3D-Druckteile für das [DIY] 3KW Motion-Sim-Rig

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User 15532

Ich habe mal ein neues Thema angefangen, in dem "3D-Drucker und all..."-Thread läuft sonst zu viel parallel; da die dort aktuelle allgemeine Diskussion um 3D-Ducker auch viel besser zur Überschrift passt, bin ich "umgezogen".


Mein Rat, einfach nur rein damit, nicht feilen oder schmirgeln, wenn möglich.

Das Bauteil ist sehr kritisch was die Toleranzen angeht. Jedes kleinste Spiel ergibt Backslash.
Ich habe meinen ersten geschliffen und nach kurzer zeit Spiel im Aktuator.

Die Motoren sind so stark, die schleifen das selber ein ;)
Also wenn es irgendwie reingeht, nicht bearbeiten.

Du kannst noch die Kanten vom Alu-Profil oben brechen, dann sollte es einfacher gehen.

Möglicherweise habe ich deinen Rat zu wörtlich genommen:

IMG_20180923_180600.jpg IMG_20180923_180639.jpg

Er ist drinnen :rolleyes:, dazu bedurfte letztendlich eines Hammers. Schon bemerkenswert, dass das Druckteil diese Tortour überstanden hat. Jetzt bewegt er sich keinen Millimeter mehr. Der Versuch, ihn mithilfe eine Holzlatte von unten wieder herauszuschlagen, hat nicht funktioniert. Ich muss mir wohl morgen einen schwereren Hammer besorgen, ich denke mal so ab 2kg aufwärts.

Ich werde wohl doch mal das slidermodel anpassen und die Außenmaße minimal verkleinern. Leider habe ich noch keine Welle und keine Spindel geliefert bekommen, daher weiß ich noch nicht, ob ich die Innenmaße auch anpassen muss.
 
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User 4652

Ich könnte mir auch vorstellen das wenn dadurch zuviel Spannung aufgebaut wird, das auf Dauer auch nicht gut für die Haltbarkeit ist
 
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User 15532

Das mit der Maßhaltigkeit ist aber auch möglicherweise nicht immer hundertprozentig reproduzierbar. Gerade ist mein 2. Slider fertig geworden. Auch der ist ein wenig zu groß, gefühlt allerdings etwas weniger. Dafür lassen sich bei dem 2.Versuch die M4-Schauben ganz leicht mit der Hand eindrehen, beim 1. braucht man dafür einen Imbusschlüssel.

Der einzige Unterschied ist das verwendete Fillament, gleicher Hersteller (Kaisertec) aber andere Farbe.
 
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User 15867

Wir haben nicht ohne Grund das Filament genannt.
Letztendlich sind alle Beta-Tester auf das Filament gewechselt. Und günstig ist es auch noch.

Die Teile sind tricky zu drucken, vor allen Dingen die Halteplatten für die Lager.
Hier kommt es durch die Temperaturunterschiede (unten/oben) und die Struktur zu Spannungen, die sich dadurch vom Druckbett lösen können.

Leider kann man die Bedingungen zu Hause nicht gut kontrollieren, daher bleibt es für mich auch immer etwas Glücksache.
Um das besser kontrollieren zu können habe ich eine Umhausung aus Styropor gebaut. Kann man mit Spaxschrauben einfach verschrauben.

Wünsche euch gutes Gelingen!
 
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User 7598

Wie schlimm ist das eigentlich wenn die Ecken des fixed_bearing_mount einwenig gebogen sind? Das Teil hat sich bei mir leicht gewölbt an den Ecken.
 
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User 15324

Das nennt man glaube ich "Warping" und hat etwas mit den Temperaturen des Werkstücks, der Umgebung und dem Druckbett zu tun. Wobei diese Aussage von mir mit Vorsicht zu genießen ist, da ich hier blutiger Anfänger bin und ich mich in die Materie ganz langsam einarbeite.
 
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User 19015

Du schreibst, dass du mit dem beigelegten Filament mit 190° druckst. Ich habe es mit 205° durch den Drucker gejagt und hatte keine Probleme dieser Art. Das könnte(!) ein Anhaltspunkt sein.
 
