dann am Start selbst leicht aufs Auto vor mir aufgefahren, weil davor wiederum Auffahrunfälle passierten und von hinten gab's auch nochmal einen Stoß.
Später eine ordentliche Divebomb vor Rivage erlebt, was zu einem Positionsverlust führte, der auch nicht ohne Rempler ablief.
Aber bis dahin ging's eigentlich noch gut.

Als ich dann Johannes im Nissan überholen konnte ist mir postwendend ein Rutscher in Busstop unterlaufen. Abgefangen, stehe schon wieder voll am Gas, mit nicht geplantem, aber vorteilhaftem Winkel auf die Gerade raus und im letzten Moment bekomme ich einen Stoß auf die Ecke und werde dann noch weiter gedreht. Von dem Moment an war ich eigentlich relativ bedient. Was sich auch in oft unsauberer und damit zu langsamer Fahrweise wiederspiegelte.

Spätere Zweikämpfe wurden auch mit viel Härte geführt. Wenn mir schon ein Fehler in Pouhon unterläuft, der Gegner innen neben mir ist und grundsätzlich fast schon gewonnen hat, verstehe ich nicht, dass ich noch seitlich angefahren werde.

Als dann Felix hinter mir war, war vielleicht ich etwas zu hart, aber ich hätte nicht gedacht dass er am Weg zu Eau Rouge nicht lupft und sich hinter mich hängt, wenn er nach La Source gerade mal die Nasenspitze neben mich bekommt. Zumindest hat die Kollision dazu beigetragen, dass wir anschließend über mehrere Runden ein ziemlich geiles Duell hatten. Also . . . ich fand's ziemlich geil und falls was davon im Stream war, vermutlich auch das Publikum. Felix dagegen wird mir wohl die Pest an den Hals gewünscht haben.

Dann folgte noch ein schöner Kampf mit meinem Teamkollegen Benny, der mit seiner kreativen Strategie und abgefahrenen Reifen eigentlich chancenlos war, aber doch ordentlich Gegenwehr leistete. Das ging dann auch völlig ohne Kontakt ab. Schöne Sache.

Ja, am Ende ein wenig befriedigendes Ergebnis. Besonders, da ich gestern auch noch ein paar Trainingsrunden gedreht hatte und dabei auf eine wirklich gute Pace kam, die sich aber am Abend schlicht nicht einstellen wollte.
Aber ich war spätestens zur Rennhälfte im Geiste eigentlich schon beim Bier danach. Ohne Lockdown hätte ich gestern eh was anderes zu tun gehabt, als ein Rennen zu fahren. Fürs Saisonfinale nehme ich mir dann mal vor, wieder engagierter und konzentrierter ins Auto zu steigen, auch wenn die letzte Strecke wohl die härteste Prüfung für und McLaren-Fahrer wird.
 
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User 358

Aber ich war spätestens zur Rennhälfte im Geiste eigentlich schon beim Bier danach.
Tja, so wie das bei einem normalen Endurance Rennen halt so ist...:o :pfeif: Die Plätze sind in der Regel halt irgendwann bezogen und meistens geht dann nicht mehr viel - die einzigen, die profitieren, sind die, die in Unfälle o.ä. verwickelt werden, weil sie dann bei dem längeren Rennen noch die Chance auf mehr Wiedergutmachung haben. Wer einigermaßen heile durchkommt, fährt früher oder später dann halt gegen die Zeit und gegen die abnehmende Konzentration. So viel zu meiner Kritik am Endurance-Format :sceptic:

Der gestrige Rennabend ist recht schnell erzählt. Brauchte das Quali, um mich ein wenig warm zu fahren, dementsprechend keine wirklich gute Qualizeit -> P15. Im Rennen sollte es daher dann eher nach vorne gehen...
Am Start in T1 trotz recht vorsichtiger Herangehensweise dank Ziehharmonika-Effekt vorne und hinten einen gelben Schaden davongetragen, aber immerhin nicht in das Warp-Unfall-Getümmel verwickelt worden. Dementsprechend schon nach 2 Runden auf P9 gewesen und 2 Runden später noch am strauchelnden Teamkollegen René vorbeigefahren. Damit war "meine" finale Position im Grunde bereits bezogen - nach vorne keine echte Chance, ranzufahren oder gar zu überholen, nach hinten ebenso wenig Gefahr.
Dementsprechend war eigentlich nur die Frage, in wie weit sich die Reparatur beim 1. Stop auswirken würde; ich gewann im Schnitt etwa 3 Zehntel - immer eigentlich noch zu wenig, um wirklich weiter nach vorne zu kommen. Doch der vor mir fahrende Manuel baute dann doch immer wieder ein paar Fehlerchen ein, so dass ich mit etwa 2 Sekunden Rückstand einen Undercut probierte - der gelang dann aber nur, weil Manuel in seiner Inlap zum 2. Stop wohl noch einen dicken Klopper einbaute - so kam er mit einigen Sekunden Rückstand hinter mir raus. Da der Grundspeed von ihm und mir in etwa gleich war, wähnte ich mich schon in gelangweilter Sicherheit, was zu vielen kleineren Fehlern führte, so dass Manuel mir 3 Runden vor Schluss im Getriebe hing. :sceptic:
Er konnte deutlich schneller, doch im McLaren war es für ihn nicht leicht, sich überhaupt mal neben mich zu setzen. Zwei mal gab es eine minimale Überlappung beim Anbremsen der Bus-Stop, aber dort reichte es nicht. In der letzten Runde kam es zum Showndown in La Source; ich bremste definitiv zu früh, er aus der Überraschung heraus vermutlich zu spät - ich machte die Tür bewusst auf und versuchte innen zu kreuzen. Das klappte perfekt und sah prima aus! :)
Insofern gab es am Ende noch wenigstens etwas Action und P7 war mit den ganzen OP-Audis/Corvettes/M6 auch das absolute Maximum :]

Freue mich nun auf das finale Rennen im definitiv wärmeren und sonnigen Sebring! Da sollten die Reifen dann nicht mehr so blau sein, wie hier in Spa...
 
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User 2446

Tja, so wie das bei einem normalen Endurance Rennen halt so ist...:o :pfeif: Die Plätze sind in der Regel halt irgendwann bezogen und meistens geht dann nicht mehr viel - die einzigen, die profitieren, sind die, die in Unfälle o.ä. verwickelt werden, weil sie dann bei dem längeren Rennen noch die Chance auf mehr Wiedergutmachung haben. Wer einigermaßen heile durchkommt, fährt früher oder später dann halt gegen die Zeit und gegen die abnehmende Konzentration. So viel zu meiner Kritik am Endurance-Format :sceptic:
Ich mag das Endurance-Format. Schöner ist es halt, wenn nicht alle dieselbe Strategie haben.
Das gestern, das hatte bei mir andere Gründe. Sozusagen "altersbedingt".
 
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User 26795

Ich schreib dann auch mal wieder was, und diesmal wird es wirklich nur kurz, viel erzählen kann ich ja eh nicht:teufel:

Das Qualifying lief echt gut, ich war mit P4 auch sehr zufrieden, zu Beginn hatte ich bei dem geringen Grip zwar noch ordentlich zu kämpfen, mit mehr und mehr Grip wurde das Auto aber immer besser, der Fahrer aber zunächst nicht:giggel:
Als ich mich dann aber nach ein paar Runden Wiedereingewöhnung an ein fahrbares Auto eine Minute vor Schluss auf P2 setzte, war mir klar, dass ich die Pace doch noch abrufen konnte (ich kämpfe in letzter Zeit immer sehr mit den 97% Streckengrip, macht mir immer meine eingeübte Linie, bzw. Fahrweise zunichte, die letzten Qualifying hätten alle besser laufen können...).
Felix und Alessio haben dann zwar nochmal nachgelegt, P4 womit ich aber auch gerechnet hatte.

Und an dieser Stelle könnte ich eigentlich auch schon wieder aufhören zu schreiben... :rolleyes:
Mein Start lief durchschnittlich gut, ich wollte mich außen halten, und viel Schwung Richtung Eau Rouge mitnehmen, doch ehe ich mich versah, gab's nen heftigen Schlag vorne Rechts und ich wurde in die andere Richtung gedreht, das Rennen war an dem Punkt schon gelaufen, diesen komischen Lag von Felix zu verdanken, die Schuld dafür will ich ihm aber nicht geben, ich weiß nicht ob ihm seine Internetprobleme bewusst waren...
Ich wollte dann zwar früh rein, um mich wenigstens noch etwas bei freier Strecke vorzuarbeiten, und dann kam dann noch ein erneuter Internetausfall dazu, da war die Lust dann auch echt am Ende.
 