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User 7598

Ich drucke mit dem Amazon PLA Fillament welches in der Einkaufsliste verlinkt ist. Versuche beim nächsten Teil mal 205C. Danke euch für die Tips
 
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User 15867

Was ich auf den Bildern erkennen kann würde ich sagen das passt. der Lochkreis für die Befestigung am Aluprofil ist entscheidend.

Ich würde es auf alle Fälle probieren.

Optisch ist es dann zwar nicht perfekt aber funktionieren wird es.

Das ist mit Abstand auch das schwierigste Teil zusammen mit der anderen Halteplatte für das Lager.

Die Temperatur an der Nadel ist hierbei nicht so entscheidend vielmehr ein perfekter Haftgrund auf dem Heizbett und die Außentemperatur.

Um die Temperatur der Nadel richtig einzustellen empfehle ich dir einen kleinen Würfel zu drucken und bei diesem die Temperatur der Nadel nach einigen Schichten zu verstellen man kann dann sehr schön erkennen wo das Laminat perfekt bindet.



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User 7598

Werde ich mal versuchen den Tip mit dem Würfel. Wie gesagt ist jetzt der 2te "Klotz" wesentlich besser geworden. Würde sagen zu 97% perfekt. :p
 
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User 10444

Was auch entscheidend für die Haftung srin kann, ist der Abstand Düse -> Druckbett. Da könnt ihr noch mit spielen, manchmal bringt es mehr, wenn ihr das Material fester auf die Platte drückt.
Allerdings bitte vorsichtig rantasten, ein zu grosser Druck kann dazu führen, dass ihr das Bauteil im kalten Zustand nicht mehr von der Platte bekommt.
Hatte das Prob mal mit FR4 und einer Filaprint, habs ums verrecken nicht mehr runtergebracht
Für die Experimentierfreudigen: ihr könnt die verschiedenen Untergründe testen, indem ihr Platten (max. 1mm stark) auf eure Heizbettgrösse zuschneiden lasst und dann mit Klammern (aus dem Schreibwarenladen) befestigt.
Falls ihr was passendes gefunden habt, könnt ihr das dann flächig auf das Bett verkleben. Gibt nen speziellen Kleber von 3M dafür, die genaue Bezeichnung müsst ich mal raussuchen.
Meine Reihenfolge wäre: Pertinax (angeschliffen), FR4, Carbon (angeschliffen)
Für die Selberbauer:
Mein erster Drucker war ein toolson mark2 (www.scheuten.me). Relativ easy aufzubauen, durchdacht konstruiert und schnurrt mittlerweile 2 Jahre bei mir wie ein Kätzchen
 
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User 12473

Ich verwende bei meine CR 10 das Blaue 3M Klebeband ScotchBlue 2090-48A Abklebeband und bin damit zufrieden.

Den Düsen-Abstand zum Druckbett nivellieren ich dann mit zwei Blatt Papier = 0,19mm.

Auf Grund dieser Niedrigen Nivellierung wird die erste Schicht relativ tief in das Klebeband gedruckt.

Das Druckteil haftet dadurch sehr gut, hat aber leichte Elefantenfüße.


Beim Filament habe ich mich bewusst an die Vorgabe von Michael gehalten.

Der 3D Druck wurde aber erst was, nachdem ich mich an die Simplify-Einstellungen vom Michael gehalten habe.



Ins besonders die vom Martin erstellte Verdrehsicherung passte bei mir dann zumindest in den Alukörper saugend perfekt.

Nach dem Ersteinschub habe ich dann die Leichtgängigkeit per Akkuschrauber auf kleinster Drehmomentstufe überprüft

In meinem Video ist das genau beschrieben.


PS. Ich bin noch am Üben, was das 3D Drucken anbelangt und deswegen sind das auch nur meine Erfahrungen.




Zur Zeit kämpfe ich mal wieder mit meinem CR10, der mir nach ca. 2 Std Druckzeit die Düse immer wieder Verstopft.

Ich habe schon den Düsenhalter samt Düse Heizelement und Filament-Zuführung ausgetauscht

und die losvibrierten Teile in der Steuerung wider an Ort und stelle gebracht.

Leider nach wie vor, 2 Std und Düse verstopft danach Leerdruck !

Irgendwie verstehe ich nicht wirklich meinen Drucker !



Keep SimRacing ...in motion
 
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User 19015

@VSP:

Meinst du das hier?: https://www.amazon.de/ScotchBlue-20...c5161bd1c6ccdcc6bc2bc9f0c34155&language=de_DE
Das funktioniert, wenn man die Bewertungen durchliest wohl echt gut. Es ist aber ordentlich teuer, allerdings sollten über 50m für ne ganze Weile reichen.

Viele nutzen auch einen Klebestift, das soll auch Wunder wirken. Es gibt wohl sogar extra Stifte dafür. Ob die was taugen, kann ich aber nicht sagen. Zum nivellieren des Druckbetts liegt beim Anycubic ein Papier bei (damit wird das Druckbett zu Beginn abgedeckt).

Am Ende kommt jeder anders zum Ziel. Mir macht das gerade richtig Spaß mit dem Gerät, ich hoffe euch gehts auch so :D
 
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User 7598

Ich frag mich nur ob man dann das Druckteil auch wieder sauber vom Klebband kriegt? Habe nämlich noch solch blaues Abdeckband zu hause und wäre evt ein Versuch wert.
 
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User 10444

Du ziehst einfach das Klebeband nach dem Druck ab und tadaaa
Das Zeug ist wie blaues Malerkrepp, das sollte schon gehen. Aber auf lange Sicht würde ich Pritt, Klebeband und Konsorten in die Tonne werfen und mit Pertinax, FR4,usw... arbeiten, da habt ihr mehr Spass mit.
 
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User 4652

Da bin ich ja mal gespannt wie das bei mir mit dem ersten größeren Teil klappt. Bis jetzt halten die Drucke bei mir wie Sau und sind nicht abzubekommen bevor wirklich alles ca. auf Raumtemperatur abgekühlt ist. Werde dann auch mal 200° probieren.

Wird auch eine Druchgeschwindigkeit bei Simplify eingestellt oder mache ich das am Drucker über die Hardwaresettings. Oder sind die Hardwaresettings außer Kraft falls man in simplify die Geschwindigkeit festlegt?

Bin grade am vierten Fuß, bis jetzt läuft alles wie geschmiert. Dann muss ich leider aufs Wochende warten weil ich erst morgen das Filament von Amazon bekomme und weil ich das Ding nicht alleine in der Wohnung laufen lassen will. Über Nacht reicht ja leider die Zeit nicht bei den größeren Teilen.
 
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User 10444

Druckgeschwindigkeit kannst du unter dem Reiter Speeds einstellen. Wichtig ist nur virher in den Optionen auf mm/s umzustellen.
Die eingestellt Geschwindigkeit ist deine Basis, diese kannst du während dem Druck erhöhen oder reduzieren, den Flow ebenfalls.
Hab jetzt einen kompletten Satz durch, nach einer Woche, den slider habe ich gleich 2x gedruckt, 17h Druckzeit.
4da6318a0d1e6333dbe28b6d3662019b.jpg
 
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User 12473

@VSP:

Meinst du das hier?: https://www.amazon.de/ScotchBlue-20...c5161bd1c6ccdcc6bc2bc9f0c34155&language=de_DE
Das funktioniert, wenn man die Bewertungen durchliest wohl echt gut. Es ist aber ordentlich teuer, allerdings sollten über 50m für ne ganze Weile reichen.

Viele nutzen auch einen Klebestift, das soll auch Wunder wirken. Es gibt wohl sogar extra Stifte dafür. Ob die was taugen, kann ich aber nicht sagen. Zum nivellieren des Druckbetts liegt beim Anycubic ein Papier bei (damit wird das Druckbett zu Beginn abgedeckt).

Am Ende kommt jeder anders zum Ziel. Mir macht das gerade richtig Spaß mit dem Gerät, ich hoffe euch gehts auch so :D


Ja das benutze ich, nach dem ich so alles andere wie Haarspray Klebestift etc. ausprobiert habe.

Wie gesagt, ich empfinde es als Vorteil, dass sich Klebeband mit Material so richtig ineinander Verzahnen.

Dennoch kann ich es nach dem Abkühlen gut von einander abziehen und so ca. 3 bis 5 mal wieder benutzen.
 

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