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User 20852

Tja, mein Abend hat bereits äußerst schockierend begonnen, indem mein Versuch dem G2 Server beizutreten scheiterte. Mit der Feststellung auf dem G1 Server gelistet zu sein, war ich emotional völlig überfordert, aber nach dem der erste Wutanfall etwas abflaute, redete ich mir noch ein, dass Flüchtigkeitsfehler jedem passieren.
Jedoch brachte meine Recherche zu Tage, dass es in Mosport, entgegen meiner Erwartung, wieder 6 Aufsteiger gegeben hatte. Cholerische Eskalation Nr. 2 folgte, meine VR-Brille überlebte nur knapp.
In Mosport hatte ich mich noch mit einem mulmigen Gefühl, zwecks Grid Erhalt, zurückfallen lassen und mich nun, völlig übermüdet, mit bescheidenen 20 Trainingsrunden auf einen angenehmen Abend im Mittelfeld von G2 gefreut.
Zu diesem Zeitpunkt wollte ich eigentlich nur noch alles runterfahren und den Abend beenden, besann mich aber doch noch eines sportlichen Verhaltens und zwang mich zur Teilnahme.

Die Zielsetzung für das Rennen war schnell formuliert: Keine Dreher, nicht überrunden lassen, Rückkehr ins 2.Grid.
Da ein nicht unerheblicher Teil der Trainingszeit, meinen emotionalen Eskapaden zum Opfer fiel, musste ich auch das Qualifying opfern, um ein narrensicheres Setup zu bauen, dass meiner Demotivation und Müdigkeit Rechnung trug.
Dann ging es auch schon los, Einführungsrunde meines ersten Rennens auf Spa. Aber was musste mein gequälter Geist da vor mir erblicken? Das Heck einer Corvette. Die Ursache all meinen Leids.

Meine verminderte Reaktionsfähigkeit wurde allerdings während der Ziehharmonika Effekte sehr deutlich und so musste ich den Abstand unverhältnismäßig erhöhen, um nicht meine Rachephantasien unfreiwillig Realität werden zu lassen.
Dank einiger Unfälle und Kämpfe, gestaltete sich der erste Abschnitt des Rennens überraschend unterhaltsam, da ich doch einigermaßen mithalten konnte.
Leider geschah es just in dem Moment, als ich mich für meine alles vernichtende Divebomb in Position brachte, da verließ Frank das FFB und nahm mir so die Möglichkeit auf Satisfaktion. Sehr schade.

Das restliche Rennen fuhr ich größtenteils gegen mich selbst und musste mit wachsender Furcht zur Kenntnis nehmen, wie weitere Fahrzeuge ausfielen. Also musste ich ernsthaft in Erwägung ziehen, das Fahrzeug abzustellen, um mein Abstieg zu sichern. Jedoch hielten mich eben jene Prinzipien davon ab, die mich ursprünglich zur Teilnahme gezwungen hatten.
Schließlich überfuhr ich die Ziellinie als Letzter, ohne Dreher und Überrundungen.
Einige Spa Erfahrungen reicher und unterm Strich zufrieden, solange es mir gelingt, mir nicht das großartige Rennen in G2 auszumalen, was ich mit meinem Team hätte fahren können.

Sollte ich auf Grund der DNFs in G1 verbleiben müssen, verspreche ich feierlich einen Versuch zu unternehmen, mich mit meinem Lenkrad zu strangulieren. Und ja, es handelt sich um ein Formel Lenkrad...

Gesendet von meinem ANE-LX1 mit Tapatalk
 
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User 10905

Sehr schön geschrieben, aber... letzter wurde ich und ja, du verbleibst in Grid 1 für das Finale. (wenn ich nichts übersehen habe) 😉
 
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User 2446

Schafft nicht mal den geplanten Abstieg der Ron. Schwach. Oder? :gruebel:
Jetzt bin ich verwirrt. :lol:
 
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